Hartz 4 - wird nachgezahlt bei langer Bearbeitungsdauer?

5 Antworten

Es gilt der Tag der Antragsstellung. Also wird alles nachgezahlt...

Es wird ab dann gezahlt ab dem du den Antrag gestellt hast (also du in der Agentur warst und die Unterlagen abgeholt hast) oder ab dem 1. Tag der Arbeitslosigkeit wenn du schon vorher da warst. Allerdings wird nicht nachgezahlt wenn du erst am 4. Tag der Arebitslosigkeit hingehst.

Klar, Tag der Antragstellung zählt, aber:

Warum wartest Du denn so lange? Wovon lebst Du denn? Diese Frage könnte Dir das JC auch stellen! Versteh ehrlich gesagt nicht, wieso so viel von Euch einfach hinnehmen, dass sie Euch zappeln lassen wie Fische am Haken. Immer schön brav warten bis Euch ein Köder hingeworfen wird? Wisst ihr überhaupt, dass das nicht NORMAL ist? Es sei denn, ihr wehrt Euch nicht.... Lies mal:

ALG II ist eine bedarfsbezogene Leistung und der Leistungsträger ist verpflichtet, einen Bedarf dann zu decken, wenn er besteht - nicht Wochen oder Monate später.

Gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 2 SGB II ist der Leistungsträger des SGB II verpflichtet, den Lebensunterhalt des Bedürftigen zu sichern. § 17 SGB I bestimmt, dass das Jobcenter verpflichtet ist darauf hinzuwirken, dass jeder Berechtigte die ihm zustehenden Sozialleistungen in zeitgemäßer Weise, umfassend und zügig erhält.

Gemäß § 41 Abs. 1 Satz 4 SGB II ist der Leistungsträger des SGB II verpflichtet, die dem Bedürftigen zustehenden Leistungen monatlich im Voraus zu erbringen.

(Quelle SGB II/ Hartz IV Forum)

Hallo sonnig,

Kann verstehen dass du dich fragst warum ich seit dem 1.5 warte... Dazu muss ich sagen ich warte ja nicht tatenlos seit dem. Ums vielleicht kurz zu erklären. Nach zwei Wochen gab es nen Hausbesuch, der allerdings völlig unrechtmäßig verlief (kein Ausweis, keine Begründung, unrechtmäßige observation des Hauses etc etc) daraufhin eine dienstaufsichtsbeschwerde, auf die dann zwei Wochen keine Antwort kam. Dann fuhr ich auch mittlerweile 4 Wochen ohne Geld zum Amt und mitzubekommen das meine SB nicht da sei (Urlaub) und dort bekam ich dann eine neue SB... Und Einnen Termin ne Woche später beim Chef (wegen s Dienstaufsichtsbeschwerde) dort war ich mittlerweile zweimal, hab Druck gemacht etc etc.... Nun sieht es so aus das ich zum 24 dieses Monats endlich geld bekommen soll. Meine frage war eben, ob das dann für Juni und Juli am 24.7 ausgezahlt wird. Ich musste zum leben eben Schulden machen weil ja nix kam wie du schon richtig bemerkt hast, das würde ich natrürlich gerne schnell schnell zrückzahlen inkl. Miete natürlich. Ich sitze etwas auf kohlen, aber we ns geld dann nächsten DI. Da ist, klappt das noch.

Lg

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@Pixeldieb

Les Dich mal auf folgender Seite ein:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/53659697300d9420a.php

Ein Auszug:

"Was tun, wenn noch kein Geld auf dem Konto ist?

Die Arbeitsagenturen rufen auf, sich Abschläge zu holen. Gehen Sie mit Nachweisen über Ihre Zahlungsverpflichtungen im Monat (Miete, Unterhalt, Versicherungen) zum Amt, notfalls zeigen Sie die letzten Kontoauszüge, wenn Sie durch die Nichtüberweisung des Alg II in die roten Zahlen geraten sind. Fordern Sie einen Abschlag auf alle schon geleisteten und noch zu leistenden Zahlungen in diesem Monat zuzüglich Geld zum Essen. Wenn Sie mit 50 Euro abgespeist werden sollen, verlangen Sie den Vorgesetzten und suchen Sie sich Verbündete in der Warteschlange. "

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@beangato

@Pixeldieb:

Prima! Dann hast Du wenigstens schon mal mehr gemacht, wie 80 % Deiner Mitleidenden. Hausbesuch NIE, aber auch gar NIE reinlassen. Diese Methode ist nicht geeignet um eine BG zu unterstellen oder sonstige blödsinnige Unterstellungen. Unangemeldet ??--sofort wegschicken und wenn sie dann nochmal kommen und Du siehst keinen Sinn darin , verweise auf den Art. 13 GG und hol notfalls die lieben Hüter von Gesetz und Ordnung wegen Hausfriedsbruch!! Das zieht IMMER! Sanktionen dürfen deswegen nicht verhängt werden. Die Arge ist in der Beweislast.

Es sei denn DU ziehst Vorteile aus dem Hausbesuch, (z.B wenn Du merkst, dass deine Wohnungsgrösse im Mietvertrag zu Gross angegeben wäre etc.) aber das ist ja selten der Fall.

In Deinem Fall hätte ich Dir geraten ,eine einstweilige Verfügung über das Sozialgericht mittels Anwalt zu erwirken. Das kostet Dich max. 10 Euro und du glaubst gar nicht wie schnell der Bescheid da ist und das Geld auf dem Konto. Ihr müsst die JC mit Klagen so zumüllen, dass sie im Papier ersticken! Jeder der dort seinen Job hinwirft weil er nervlich am Ende ist, ist ein kleiner Sieg für eure Menschenwürde.

Lass keine Spielchen mit Dir spielen sondern wehr Dich gegen solche Willkür. Ich muss meinen Job auch anständig machen, dann sollen die das gefälligst auch tun! Jeder der von Euch klagt, ebnet 1000 anderen den Weg zu einer menschwürdigen Sozialhilfe wie sie auch im Grundgesetz verankert ist. Auch wenn manch einer sich auf Kosten der Allgemeinheit angeblich ausruht.. Sch**ss drauf. BGE würde funktionieren und kein Mensch bräuchte solche inkompetenten Quereinsteiger Tresentrullas wie sie auf den JC im Rudel auftreten. Soviel dazu :-)

Lass Dich nicht unterkriegen! Ach-und Eingliederungsvereinbaren bitte auch nicht unterschreiben. dazu gibt es mittlerweile massig Berichte im Netz und ich werde das nicht weiter ausführen.

P.s: Der Link von Beangato ist klasse! Die ganze Seite hat gute Infos, aber bitte immer nochmal nachschauen ob es der Wahrheit entspricht und selbst nach Urteilen oder Gesetzen suchen.

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@sonnig0815

Hallo sonnig. Danke für deine Antwort, zum Glück hat sich das ganze nun erledigt, habe meinen Bescheid samt dem Geld für die zeit wo ich NIX hatte. Alles nachgezahlt bekommen. Man muss wohl wirklich erst etwas eindeutiger werden wenn man mit dem Amt zu tun hat. Egal ob am Tel oder privat vor Ort. Jedenfalls hat's geklappt u d plötzlich sind auch alle sehr sehr nett zu mir, Lach. Also Danke an die antwortenden, Thema ist nun erstmal abgehakt!

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Kann das Jobcenter das Geld zurückverlagen?

Hallo Experten...

Eine Freundin von mir hat seit März eine 50% Stelle (Teilzeit), d.h. sie verdient ca. 600 euro Netto. Sie ist Verkäuferin. Vom Jobcenter hat sie eine Aufstockung erhalten, ca. 300 euro. (Bin mir aber nicht sicher wie hoch die Aufstockung ist...sollte auch nur ein Beispiel sein. )

Im Juni und Juli musste sie mehr Arbeiten, weil ihre Kollegen im Urlaub waren. Für Juli hatte sie ca. 800 euro und für Juli ca. 900 euro erhalten. Wie bereits erwähnt, musste sie mehr eingesetzt werden, wegen der Urlaubsvertretung. Für Juni und Juli hatte sie weiterhin die selbe Aufstockung erhalten.

Das Jobcenter wollte vor einer Woche für Juni und Juli eine Gehaltsabrechnung erhalten, die sie auch bekommen haben. Nun fordert das Jobcenter das Geld für Juni und Juli zurück. Laut Bescheid muss sie ca. 400 euro wieder zurück bezahlen.

Das Problem ist u.a. auch Folgendes: Ich weiß das hört sich "doof" an, ABER sie ist eine Person, die sich mit den Behörden nicht so gut auskennt. Sie ist halt sehr naiv, wenn es um solche Sachen geht. Ihr Bildungsstand ist nicht auf dem höchsten Niveau. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Ich respektiere sie, da sie wirklich ein toller Mensch ist und trotzdem versucht auf ihre eigene Füße zu stehen.

Wenn sie gewusst hätte, dass sie Geld zurück zahlen musste, dann hätte sie auch die Urlaubsvertretungen nicht wahrgenommen und währe bei der 50% Stelle geblieben.

Was kann ich für sie tun und wie kann ich ihr helfen?

Meine Fragen:

  1. Kann das Jobcenter das Geld zurückverlagen?
  2. Was ist, wenn sie das Geld nicht zurückzahlen kann? Auch eine Ratenzahlung ist nicht möglich, da sie ab August wieder 600 euro Gehalt erhalten wird?
  3. Kann ich ihr Raten auf die Aufstockung zu verzichten und dafür Wohngeld zu beantragen?

Beste Grüße

PS: ich habe selber mal ALG II bezogen und bin auch froh, dass ich es hinter mir habe. Ich weiß dass die Behörden nicht einfach sind :-)

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Krankenversicherung hat abgebucht, obwohl ich ALG II kriege

Hallo,

ich bin seit Ende Juni "offiziell" Exmatrikuliert. Seitdem bekomme ich ALG II. Nun wurde mir Mitte Juli und Mitte August der Kranekassenbeitrag abgebucht. Die Dame von der Krankenversicherung meinte, dass sie mir nur das Geld zurückzahlen braucht, was die KK Mitte August abgebucht hat, da dieser Betrag für den Vormonat bezahlt wird. Das bedeutet, dass der Betrag, der mit Mitte Juli abgebucht wurde auch für den Vormonat gilt. Aber ist das wirklich so? Denn als ich das letzte mal angerufen habe meinte eine andere Sachbearbeiterin, dass ich für zwei Monate eien Rückzahlung erhalten und das voll....

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