Hartz 4 - Berechnung für ein Jahr nach dem höchsten Einkommen?

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3 Antworten

Wenn du jeden Monat unterschiedliche Einkommen hättest,dann müsstest du jeden Monat eine Einkommensbescheinigung deines AG - abgeben und dazu einen aktuellen Kontoauszug vorlegen oder in Kopien einsenden,der den Zufluss ( Zuflussprinzip ) des Einkommens nachweisen kann !

Es müsste dann also jeden Monat neu berechnet werden und das ist auch hier der Fall.

Du legst einen schriftlichen Widerspruch ein,gibst darin an das diese Zahlung eine einmalige Zahlung von Überstunden war und das ganze schickst du ans Jobcenter in die Leistungsabteilung.

Kannst auch warten bis du dein nächstes Einkommen erhältst,lässt eine Einkommensbescheinigung vom AG - ausfüllen und gibst die dann in der Leistungsabteilung ab bzw.schickst sie hin.

Wenn ihr noch nicht lange zusammen lebt und den Antrag korrekt gestellt hättet,dann hätte man dein Einkommen zumindest für 1 Jahr nach dem Zusammenzug nicht auf den Bedarf des Freundes anrechnen dürfen.

Denn wenn ihr euch nicht von Anfang an freiwillig wirtschaftlich wie finanziell unterstützen wollt,dann wärst du nur ein Bewohner im Haushalt gewesen und ihr hättet zumindest erst mal 1 Jahr Ruhe gehabt.

Du hättest dann nur den Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) an deinen Freund zahlen müssen,weil er dann nur seinen Teil bekommen hätte,also bei 2 Personen 50 %.

Hätte noch einen Vorteil gehabt,dann hätte er den vollen derzeitigen Regelsatz von 399 € und nicht 360 € bekommen.

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Kommentar von yodasa
28.10.2015, 19:58

Ich habe jeden Monat ein anderes Einkommen und das Jobcenter bekommt jeden Monat eine Einkommenserklärung von meinem Arbeitgeber. Nur berechnen die das Ganze für ein Jahr und am Ende dieser 12 Monate machen die eine Abrechnung für jeden Monat und dann bekommen wir die Nachzahlungen.

Wir leben schon länger zusammen, so das der zweite Teil deiner Antwort bei uns nicht mehr zutrifft. Trotzdem: Vielen Dank!

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Nein, für eine komplette ( laufzeitbezogene ) Leistungsberechnung von ALG II ist eine einmalige Lohnnachzahlung nicht relevant. 

Entsprechend des "Zuflussprinzips" darf sich die einmalige Sonderzahlung nur auf die ergänzende Leistungsgewährung des Folgemonats mindernd auswirken, sofern Ihr schon im ergänzenden ALG II - Leistungsbezug als "Bedarfsgemeinschaft" steht.

Berechnungsgrundlage für die tatsächlich zustehende Ergänzungsleistung darf somit nur das reale Netto- Normeinkommen darstellen. Einmalige Sondervergütungen sind im Folgemonat nach dem leistungsrelevanten Zufluss je nach Höhe auch unmittelbar und einmalig zu berücksichtigen. ( ausser die Sonderzahlung übersteigt die Höhe der ergänzenden Sozialleistungen )

Somit erst einmal umgehend mit dem aktuellen Leistungsbescheid zum Sachbearbeiter für Leistungen, und / oder bei Bedarf schriftlich Widerspruch gegen die aktuelle Leistungsbewilligung einreichen.

Ergänzende Unterlagen ( Kontoauszüge / Lohnabrechnungen etc. ) weiter rückwirkend als die bereits vorgelegten Nachweise für die letzten 3 Monate bereithalten / vorlegen für den Beleg, dass es sich um eine EINMALIGE Sonderzahlung handelte.

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Wende Dich an eine ALG-Ii-Beratungsstelle bei Euch vor Ort.

Ich denke nämlich nicht, das die Vorgehenseise des JC in Ordnung ist.

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