Harry Potter = gegen Christen

17 Antworten

Harry Potter - (k)ein empfehlenswertes Buch?

(von Stefan Wittmann)

Einleitung

Ein neues Buch erobert die Kinderzimmer und -herzen im Sturm: Harry Potter, der Zauberlehrling (von J.K. Rowlings). Der Erfolg ist auch nach mehreren Bänden ungebrochen. Von Eltern als wertvolle Lektüre gepriesen, die gute Werte vermittle, kann es doch eigentlich keinen Grund geben, vor diesen Büchern zu warnen. Oder etwa doch? - Gehören die warnenden Stimmen nur zu engstirnigen. christlichen Fundamentalisten oder steckt da mehr dahinter?

Vor kurzem war ich zu Besuch bei meiner Mutter und hatte dort die Gelegenheit, den ersten Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ selbst zu lesen. Mein erster Eindruck war, wie einfach dieses Buch geschrieben ist. Ein Kinderbuch eben, für Kinder geschrieben. Warum allerdings viele Erwachsene so begeistert davon sind, ist mir rätselhaft.
Die Story ist sehr simpel gestrickt und so schon tausende Male erzählt: ein von allen verachteter Niemand wird zum gefeierten Helden und muß dabei einige große Rückschläge wegstecken. Und der Weg zum Heldensein und zum Respekt der Anderen öffnet sich ihm durch die Zauberei.

Zauberei und Okkultismus

Das Buch selbst steckt von vorne bis hinten voller Okkultismus. Wir finden darin das Konzept von der „guten“ weißen Magie, die die schlechte schwarze Magie bekämpft. Neben einer Menge an Zauberei und Hexerei begegnen wir beim Lesen unter anderem auch der Levitation (der Fähigkeit, zu schweben bzw. zu fliegen), der Alchemie (der Stein der Weisen, der Unsterblichkeit verleiht) und einigen Dämonen (denn nichts anderes sind Trolle). Die Zentauren studieren Astrologie und können damit wirklich Zukünftiges voraussehen. Okkulte Konzepte werden vermittelt, wie z.B. daß man das Böse (die dunkle Seite der Magie) studieren und gut kennen lernen muß, um es zu bekämpfen.7 Und auch auf einige grausige Rituale stößt der Leser; so z.B. das Trinken von Einhorn-Blut, um das eigene Leben zu verlängern.

Zauberei ist nicht harmlos

„Ist das denn nicht harmlos? Jeder weiß doch, daß es keine Hexen gibt und solche Sachen wie das Fliegen auf einem Besen nur ein Märchen ist.“ - Nein, Hexerei und Zauberei sind niemals harmlos! Ganz und gar nicht! Gott warnt uns in der Bibel sehr eindringlich davor. Im Okkultismus hat man es mit realen, mit dämonischen Kräften zu tun. Dies können uns auch die Menschen bestätigen, die selbst tief in Zauberei und Okkultismus verstrickt waren und die zerstörerischen Kräfte am eigenen Leib erfahren haben.
Nicht umsonst warnt uns Gott davor, uns auf Zauberei oder andere okkulte Spielarten einzulassen: „Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Wahrsager, oder ein Wolkendeuter oder ein Schlangenbeschwörer, oder ein Zauberer, oder ein Bannsprecher oder ein Medium, oder einer, der einen Wahrsagergeist hat, oder jemand, der die Toten befragt. Denn wer solches tut, ist dem HERRN ein Greuel.“1 Kein Zauberer wird jemals Eingang in Gottes ewiges Reich finden2 - es sei denn, er kehrt der Zauberei den Rücken zu, bittet Jesus um Vergebung und folgt ihm nach. Christen brauchen keine okkulten Fähigkeiten (wie Hexerei), um ihre Probleme in den Griff zu bekommen oder einen Rat zu erhalten. Sie dürfen direkt auf Gottes Hilfe vertrauen: „Wenn sie euch aber sagen werden: Befraget die Totenbeschwörer und Wahrsager, welche flüstern und murmeln, [so antwortet ihnen]: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen, oder soll man die Toten für die Lebendigen befragen?“3 „In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhörte mich und tröstete mich.“4

Es stellt sich die Frage, wieso man als Christ ein Buch lesen sollte, welches Sünde als etwas Positives darstellt. Unsere geistliche Blindheit im Bereich der Zauberei (die auf einem materialistischem und nicht auf einem biblischem Weltbild beruht) wird uns schnell klar, wenn wir uns einmal die Frage stellen: Würde ich meinem Kind ein Buch zu lesen geben, das Ehebruch als etwas Gutes darstellt? Oder Diebstahl? Mord? - Wo ziehe ich die Grenze? Ab wann ist denn eine Sünde schlimm genug, um ein Buch, daß sich positiv darüber äußert, zu meiden? Gottes Aussage ist klar! Sünde ist Sünde! Und „davon auch nur zu reden ist schandbar“5 Darum „enthaltet euch des Bösen in jeglicher Gestalt!“6

Zudem sollten sich Eltern auch darüber im Klaren sein, daß Kinder ihren Vorbildern immer nacheifern werden. Und Harry Potter ist ihr Vorbild, ihr Held. Was ist harmlos daran, wenn Kinder okkulte Dinge nachspielen? Sind wir wirklich so blind, das für harmlos zu halten? - Wie wurde denn Harry Potter zum Helden? Und wie verschaffte er sich Anerkennung und Respekt? Auf welche Weise wurde er mit den Problemen in seiner „Familie“ (den Dursleys) fertig? Durch Zauberei. Was wird nun der lesenden Kinderschar näher liegen, als den eigenen, ähnlich gearteten Probleme mit den gleichen Lösungsansätzen (Zauberei) zu Leibe zu rücken?

Die Eltern werden allerdings die Letzten sein, die davon erfahren. Denn ihre Kinder haben ja von Harry Potter gelernt, daß man dieses vor ihnen - wie vor allen „Muggels“ - unter allen Umständen geheim halten muß!

eine sektiererische Weltsicht

Der schlimmste und schwerwiegenste Punkt an diesem Buch aber ist die alle Beschreibung spottende, extreme Schwarz-Weiß-Malerei und die unbedingte Geheimhaltung aller Aktivitäten der Zauberer vor den Nicht-Zauberern (den „Muggels“). Jede reale Gruppierung, die so eine extreme Sichtweise vertreten würde, würde völlig zu Recht als eine gefährliche Sekte angesehen.

Zunächst einmal fällt einem die strenge Abschottung und Geheimhaltung auf, mit der sich die Zauberer vor der Welt verbergen. Zu diesem Zweck wurde extra ein „Zaubereiministerium“ errichtet. Ebenso wurde die Drachenzucht nur aus dem einen Grund verboten: um nicht aufzufallen und dadurch die Geheimhaltung zu gefährden. Man schreckt nicht einmal davor zurück, „Muggels“ zu verhexen, nur um die Zauberer und ihre Welt vor der Menschheit zu verbergen.

Übertroffen wird dies aber noch durch die unglaubliche Schwarz-Weiß-Malerei, die uns die Autorin präsentiert. Die „Muggels“ werden bestenfalls als naiv und völlig ahnungslos beschrieben. Als Menschen, vor denen man alles geheim halten muß, da sie es ja doch nicht verstehen können. Es überwiegt jedoch die Beschreibung der „Muggels“ als sehr bösartig, in einem Ausmaß, das eigentlich unvorstellbar ist. Dieser Eindruck wird dadurch vermittelt, daß gerade die Dursleys (Harrys Onkel, Tante und sein Cousin Dudley, bei denen er lebt) als typische „Muggels“ angesehen werden und außerdem breiten Raum in dem Buch einnehmen. Abgesehen von ihnen werden keine weiteren „Muggels“ näher beschrieben. Und die Dursleys benehmen sich tatsächlich sehr gemein Harry gegenüber, so sehr, daß sie eigentlich wegen Kindesmißhandlung strafrechtlich belangt werden müßten! Dieser negative Eindruck strahlt auf alle Nicht-Zauberer über.
Nicht-negative Beispiele von „Muggels“ muß man schon mit der Lupe suchen. Doch selbst Hermelines Eltern, noch die „positivsten“ „Muggels“ in dem Buch, werden als völlig ahnungslose Menschen beschrieben, die die Zauberei und die anderen okkulten Dinge, mit denen sich ihre Tochter beschäftigt, nie werden verstehen können.

Fassen wir noch einmal kurz die Weltsicht zusammen, die uns die Autorin Joanne Rowlings bietet:
1. Es gibt ein „okkultes Volk“, das sich geheim hält und nur Eingeweihten zugänglich ist.
2. Außenstehende sind bestenfalls einfältig und naiv; durch die Dursleys aber überwiegt der Eindruck, daß sie sehr oft bösartig sind.
3. Man darf über Okkultes und Zauberei nur mit anderen Eingeweihten sprechen und muß es mit allen Mitteln vor den Außenstehenden geheim halten.
4. Wer nicht zu dieser Gruppe der Eingeweihten gehört, wird mich (den Zauberlehrling/Zauberer) nie verstehen können; selbst wenn es die Eltern oder Geschwister sind.

Betrachtet man sich dies genauer, so ergibt sich hier eine Struktur, ähnlich einer gefährlichen Sekte, mit extremer Schwarz-Weiß-Malerei, rigoroser Abschottung von der Welt und Entfremdung der Sektenangehörigen von ihren Verwandten und Freunden. Diese Sichtweise ist wirklich sehr bedenklich.

Fazit

Die „Harry Potter“-Romane können meine Erachtens auf keinen Fall empfohlen werden. Denn neben einer Ermutigung und Verführung zur Beschäftigung mit okkulten Dingen fördern sie auch die Entfremdung der Kinder von den Eltern (und allen Anderen), die sich nicht mit Zauberei einlassen. Eltern werden in diesem Buch teils als bösartig beschrieben, aber zumindest immer als unfähig, ihre (zaubernden) Kinder zu verstehen. Die ständige Ermahnung der Geheimhaltung aller Zauberei vor den „Muggels“ (den Uneingeweihten) kann genau das bewirken, was sich christliche Eltern am wenigsten wünschen: daß sich ihre Kinder auf okkulte Dinge einlassen und dies dann auch noch mit allen Mitteln vor ihren Eltern verheimlichen.

Unsere Kinder sind es wert, für sie auch einmal gegen die Flut zu schwimmen. Bewahren wir sie vor solchen Büchern, die sie dazu verführen können, einen falschen Weg einzuschlagen.

Quelle: bibelundermutigung

Ein Haufen Stuss und aluhut Gefasel auf einmal 

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Antichristlich ist Harry Potter gewiß nicht, die Grundphilosophie hinter den Büchern stammt eindeutig aus der christlichen Lehre und Tradition, die Ideale, die von den positiven Figuren verkörpert werden, sind christliche Ideale.

Was allerdings verstörend wirkt, ist das vollkommene Fehlen von jeglichem direkten christlichen Bezug, ganz so, als würde es sich um eine Erzählung in einer komplett fiktiven Welt handeln (Der Herr der Ringe war darin sicherlich ein Vorbild). Daß beispielsweise regelmäßig Weihnachten und Ostern gefeiert wird, ohne Anlaß und Bedeutung dieser Feste auch nur mit einem Wort zu erwähnen, erscheint reichlich bizarr.

Das ist schon ewig lang ein Streitthema und eine wichtige Mitstreiterin zu diesen Thema ist Laura Mallory. Ich persönlich halte davon nichts weil es ja in dem Buch um die inneren Werte und das Gute geht, wenn das Christentum nicht genau das verkörpert, sähe ich keinen Grund mich dieser Religion anzuschließen.

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