Wie läuft ein Harnröhrenabstrich ab?

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1 Antwort

Es kann vielleicht etwas unangenehm sein, wenn die Harnröhre jetzt nicht z.B. entzündet ist, tut es aber nicht weh. Man wird mit einer etwas festeren Bürste in die Harnröhre gehen und etwas von der Harnröhrenwand abkratzen. (Wenn es denen  nur um Bakterien geht, wird man noch nicht einmal die Bürste nehmen, sondern einfach nur einen Wattetupfer, also so etwas wie ein langes Wattestäbchen). Wenn es so ein Bürstenabstrich ist, wird es dann zytologisch untersucht. Wenn es nur ein Tupferabstrich ist, wird es kulturell angelegt und geprüft, ob und welche Bakterien wachsen. Das würde man machen, wenn man Chlamydien oder Mykoplasmen nachweisen will. Ich gehe aber von einem Bürstenabstrich für die Zytologie aus, einfach aus dem Grunde, weil man Bakterien eines Harnwegsinfektes auch aus dem Urin besetimmen könnte und dafür keinen Abstrich machen muß. Das entnommene Zellmaterial wird ann quasi auf einen Objektträger aufgetragen, fixiert und gefärbt und dann unter dem Mikroskop betrachtet. Es wird dann ausgewertet, wie sich die Zellen angefärbt haben, wie die Größe und Formen sind, auch achtet man besonders auf den Zellkern usw. Es gibt verschiedene Malignitätskriterien. Von ganz in Ordnung, bis zu leicht entzündet, über Metaplasie bis hin zu einem Tumor kann man da alles erkennen. Das wird dann entsprechend ausgewertet.

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