Harmagedon, Wiederkommen Jesu, der Tag des jüngsten Gerichts. Wo liegt der Unterschied?

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5 Antworten

Ich erkläre mal, die ich die in der Bibel beschriebenen prophetischen Vorhersagen über die Zukunft. Es gibt diesbezüglich natürlich verschiedene Auslegungen, weshalb - wie immer - jeder alles anhand der Bibel überprüfen muss, wie es die Beröer taten (Apostelgeschichte 17,11).

Ich denke, dass Jesus zweimal wiederkommt: Einmal kommt er bis in die Wolken, um alle gläubigen Christen zu entrücken. Die gestorbenen Christen stehen auf und werden gemeinsam mit dem lebenden Christen zu Jesus und in den "Himmel" entrückt. Das steht z.B. in 1. Thess. 4,16-17 und Offenbarung 3,10. Die Entrückung kann zu jeder Zeit stattfinden. Deshalb sollten wir in der Naherwartung leben, dass die Entrückung zu jeder Zeit stattfinden könnte. In 1. Thess. 4,18 steht, dass die Christen sich mit diesen Worten ermuntern sollen (also mit der Vorfreude auf die Entrückung)!

Nach der Entrückung und der darauf folgenden Zeit der Trübsal kommt Jesus sichtbar für die ganze Welt wieder, vernichtet den Antichrist und seine Heere und errichtet seine Königsherrschaft auf Erden (Tausendjähriges Reich, Messianisches Reich). Dazu ein paar Bibelstellen:

Wiederkunft/Wiederkommen Jesu: - Jesus kommt sichtbar wieder (Mat. 20,27) - Vernichtet Heere die gegen Jerusalem ziehen (Offb.19, 11-21 - Wirft Antichristen und falschen Propheten in Feuersee (Offb. 19, 16-22) - „Landet“ auf dem Ölberg (Sacharja 14) - Bekehrung Israels (Sacharja 12,10) - Im Tal von Megiddo/Jesreel/ Harmageddon /Joschafat (Joel 4) - Entscheidet über Einlass ins 1000-jährige Reich (Mat. 25,31-46)

Das 1000-jährige Reich: - Jesus setzt auf den Thron Davids (Luk. 1,32) - Zion wird der höchste Berg (Micha 4,1-5) - Totes Meer wird Leben spendendes Meer (Hes. 48) - Errichtung des verheissenen Tempels (Hes.40-47) - Auferstehung der Märtyrer der Trübsalszeit (Offb.20,4) - Weltweiter Friede (Jes. 2,1-4) - Jesus beherrscht von Jerusalem aus die Welt (Jes, 2,1-4 - Israel ist die die führende Nation (Sacharja 14) - Bund Israels mit Assyrien und Ägypten (Jes. 19) - Alle Völker wallfahren nach Jerusalem (Sacharja 14) - Jesus setzt die göttliche Gerechtigkeit durch (Jes. 32,1-8) - Versöhnung der Tierwelt (Jes.11) - Keine Kindersterblichkeit mehr (Jes. 65) - Gläubige sterben nicht mehr (Jes.65)

Die Bibel endet in Offenbarung 22,20-21 mit den Worten: "Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen. — Ja, komm, Herr Jesus! Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen."

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Kommentar von chrisbyrd
20.09.2016, 21:24

Vielen Dank für den "Stern", liebe Grüße und Gottes Segen!

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Aussagen der Offenbarung des Johannes stehen im krassen Widerspruch zu den Aussagen Jesus lt. den Evangelien und praktisch in der Form, daß das eine das andere ausschließt.

Da gibt es eine Stelle in Lukas 16, 19-31, wo Jesus erklärt, was direkt nach dem Tod geschieht. Es ist das Gleichnis, wo ein reicher Mann in der Hölle entsetzt erkennt, wo er sich befindet, vergeblich um einen Tropfen Wasser bittet und zuletzt auch vergeblich darum bittet, daß jemand zu seinen Brüdern geschickt wird, um diese zu warnen.

Wenn Jesus aufrichtig war, dann hätte er ganz sicher nicht seine Anhänger mit einem solchen Gleichnis mutwillig in die Irre geführt.

In dem Gleichnis ist klar gesagt, daß der reiche Mann wollte, daß jemand zu seinen Brüdern geschickt wird, womit  auch klar ist, daß diese dann zwangsläufig noch leben müssen.

Die Frage nach Harmagedon usw. ist also eine Frage um Inhalte der Offenbarung des Johannes, die durch die Widersprüchlichkeit zu den Aussagen Jesus lt. Evangelien den Stellenwert einer mit in die Bibel aufgenommenen völlig andersartigen Lehre bekommt.

Weil aber lt. Evangelien Jesus von seiner Wiederkunft spricht und auch in der Offenbarung des Johannes davon die Rede ist, enthält die Bibel als Gesamtes auch in diesem Punkt ein Paradoxum, welches man zwar glauben, aber nicht gut erklären kann.

Ein weiterer Punkt für die Beurteilung sind Aussagen von Jesus lt. den Evangelien, wo Jesus an einer Stelle sagt, daß der Johannes der wiedergekehrte Elias war, und wo Jesus an anderer Stelle fragt "Wenn ich wiederkehre, wo werde ich wohl Glauben finden?".

Wenn Jesus plötzlich für alle sichtbar erscheinen würde, dann gäbe es nichts mehr zum Abstreiten, so daß die Frage, wo er wohl Glauben finden wird, ziemlich sinnlos wäre.

Aus allem läßt sich wohl eher vermuten, daß (unterstellt, die Evangelien enthalten Wahrheit) alles schleichene Prozesse sind, die in ihrer Bedeutung überwiegend nicht erkannt werden, die aber dennoch nach und nach die Gesellschaftsstrukturen ändern.

Demgegenüber zeichnet sich die Offenbarung des Johannes vor allem auch dadurch aus, daß dort regelmäßig Zahlen eine wichtige Rolle spielen. Dadurch erweckt dieses Buch recht auffällig den Eindruck, daß sich da ein Kaballist eingebracht hat, der die Aussagen lt. der Evangelien offenbar nicht oder nur in sehr geringem Umfang kannte.

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Das Wiederkommen Jesu Christi, wird laut Offenbarung 1 für alle offensichtlich sein und ähnlich geschehen, wie laut Apostelgeschichte 1 die Jünger ihn in den Himmel auffahren gesehen haben. 

Das "Harmageddon" beschreibt den Wandel zwischen der Zeit vor der Rückkehr Jesu und der seiner tausendjährigen Herrschaft nach seiner Rückkehr.

1000 Jahre nach seiner Rückkehr findet das Weltgericht bzw. der Tag des jüngsten Gerichts statt (Offenbarung 20), direkt bevor die alte Welt vergeht und an ihrer Stelle eine verherrlichte Welt stattdessen da ist, auf welcher die Stadt Gottes, das Neue Jerusalem aus dem Himmel hernieder kommen soll. 

In Anbetracht der in der Bibel beschriebenen Größe des Neuen Jerusalems ist es auch gut, dass es erst bei der verherrlichten Welt erscheint, da es der Offenbarung 21 nach einem Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 1785 km entsprechen soll.

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das weltgericht macht jeder mensch mit sich selber ab. da braucht es keinen richter, denn jeder mensch ist sein eigener "gnadenloser" richter

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@JTkirk2000

"1000 Jahre nach seiner Rückkehr findet das Weltgericht bzw. der Tag des jüngsten Gerichts statt."

Das bezweifle ich sehr, dass es genau 1000 Jahre sind...

Und sie sagen: „Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?“
Sag: Nur Allah weiß (darüber) Bescheid. Und ich bin nur ein deutlicher Warner. (67:25-26)

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