Hannah Arendt - Herstellen und Homo faber im Mittelalter?

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Hannah Arendt ist eine politische Person und bezieht mit VITA ACTIVA auch eine gewisse Distanz zur Philosophie des Elfenbeinturms, in der im Prinzip immer der "eher passive Mensch" im Mittelpunkt steht, der Erkennende und der Wertende. Dabei kann man - was man allerdings bereits bei Aristoteles schon nachlesen kann - Erkennen, Werten nicht vom Handeln und Tun abschneiden. Beides zusammen bekommt natürlich eine verschiedene Einordnung bei unterschiedlicher Sinngebung des in der Welt Seins. War in der Antike die Philosophie mit der Frage beschäftigt, wie komme ich zu einem erfüllten Leben, was Erkennen und Tun als gleichwertig mit einschloss, so hat das Christentum die Aufmerksamkeit vom aktuellen Leben abgewendet hin zum Leben danach, man kann auch sagen, zur Vertröstung. Die Maßstäbe waren im Himmel und ihre Interpreten waren Klerus und Adel. Alles  wurde - überspitzt - für den Himmel gebaut (angeblich), so die gewaltigen Dome im kleinsten Nest oder erst recht die himmelstrebenden gotischen Kathedralen. Nebenbei hat man natürlich schon gewetteifert, wer die Höchste hat. Handeln zum eigenen Glück war verpönt gegenüber einem Handeln zum Wohlgefallen des Himmels - wenigstens theoretisch. Der Mensch war nicht eigenmächtig sondern Gottessklave und Kirchendiener. Das ändert sich erst wieder in der Renaissance, dem Barock und dann der Aufklärung. Darum wird man den Homo Faber im Mittelalter vergebens suchen. Da war der Homo Faber ein Homo Dei oder ein Homo Katholikus, offiziell immer in Diensten einer höheren Macht und ihrer Stellvertreter.

Kant- der gute wille, wirklich gut?

ICh versteh schon was er meint, so nach dem Motto: der wille ist was zählt. Aber er sagt, dass der gute Wille uneingesdchräkt, egal welche Konsequenzen die Handlung hat, moralisch ist. Das find ich aber nicht. Man darf doch nicht alles machen und verursachen, mit dem Grund es aber gut gemeint zu haben. Wenn jemand blöd ist und gar nicht gecheckt hat welchen Konsequenzen eine Handlung haben kann, obwohl es wirklich eindeutig ist, aber er somit eine Katastrophe auslöst, dann ist das doch seine schuld, seine verantwortungslosigkeit, seine leichtsinnigkeit. das kann doch nicht moralisch sein. Und zur Eigennützigkeit hab ich noch ne frage. kant interessiert sich nur für die Eigennützigkeit, wenn die vorhanden ist, ist eine Handlung unmoralisch. Aber ich finde Glückempfinden sehr wichtig als ethisches Ziel und Eigennutz kann wenn es als Nebeneffekt dient (wenn man sich für jemanden freut oder man auf leute einen gute eindruck hinterlässt oder man jemandem aus liebe geholfen hat = die ganzen Neigungen) Aber glück für beide seiten bedeuten oder nicht? Außerdem kann er aus Handlungen den Eigennutz nicht immer ausschließen, das wär in der realität doch nicht umsetzbar, denn es gibt keinen Altruismus. was mein ihr dazu? Ich weiß nicht ob meine Denkweise richtig ist.

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