Handwerker macht einen Fußboden "schwarz", dann Schäden, dann macht er sich vom Acker. Was ist die beste Strategie?

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5 Antworten

Die beste Strategie ist, alles rauszureißen und durch einen Fachbetrieb neu machen zu lassen, mit Rechnung und allem Drum und Dran. 

Der BGH hat "Schwarzarbeitsverträge" als nichtig beurteilt und deshalb jegliche Mängelrüge ausgeschlossen.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=65097&linked=urt&Blank=1&file=dokument.pdf

Sieht also rechtlich sehr schlecht für dich aus. Du könntest dem Handwerker   Mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt drohen. Ob das aber hilft, ihm Beine zu machen, steht in den Sternen.

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Du hast die gleichen Rechte auf Schadenregulierung dieser Schwarzarbeit, als wenn es regulär auf Rechnung abgrechnet worden wäre. Wenn du es gerichtlich durchsetzen musst, musst du natürlich eine Selbstanzeige wg. Steuerhinterziehung in Kauf nehmen, genauso wie der Schwarzarbeiter angezeigt werden würde. Also für euch beide eher suboptimal.

Du hast nur diese zwei Möglichkeiten.

Entweder die Regulierung im Einvernehmen, oder die Regulierung auf dem Rechtsweg. Alles andere ist Pillepalle.

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Kommentar von furbo
03.12.2015, 10:58

Die Rechte bei Schwarzarbeit sieht der Bundesgerichtshof aber ganz anders als du. 

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du hast einen Auftrag erteilt, es wurde schlechte Leistung abgegeben und nachgebessert. So wie ich das verstanden habe. Für die Nachbesserung brachst du gar keine Rechnung, denn die muss kostenfrei erledigt werden. Mit wem hast du denn einen Vertrag? Mit dem MA oder der großen Firma? Du musst letzte Frist für Nachbesserung einräumen (Einschreiben mit Rückschein) bei dem, mit dem du einen Vertrag hast. Gleich reinschreiben dass du nach dieser Frist eine andere Firma beauftragen wirst (da musst du einfach jemanden suchen, auch wenn der weiter weg ist) und der 1. Firma die Mehrkosten in Rechnung stellen wirst...... Je nach dem wie hoch die Kosten sind, solltest du einen Anwalt einschalten.....

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Kommentar von tapri
03.12.2015, 09:43

P.S. Selbstanzeige wegen Schwarzarbeit ist natürlich die Vorausetzung für alle weiteren Schritte

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Kommentar von furbo
03.12.2015, 11:03

Selbst bei einer Selbstanzeige wäre sie nicht mehr als einDruckmittel. Der schwarze Werkvertrag ist von Anfang an nichtig und deshalb sind Mängelrügen usw. sinn- und zwecklos.

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Ich würde ihnen ein Einschreiben mit Rückschein mit einer Frist schicken und darin schon androhen, einen Anwalt einzuschalten, falls die Frist nicht eingehalten wird. Meist hilft das dem Chef schon auf die Sprünge.

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Kommentar von Zebbinho
02.12.2015, 23:38

Es war, falls es unklar formuliert war, ein MA der Firma, der vollkommen alleine und auf eigene Rechnung agiert hat.

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Kommentar von Papabaer29
02.12.2015, 23:39

Und die Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung nicht vergessen!

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Beauftrage eine seriöse Firma den Schaden zu beheben.

Wenn dann (wider Erwarten) Mängel auftreten kannst du auch Ansprüche geltend machen.

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Kommentar von Zebbinho
02.12.2015, 23:40

Das war die Strategie 1. Leider gibt es keine Firma, außer der aus der der MA stammt, der die Arbeit alleine und auf eigene Rechnung gemacht hat, die in Frage kommt.

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