Handhaltung beim Discofox?

2 Antworten

  • Hm, welche normale Handhaltung ist unangenehm für den Jungen? Ich habe da so Zweifel an der von Dir als "normal" bezeichenten Haltung beim Discofox.
  • Typisch für Discofox ist, dass der Herr seine linke Hand nach oben offen hält so als ob er einen ganz kleinen Ball darin anfasste und die Dame dann ihre VIER Finger der rechten Hand in gleicher Art so gekrümmt in seine Hand legt, dass sich seine und ihre vier Finger in den jeweils ersten zwei Fingergliedern berühren, aber sich die Handflächen nicht berühren. Wichtig ist auch, dass die Daumen niemals zugreifen und nicht die Hand des Herrn berühren, denn sonst kann der Herr nicht alle Drehungen führen. Der Herr sollte seinen Daumen im Regelfall auch weglassen und locker halten, aber er darf seine Daumen locker und sanft auf die mittleren beiden Finger der Dame legen, wenn er diese zusätzliche Sicherheit bei der Führung braucht (er weiß ja, wann er ihn loslassen muss). Bei dieser Normalhaltung der Hände ergibt sich dann eine gleitende Bewegung der Hände ineinander, die alle Drehungen zulässt, ohne dass es weh tut, man sich verknotet oder auseinanderrutscht. Bei zweihändiger Haltung nimmt das andere Händepaar genau die gleiche Haltung an.
  • Die Dame hält nach einhändigen Figuren ihre linke Hand immer mit der Handfläche nach unten griffbereit auf Hüfthöhe. Sie greift nie selbst zu. Falls der Herr die rechte Hand für die nächste Figur benötigt, dann greift immer der Herr nach der Hand der Dame. Im Normalfall wird er dazu vom Unterarm aus abstreicheln und dann die gekrümmten Finger der Dame an seinen gekrümmten Fingern hängenbleiben.
  • Diese Normalhaltung wird bei fast allen Figuren des Discofox verwendet, auch beim Butterfly/Schmetterling/Windmühle (dort beidhändig).
  • Die enge Grundhaltung beim Discofox ist heutzutage sehr oft so, dass man bereits die Hände (linke Hand des Herrn, rechte der Dame) auf Hüfthöhe hält und gleich in der Normalhaltung beginnt (natürlich bei enger Stellung schon mit der rechten Hand des Herrn auf dem Schulterblatt der Dame). Viele beginnen aber auch noch in einer der Standard-Tanzhaltung ähnlichen Grundstellung: Der Herr hält seine linke Hand auf Augenhöhe der Dame und sie legt ihre Hand in seiner ab, so dass ihre vier Finger sich an der Zeigerfinger-Handflächenkante von ihm festhalten (die Hände also ein Viertel zueinander verdreht sind, "sich kreuzen"). Wenn der Herr von hier aus in die offene Gegenüberstellung führt, dann lässt er einfach seine Hand unter der Hand der Dame durchgleiten und dreht dabei ein Viertel nach links, so dass er geschmeidig und problemlos in der oben beschrieben Normalhaltung endet, Die Dame lässt ihre Finger so gekrümmt, wie sie auch in der Standardtanzhaltung waren. Das ergibt sich letztlich ganz von alleine. Wer das alleine ausprobieren will, muss ja nur seine rechte Hand in seine linke Hand legen und die Gleitbewegung in die Normalhaltung ausprobieren. Super einfach und glatt.
  • Das einzige, was für den Herren unangenehm sein kann, ist, wenn die Dame längere Fingernägel hat. Solche Tanzpartnerinnen sind extrem unbeliebt, weil man sich die Nägel bei schnelleren Figuren regelrecht ins Fleisch schneiden kann -- auch wenn die Führung im Normalfall sanft sein soll, passiert es einfach, dass doch mal Kraft auf die Kontaktstelle kommt. Insofern erwartet man einfach von der Tanzpartnerin, dass sie runde, glatte, nicht allzu lange Fingernägel hat. Der Herr natürlich soweiso.
  • Nochmal: Die Handflächen der Dame zeigen nach unten, die Handflächen des Herren nach oben. -- Nach Drehfiguren kann es sein, dass eine Seite oben-unten vertauscht ist. Das muss der Herr dann bei der nächsten Figur ausgleichen, entweder durch loslassen (falls das zur nächsten Figur passt), umgreifen (er gleitet mit seiner Hand nach außen und die Dame dreht dann auch automatisch die Hand) oder durch eine passende Figur, die die Drehung rückgängig macht.
  • Noch eine Anmerkung aus der Sicht der Dame: Der Herr führt. Der Herr greift. Der Herr kümmert sich um die Handhaltung. Die Dame macht einfach mit und korrigiert ihn nicht und pfuscht nicht dazwischen. Es hilf wirklich nicht, auch wenn die Dame es gut meint. -- Der Herr muss beim Discofox sehr viele Dinge beachten und das ist anfangs schwer. Die Dame kann es ihm leichter machen, indem sie aufmerksam folgt, immer die rechte Hand griffbereit hält und immer die Finger gerkümmt hält, so dass beide gut verbunden sind. Aber sie sollte nicht aktiv "helfen".
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dankeschön. dass das eigentlich 'herrensache' ist, das dachte ich mir auch. immerhin ist er der boss, führt die dame, bestimmt tanz, schritte & bewegrichtung, da sollte er doch auch die handhaltung bestimmen. -.-' naja, die jungs bei uns sind halt eher schüchtern & so, kann man nix machen. anmeckern wird wohl auch nichts bringen. danke jedenfalls für diesen tipp

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@Buerni

Na ja, während des Tanzens gilt das Führungsprinzip und die korrigierende Dame würde nur stören.

Aber in Tanzpausen oder beim Lernen kann man natürlich auch als Dame mal erwähnen, wie das Gleiten von Standardtanz-Handhaltung zu Discofox.Normalhaltung abläuft (mit den eigenen Händen vorführen) oder andeuten, dass der gefasste Daumen nicht im Sinne des Erfinders ist, sondern man sich sonst immer verknotet.

Lernen und Üben ist dazu da, zusammen besser zu werden. Als Einheit zusammen, aber natürlich auch jeder einzelne. Natürlich darf und soll man sich da Tipps geben und natürlich darf auch die Dame Führungstipps geben, z.B. wenn er früher oder deutlicher führen müsste oder ein anderes Führungszeichen üblich wäre.

Nur bitte einfach "Üben" von "Tanzen" unterscheiden. Und den Mann nicht bloßstellen, sondern sanft und nebenbei die Hinweise geben.

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beim schmetterling haben wir es so gelernt, dass man mit dem partner die finger so ineinander macht...wie beim beten ^^....hoffe, du verstehst, was ich meine ;)

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