handeln nach Erinnerung?

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4 Antworten

Die Menschen sind in der Masse erst mal Nachmacher, Lernende aus den Erfahrungen der Vorfahren. Einige wenige sind Abentheuerer und Suchende, die das Wissen nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum vorantreiben. Der Rest sind Verwerter, die gute Entdeckungen auswalzen. Die Erinnerungen an gute wie schlechte Erfahrungen sind in unterschiedlichsten Formen gespeichert. Ganz früher wurde Wissen gespeichert in den Mythen und Überlieferungen der Priester und Führer der Gruppe, im teils geheim gehaltenem Wissen. Heute stapelt es sich in den Bibliotheken. Schon mal eine Führung durch die Nationalbibliothek in Leipzig oder Frankfurt gemacht und in die tiefen Keller gefahren? Unsere ganze Kultur ist ein Speicher von Wissen, von den Kochbüchern angefangen bis zu den Nähanleitungen und Aufzeichnungen, wie man eine gotische Kathedrale baut. Alles was wir kulturell haben, z.B. auch die Musik, hat mal sehr einfach als Rhythmus und Geisterbeschwörung angefangen und ist über Bach bis zur elektronischen Musik weiterentwickelt worden. Noch kürzer ist die Entwicklung der gesamten digitalen Welt nachzuvollziehen, ohne die heute keine Spülmaschine mehr funktioniert. Das Leben würde dadurch nur einfacher, wenn wir mit den Ansprüchen der Steinzeitmenschen zufrieden wären. Wie es aussieht, wollen wir aber immer mehr.

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Kommentar von Psyllon
20.05.2016, 16:06

Ließ bitte die Kommentare von dresana. Selbstständiges denken wäre trotzdem möglich, die Informationsquelle ist bloß eine andere. Schon einmal gelernter wird abgespeichert und für alle zugänglich gemacht. Man gelangt zu dem Wissen durch Erfahrungen. Wir könnten uns viel schneller weiterentwickeln

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Du solltest ein Buch darüber schreiben, ich könnte deinen Text noch Stunden lang lesen. Nach Erinnerungen handeln das wäre zu schön um wahr zu sein. Unsere Generation ist zum Reflex handeln erzogen worden. 

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Das ist doch schonso, wie Du schreibst. Fast alle Handlungen, die sich wiederholen, bauen auf Erinnerung auf. Ganz simpel: Ich nehme Geld zum Einkaufen mit, weil ich mich erinnere, dass ich beim letzten Einkauf bezahlen musste, weil ich sonst nichts bekomme.

Es ist nur so, dass jede Generation ihre eigenen Fehler machen muss, um aus der Erinnerung zu lernen. Die Erinnerungen der Eltern werden als "Voschriften" gesehen und nicht anerkannt.


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Kommentar von Psyllon
19.05.2016, 22:38

Ja das ist dann wohl eher Gewohnheit würde ich sagen. Wenn aber etwas neues ansteht was du noch nicht weißt wäre es doch schön wenn du dich durch diese Quelle die Erinnerung (von vielleicht einer anderen Person die das erlebt hat) holen kannst und nach ihr handelst

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Kommentar von Psyllon
20.05.2016, 00:08

Unser Gehirn soll bleiben nur die infoquelle ist eine andere. Es soll ja nicht heißen das wir keine eigenen und individuellen Entscheidungen treffen können, nur dass wir den Zugriff auf alle Erinnerungen haben (falls wir diese benötigen) ich hoffe du kannst mir folgen wie ich das meine

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Kommentar von Psyllon
20.05.2016, 00:13

Um noch einen anderen Denkanstoß zu geben: du könntest dich Z.B wissen ohne zu lernen wie der Bau eines Flugzeuges funktioniert, oder auch einfach nur wie man diese oder jene Sprache spricht. Wenn jeder Zugriff auf das selbe wissen hat dann dreht es sich nur noch darum Erfahrungen zu sammeln um eben dieses Wissen zu erlangen

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Meinst du instinktives Handeln?

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Kommentar von Psyllon
19.05.2016, 22:40

Nein nicht wirklich

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