Handarbeit Urheberrecht Stoff?

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4 Antworten

Beim Stoff brauchst du nichts beachten. Das ist ein Gegenstand den du erwirbst und der dann dir gehört. Damit kannst du dann machen was du willst.

Allerdings gilt das nicht für den Schnitt den du evtl. benutzt. Wenn du etwas nach einem Schnittmuster nähst, dann ist das Schnittmuster geistiges Eigentum des Erstellers. Wenn du es 1zu1 nachschneiderst und dann verkaufen möchtest würdest du das Urheberrecht verletzen. Musterschutz nennt sich das bei solchen Sachen. Gerade wenn du Muster von großen Marken nutzt. Allerdings wenn du ein Muster als Grundlage nimmst und es nur "stark" genug abänderst, vielleicht mit Doppel- statt Einfachnähten oder du zusätzliche Taschen oder Schnallen dran arbeitest, dann sieht das schon anders aus. Wie weit du das Muster verändern musst, damit es dann dein "eigenes" ist, kann ich dir leider auch nicht sagen.

Das ist alles sehr Kompliziert mit dem Musterschutz und Urheberrecht. Wenn du es wirklich gewerblich machen möchtest dann solltest du dich da mal genauer Informieren. Und was hier schon wegen dem Gewerbe geschrieben wurde ist richtig. Du musst ein Gewerbe anmelden. Ein Geschäftskonto eröffnen. Denn auf ein normales Girokonto dürfen als Eingangszahlungen nur der Lohn des Arbeitgebers oder Zahlungen vom Amt (Jobcenter) eingehen. Ab und zu mal etwas auf einer Plattform verkaufen oder versteigern ist im bestimmten Rahmen möglich. Aber wenn es zur Regelmäßigkeit kommt dann wird sich die Bank schnell bei dir melden. Denn ein Geschäftskonto ist erheblich teurer. Und da achten die Banken peinlich genau darauf das nichts gewerbliches über ein Privatkonto läuft.

Du siehst also es ist gar nicht so leicht hier in Deutschland etwas kreatives, eigenes, selbständiges auf die Beine zu stellen. Aber ein Versuch ist es wert. Vielleicht brichst du ja in eine Brange hinein die ein großes Potential hat. Marktlücke.

Viel Erfolg und Spaß beim nähen

LG Stretchingmaster

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Also eine Bekannte von mir näht so Stifterollen und Turnbeutel. Den Stoff kriegt sie als Reste geschenkt oder kauft auch extra mal welchen. Sie verkauft die Sachen regelmäßig und hatte noch nie Probleme. Wenn Du den Stoff kaufst kannst Du daraus machen was Du willst und es natürlich selbst tragen, verschenken oder auch verkaufen. Du verletzt damit kein Urheberrecht. Aber die Einkünfte musst Du eventuell versteuern bzw. falls Du noch unter 25 bist und Kindergeld erhältst, könnte es da zum Verlust oder zur Minderung deines Kindergeldes führen. Das hängt aber von der Höhe deines Einkommens ab, welches Du durch den Verkauf erzielst. Viel Freude beim Nähen!

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Nicht das ich wüsste. Allerdings musst Du ein Gewerbe anmelden und darauf achten, dass Du keine Handwerkskammerbeiträgte zahlen musst. Erkundige Dich vorher bei der Kammer oder beim Gewerbeamt. 

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Nein bei stoff ist das egal nur die markenbezeichnung des stoffes sollte nicht drauf sein.

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