Haltet Ihr Prostitution für Etwas verwerfliches?

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Das Ergebnis besteht aus 18 Abstimmungen

Nein, weil 72%
Anderes 16%
Ja, weil 11%

22 Antworten

Anderes

Auch ich habe meine Schwierigkeiten, das genau zu definieren..... Wo fängt Prostitution an, wo hört sie auf..... Gibt ja nicht nur die klassischen Protituierten, sondern auch Sexualassistenz für Behinderte ist ein wichtiges  Thema.
In Dänemark z.B.  sind alle Betreuer verpflichtet, sich auch um die sexuellen Bedürfnisse ihres Pflegebefohlenen zu kümmern und erforderlichenfalls Unterstützung zu organisieren.
Das halte ich für eine tolle Sache, aber ich muss zugeben, ich sehe mich nicht in dem Job eines solchen Assistenten.

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Kommentar von RFahren
03.11.2015, 09:18

Sexualassistenz bzw. Surrogatpartnerschaft  als Dienstleistung gibt es auch in Deutschland immer mehr. Ich kenne eine junge Dame, die zunächst als Krankenschwester tätig war und sich dann bei einer Behindertenorganisation zur Sexualbegleiterin weitergebildet hat. Nun arbeitet sie 50/50 in beiden Sparten. Selbst in kirchlich geführten Einrichtungen wird diese Dienstleistung vielfach akzeptiert und teilweise gefördert, da es den Patienten merklich gut tut.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Nein, weil

Prostitution ist - solange sie freiwillig und selbstbestimmt ausgeübt wird - eine Dienstleistung, die in Deutschland legal ist - und das ist gut so!

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der oft empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" wird oft gelogen bis sich die Balken biegen ("Natürlich bin ich Single", "Ich suche etwas festes...", "Ich bin schon so gut wie geschieden..." usw.) um das Opfer ins Bett zu bekommen. Auch eine Versorgungsehe, bei der der Braut die finanzielle Ausstattung des Gatten wichtiger war, als die Liebe zu einem "armen Schlucker" wird selten wirklich beanstandet.

Die Ablehnung der Prostitution rührt oft von Vorurteilen und Des-Informationskampagnen der selbsternannten Moralwächter und Feministinnen. Ein modernes Bordell ist weder "schmuddelig" noch werden die Frauen zur Arbeit gezwungen (Wobei einige Feministinnen selbst die Notwendigkeit Geld verdienen zu müssen als "Zwang" auslegen - so gesehen sind wir dann wohl alle "Zwangsarbeiter"). Heutige FKK- und Saunaclubs ähneln auch eher einem Wellnesshotel als einer üblen Spelunke. Wer sich informieren möchte, wie Paysex heute funktioniert sollte erst mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) lesen.

Frauen sind Prostituierte natürlich meist suspekt, da die Möglichkeit jederzeit unkompliziert Sex kaufen zu können, die Damen eines beliebten Belohnungs- und Steuerungsinstruments beraubt... .

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Kommentar von Kajjo
02.11.2015, 15:01

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der oft empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" 

Ich habe noch nie gehört, dass Menschen, die Prostitution unmoralisch empfinden, zu ONS raten. Ist das echt deine Erfahrung? Im Gegenteil sagt meine Lebenserfahrung, dass die Schnittmenge jener, die Promiskuität ablehnen, und jener, die Prostitution ablehnen, ziemlich groß ist.

noch werden die Frauen zur Arbeit gezwungen

Gewiss gibt es Prostituierte, die es freiwillig tun -- aber erste Berufswahl ist es nur für ganz weniger. Sehr viele Freier sehen den Tatsachen nicht ins Auge, dass die allermeisten Prostituierten es nur als "letzten Ausweg" machen oder gar gezwungen werden. Der prozentuale Anteil wirklich freiwilliger, ihren Job gerne ausübender Prostituierter ist verdammt gering und auch der Anteil an Wellness-FKK-Clubs an allen bezahlten Akten ist nicht so hoch, wie du hier Glauben machen möchtest -- du blendest Straßenstrich, Menschenhandel, organisierte Kriminalität einfach aus..

Im übrigen frage ich mich, ob du sein Pseudonym hier geklaut hast oder aber einfach billige Werbung treibst... weder das eine noch das andere wäre in Ordnung.

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Nein, weil

Ich finde es verwerflich, die Not von Leuten auszunutzen um sie zur Prostitution zu zwingen. Prostituierte zu sein halte ich aber nicht für verwerflich. Entweder es geschieht aus Not heraus, dann gibt es kaum/keine Alternative. Oder es geschieht aus freiem Willen. Wenn man das machen will, dann sollte man meiner Meinung nach dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden.

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Anderes

Bei dieser Fragestellung bin ich wirklich stark hin- und hergerissen und kann sie kaum prägnant und bündig beantworten.

  • Einerseits vertrete ich mit Nachdruck das Menschenrecht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Natürlich dürfen wir mit unserem Körper machen, was wir wollen und das schließt ein, freiwillig und einvernehmlich sexuelle Handlungen gegen Entgelt vorzunehmen. Ich sehe darin nichts, das fundamental einer natürlichen Basismoral widersprechen würde und offensichtlich hat es zu jeder Zeit und in jeder Kultur Prostitution gegeben. Mir persönlich schadet es nicht, wenn andere einvernehmlich so etwas tun.
  • Andererseits sind meine persönlichen Moralvorstellungen schon dergestalt, dass ich Prostitution als verachtenswert empfinde, und zwar sowohl Prostituierte als auch deren Freier. Für mich persönlich ist der Stellenwert von Intimität und Sexualität einfach zu hoch, und ich kann nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, wie man so etwas tun kann. Ich würde keine Frau als Partnerin in betracht ziehen, die sich prostituiert hat, und finde schon den Gedanken absolut widerwärtig.
  • Prostitution ist sprichwörtlich "das älteste Gewerbe der Welt" und das dürfte sogar zutreffen. Prostitution kommt in vielen Varianten und gar nicht wenige Frauen lassen sich auf eine gewisse Art kaufen, durch materielle Zuwendungen zu Sex verführen oder heiraten aus Vermögensgründen. Da besteht manchmal nicht viel Abstand zu eigentlicher Prostitution. 
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Kommentar von RFahren
02.11.2015, 13:50

Mir ist nicht ganz klar, wie man etwas "widerwärtig" finden kann, das man selbst nicht erlebt hat - also nicht wirklich kennt.

Von einer Entspannungsmassage (was in den meisten Kulturkreisen ja eine akzeptierte Dienstleistung ist), bei der ja ebenfalls ein Profi dem Körper des Kunden etwas Gutes tut, bis zur sexuellen Entspannung ist es nur ein kleiner Schritt und den Moment zu finden ab dem es dann "widerwärtig" wird, schwer zu definieren... .

Auch der Masseur "macht es" nur für Geld - genau wie der Verkäufer, der Arzt, die Krankenschwester und der Rechtsanwalt.

Natürlich ist Sex zwischen zwei Liebenden toll - aber ist Sex ohne Liebe dann automatisch widerwärtig? Ist ein One-Night-Stand genauso "widerwärtig" - denn auch hier hat ja wohl kaum die unendliche Liebe die beiden Bettgenossen zusammengebracht...? Ist es nur gegen Bezahlung "widerwärtig"? Zählt eine Essenseinladung und ein paar Cocktails dann auch als Bezahlung?

Macht dann die Anzahl der vorangegangenen Sexualpartner die Frau als Partnerin ungeeignet? Ab wie vielen wird es dann "widerwärtig"? 2, 20, 200, 2000? Ist eine Berufsanfängerin mit bisher 20 Kunden dann widerwärtiger als eine Frau, die bei ihrer Versorgungsehe den ältlichen Gatten erfolgreich ins Grab gebracht hat?

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Brainus
04.11.2015, 08:30

Moralvorstellungen sind oft Erziehungssache,  z.B. wenn man im einem kirchlich geprägtem Umfeld aufwächst, findet man oft solche Ansichten. Meistens ist es aber so, dass die Menschen von dem Thema viel zu wenig wissen, um es überhaupt verachtenswert solltest zu empfinden. Früher hatte ich gedacht, dieser Bereich sei schmutzig und unsauber, daher hat er mich abgestoßen. Seit ich selber zu den Damen gehe, muss ich sagen, dass meine Sauberkeiterwartungen so gestiegen sind, weil es erheblich sauberer ist, als man es im Privatleben vorfindet, wenn man z.B. etwas spontaner ist. Generell empfinde ich für diese Frauen in erster Linie Respekt, Hochachtung und Dankbarkeit, für die vielen schönen Momente, die ich erleben durfte. Es geht nämlich nie nur um das Eine, Zärtlichkeiten, Annerkennung, Sympathie usw. haben einen sehr hohen Anteil an der Tätigkeit. Sammeln sie mal selbst Erfahrungen, ihre Einstellung wird sich ändern.

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Anderes

Nicht unbedingt 'verwerflich' im Sinne von 'macht man nicht, schämt euch'. Viel eher würde es mich anwidern, wenn ich das von meinem Partner wüsste. Andere sollen und können von mir aus machen was sie wollen.

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Nein, nichts was freiwillig geschieht ist verwerflich. Mir wäre allerdings lieber, wenn bei der Frage statt Prostitution das Wort Sexarbeit verwendet worden wäre. Wir nennen heute unsere älteren Mitmenschen ja auch nicht mehr Alte sondern Senioren....

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Nein, weil

Nicht Grundsätzlich. Prostitution ist eine ehrenwerte Dienstleistung, sofern sie in einem Rahmen geschieht, der kontrolliert sicherstellt, dass keine Ausbeutung stattfindet.

Verwerflich ist das System der Zuhälter, die mit Gewalt den Ertrag abschöpfen.

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Nein, weil

Nein Ich sehe Prostitution als normales Dienstleistung Gewerbe, solange natürlich alle freiwillig daran beteiligt sind.

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Nein, weil

Warum sollte ich? Sie bieten eine Dienstleistung an. Und sie fangen sicher viele Getriebene mit den merkwürdigsten Vorlieben auf, die sonst kein Ventil hätten. Ich bin also sogar dankbar. Ich habe überhaupt nichts dagegen.

LG

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Nein, weil

... Prostituion für mich genau so ein Job ist wie auch andere. Sex ist nichts schlechtes und Sex außerhalb einer Beziehung oder Ehe auch nicht.

Frauen die sich dafür entschieden haben diesen Weg zu gehen tun das oft aus Not heraus (nicht alle, aber wohl die meisten) und ich kann nur bewundern wie sie es durchhalten. Die Kundschaft ist nicht immer nett und gepflegt (je nachdem wo man arbeitet).

Ich halte Prostitution für wichtig/notwendig und denke, dass sie die Anzahl von Vergewaltigungen vermindert.


Es ist allerdings mehr als verwerflich (bzw eine straftat) Menschen zur Prostituion zu zwingen, sie vielleicht sogar aus anderen Ländern her zu karren und ihnen hier den Pass abzunehmen, sodass sie nichtmal weg können. Das ist ein Problem - Prostituierte sollten daher vom Staat besser behütet werden. Ihre Gebiete an den Stadtrand und in den Untergrund zu verbannen hilft nicht gerade sie zu schützen.

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Kommentar von Viktor1
02.11.2015, 19:06
.. Prostituion für mich genau so ein Job ist wie
 auch andere. Sex ist nichts schlechtes und Sex
 außerhalb einer Beziehung oder Ehe auch nicht.

Soooo ? Ein Job wie jeder andere ? Du laberst hier nur etwas nach, was du in deinem Inneren bestimmt nicht bestätigen kannst.
Würdest du gern eine Prostituierte  als Lebensgefährtin oder Mutter deiner Kinder wollen und sie anderen beruflich als "Solche" outen wollen ?
Wir wollen hier nicht diskutieren, ob Sex außerhalb der Ehe "moralisch" ist oder nicht.
Hier geht es um die Würde der Prostituierten und ihrer Kunden und
um Bezahlung für "Liebe".oder eben nur Sex.
Das ganze Milieu drumherum von Heuchelei, Betrug, Gewalt Menschenhandel und vieler Verbrechen welches einen großen Teil der Prostitution einschließt ist eben nicht  ein "Beruf wie andere".

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Wenn eine Frau das Freiwillig macht und nicht nur weil sie auf das Geld angewiesen ist-Hochachtung. Wenn es diese Frauen nicht geben würde, würde es in den Nachrichten wohl laufend heißen 'junge Frau auf dem Heimweg vergewaltigt' oder so.. Also ich denke eben, dass die Frauen 'helfen' solche Übergriffe vorzubeugen, wenn man das so sagen kann.

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Kommentar von RFahren
02.11.2015, 12:01

Das ist zwar ein gängiges Argument - aber Vergewaltigern geht es in der Regel in erster Linie um die Ausübung von MACHT als um Sex - und dies bekommen sie im Bordell nicht wirklich...

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Kommentar von Unicorndoll
02.11.2015, 12:22

Das kann sein. Aber ich denke auch, dass es Männer gibt, die einfach Sex wollen, aber keine Freundin finden oder so.. Dann sind Prostituierte ja vielleicht ein Ausweg. :/

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Kommentar von Brainus
04.11.2015, 08:52

woher kommt eigentlich das Argument, dass, wenn es keine Prostituierten geben würde, viele Männer dann Frauen auf dem Heimweg vergewaltigen würden ?? Als ob Männer, die Prostituierte aufsuchen, grundsätzlich gewaltbereit wären. 99,9% der Männer die zu den Frauen gehen, sind da völlig anders gestrickt.

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Kommentar von Unicorndoll
04.11.2015, 18:27

Da kennt sich aber jemand aus:D

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Nein, weil

-es ist trotzdem noch eine einnahmequelle für die Damen und Herren die diesen Beruf ausüben
-es könnte zu mehr sexuellen übergriffen kommen, da menschen die auf Prostituierte "angewiesen" sind ihren "Drang" nicht mehr befriedigen können.

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Nein, weil

Solange sie es freiwillig tun!


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Nein, weil

Solange es die Frauen freiwillig und gerne tun, sollen sie machen was sie wollen!

Es ist eine Doppelmoral unserer Gesellschaft, dass Prostituierte verurteilt werden, aber die Freier als "normal" gelten! Wir sind alle Gleich, egal welchen "Beruf" wir haben!

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Quatsch. Wer will soll alles zum Beruf machen dürfen, was er oder sie will, solange er oder sie niemandem damit schadet. Leben und leben lassen.

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Ja, weil

Ja - sie richtet sich gegen die Menschenwürde auch wenn sie "freiwillig" geliefert wird. Sexualität liefern ist eben nicht das Gleiche wie Essen und trinken servieren oder ein Auto reparieren.
Hier wird (meist) auch was vor geheuchelt und getäuscht gelogen.
Außerdem ist Prostitution in aller Welt oft verbunden mit organisiertem Verbrechen und Versklavung und Ausbeutung.
Vergehen gegen sexuelle Selbstbestimmung werden ja auch vergleichsweise viel stärker vom Gesetz geahntet als  z.Bsp. Körperverletzung, welche i.R.bei sexuellen Handlungen nicht vorliegt. Hier wird schon die Verletzung der Menschenwürde mit einbezogen.
Wie heißt das Lied " wenn man für Liebe bezahlen muß dann ist man jenseits von Eden" o.ä.

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Kommentar von RFahren
02.11.2015, 14:02

Warum das "freiwillig" in Anführungszeichen steht ist mir nicht klar. Bezweifelst Du etwa, dass es freiwillig und selbstbestimmt arbeitende Sexworkerinnen gibt? Diese Argumente kenne ich eigentlich nur von Frau Schwarzer... . Ich kann Dir da gerne mal ein paar Damen vorstellen. 

Sexualität zu liefern ist tatsächlich anders als Essen und Trinken servieren - und ebenso ein menschliches Grundbedürfnis - sogar (nach Maslow) auf der gleichen Bedürfnisebene. Warum soll irgendjemands persönliche Moralvorstellung anderen Menschen als Maßstab dienen und dadurch die professionelle Befriedigung dieses elementaren Grundbedürfnisses verbieten? Ich bin Vegetarier - also darfst Du auch kein Fleisch essen? Sexarbeit ist etwas Anderes als ein Auto zu reparieren - aber der gesellschaftlich anerkannten Entspannungsmassage doch schon wieder recht ähnlich... .

Wenn wir organisiertes Verbrechen bekämpfen wollen, dann sollten wir bei den Banken beginnen. Überall wo es Geld zu verdienen gibt, gibt es auch schwarze Schafe und (organisierte) Kriminalität - ob es um Bankgeschäfte, gefälschte Markenprodukte, Medikamente, Gammelfleisch oder eben Paysex geht. Allerdings gedeiht die Zuhälterei und der Menschenhandel vor allem dort, wo durch entsprechende Verbote das Sexbusiness in den Untergrund gedrängt wird. In den USA hat erst die Prohibition die Mafia groß gemacht... . Nur weil es Zwangsprostitution gibt gleich die Prostitution an sich zu verdammen/verbieten ist als würde man die Ehe verbieten, weil immer wieder Zwangsehen vorkommen!

Nino de Angelo hin oder her - aber wer glaubt im Bordell "Liebe" kaufen zu können, der trinkt auch Schnaps wenn er Durst hat! Im Bordell verkaufen die Frauen ihre Zeit (genau wie ein Arzt, Rechtsanwalt oder Steuerberater) und bescheren dem Gast eine schöne Zeit mit sexuellem Vergnügen. Dass es hier auch etwas Illusion als Dreingabe gibt ("Du bist der tollste, beste, zärtlichste Mann..."), ist den gleichen Verkaufsstrategien geschuldet, die sich auch Dein Versicherungsvertreter, Autohändler usw. zu Nutze macht... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von RFahren
03.11.2015, 14:06

Ich maße mir nicht an beurteilen zu könne wie es beim Thema Prostitution weltweit zugeht. Ich kann Dir jedoch sagen, dass inzwischen sogar Amnesty International für die weltweite Legalisierung der Prostitution einsteht! Denn sicher ist: In Deutschland braucht eine Frau keinen Zuhälter, der sie "beschützt", vor der Polizei versteckt und ihr Kunden zuführt (und ihr dafür einen großen Teil ihrer Einnahmen abknöpft) - in Ländern, in denen Prostitution verboten ist, sieht das ganz anders aus!

Die Prostitutionsgegner tun ja immer so, als ob die geschätzt 400.000 bis 500.000 Prostituierten in Deutschland alle aus fernen Ländern verschleppt wurden, den Pass abgenommen bekommen und mit Schlägen und Psychoterror gezwungen werden perversen Freiern jeden noch so ausgefallenen Dienst zu leisten.

Die tägliche Realität einer Prostituierten sieht eben anders aus - auch wenn es sicher in Einzelfällen Zwang gibt.

Überlege mal woher Deine Infos stammen: In den Medien steht halt nie "Heute hatten 2 Mio Männer in Deutschland Sex gegen Geld", sondern höchstens "Zwangsprostituierte bei Razzia aufgegriffen" - und an diesem einen Fall ziehen sich dann alle hoch.

In der Zeitung stehen aber auch nur die tödlichen Autounfälle - und nie wie viele Menschen unfallfrei am Ziel angekommen sind. Ständig kommt was in den Nachrichten von abgestürzten Flugzeugen - also muß man doch Lebensmüde sein um sich in einen Flieger zu setzen! Dass ein Absturz ein höchst seltenes und unwahrscheinliches Ereignis ist interessiert kaum jemand...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Ja. Hier und auch in anderen industriestaaten gibt es keinen Grund warum man als n utte arbeiten sollte. Das Argument mit wenig geld haben zieht auch nicht, wir haben ja den sozialstaat

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Kommentar von Brainus
04.11.2015, 08:58

was verdient man denn in einem Minijob oder bei Mindestlohn ? Können sie sich vorstellen, dass man in diesem Job erheblich mehr Geld in kürzerer Zeit verdienen kann? Wissen sie, dass auch Menschen in D arbeiten, die aus anderen europäischem Ländern kommen, in denen das Lohnniveau nicht ausreicht, um nur etwas Wohlstand zu bilden ? Oder dass eine alleinerziehenden Frau in Rumänien für das nackte Überleben kaum reicht ? Viele Frauen kommen z.B. aus Osteuropa hierher, arbeiten ein paar Jahre und haben dann Wohnung oder Haus sowie etwas Geld als Rücklage. Oder kommen nur ein paar Monate pro Jahr hierher um ihr Leben zu sichern, während Oma auf die Kinder aufpasst. Informieren sie sich erst einmal und überdenken sie ihre naiven Ansichten.

Außerdem es heißt nicht Nu tte, das Wort ist abwertend.

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Nein, weil

NEIN! Ich bin selber Prostituierte.
Besser wäre es, wenn dieser Beruf Sexarbeiterin genannt wird, denn dann wäre schon durch den Titel der negative Beigeschmack zumindest ein wenig beseitigt. Das hat auch was mit der Frage nach Verwerflichkeit zu tun, denn verwerflich ist unsere Tätigkeit ja nur weil die Gesellschaft von konservativen Moralvorstellungen regiert wird und meint, dass SEX nur Platz in einer geschützten Zweierbeziehung hat.
Dies Konzept funktioniert auch für sehr viele Menschen, aber für viele eben nicht. Immer noch wird viel zu wenig über Sex und die damit verbundenen Bedürfnisse und Wünsche gesprochen. Genau da setzt Sexarbeit an.
Meiner Meinung nach sollte es auch für Frauen Möglichkeiten gegen, dies in Anspruch zu nehmen, denn nicht jede Phantasie will mit dem Partner ausgetauscht oder erlebt werden.
Gruß,
Johanna Weber

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Nein, weil

Jeder machen kann, was er will.

Egal, ob Mann oder Frau kann tun, was sein Gewissen Ihm zulässt.

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Kein problem solange sie sauber ist vor krankheiten und sie das Geld braucht und es nicht anders bekommt als so...

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Kommentar von Viktor1
02.11.2015, 19:36
Kein problem .... und sie das Geld braucht und 
es nicht anders bekommt als so.

Und hast du Probleme wenn sie das Geld (in der Menge) nicht braucht oder auch anderes Geld verdienen könnte ?
Wieso sind das Kriterien für die "moralische" Bewertung der Prostitution ?

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Kommentar von mnuelsen
02.11.2015, 22:27

Also wenn sie die Möglichkeit hätte, das Geld durch einen anderen Beruf zu Verdienen, würd ich es besser finden, wenn sie das nicht macht (Prostitution). Ich meine. Wer weis die Freier würden so mehr zu Prostituierten gehen, die wirklich nicht anders Geld Verdienen können als so. Klingt Theoretisch gesehen korrekt für mich, es kann aber auch sein, dass es in der Realität nicht so ist...

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