Haltet Ihr Prostitution für Etwas verwerfliches?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Nein, weil 72%
Anderes 16%
Ja, weil 11%

25 Antworten

Anderes

Auch ich habe meine Schwierigkeiten, das genau zu definieren..... Wo fängt Prostitution an, wo hört sie auf..... Gibt ja nicht nur die klassischen Protituierten, sondern auch Sexualassistenz für Behinderte ist ein wichtiges  Thema.
In Dänemark z.B.  sind alle Betreuer verpflichtet, sich auch um die sexuellen Bedürfnisse ihres Pflegebefohlenen zu kümmern und erforderlichenfalls Unterstützung zu organisieren.
Das halte ich für eine tolle Sache, aber ich muss zugeben, ich sehe mich nicht in dem Job eines solchen Assistenten.

Sexualassistenz bzw. Surrogatpartnerschaft  als Dienstleistung gibt es auch in Deutschland immer mehr. Ich kenne eine junge Dame, die zunächst als Krankenschwester tätig war und sich dann bei einer Behindertenorganisation zur Sexualbegleiterin weitergebildet hat. Nun arbeitet sie 50/50 in beiden Sparten. Selbst in kirchlich geführten Einrichtungen wird diese Dienstleistung vielfach akzeptiert und teilweise gefördert, da es den Patienten merklich gut tut.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Nein, weil

Prostitution ist - solange sie freiwillig und selbstbestimmt ausgeübt wird - eine Dienstleistung, die in Deutschland legal ist - und das ist gut so!

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der oft empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" wird oft gelogen bis sich die Balken biegen ("Natürlich bin ich Single", "Ich suche etwas festes...", "Ich bin schon so gut wie geschieden..." usw.) um das Opfer ins Bett zu bekommen. Auch eine Versorgungsehe, bei der der Braut die finanzielle Ausstattung des Gatten wichtiger war, als die Liebe zu einem "armen Schlucker" wird selten wirklich beanstandet.

Die Ablehnung der Prostitution rührt oft von Vorurteilen und Des-Informationskampagnen der selbsternannten Moralwächter und Feministinnen. Ein modernes Bordell ist weder "schmuddelig" noch werden die Frauen zur Arbeit gezwungen (Wobei einige Feministinnen selbst die Notwendigkeit Geld verdienen zu müssen als "Zwang" auslegen - so gesehen sind wir dann wohl alle "Zwangsarbeiter"). Heutige FKK- und Saunaclubs ähneln auch eher einem Wellnesshotel als einer üblen Spelunke. Wer sich informieren möchte, wie Paysex heute funktioniert sollte erst mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) lesen.

Frauen sind Prostituierte natürlich meist suspekt, da die Möglichkeit jederzeit unkompliziert Sex kaufen zu können, die Damen eines beliebten Belohnungs- und Steuerungsinstruments beraubt... .

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der oft empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" 

Ich habe noch nie gehört, dass Menschen, die Prostitution unmoralisch empfinden, zu ONS raten. Ist das echt deine Erfahrung? Im Gegenteil sagt meine Lebenserfahrung, dass die Schnittmenge jener, die Promiskuität ablehnen, und jener, die Prostitution ablehnen, ziemlich groß ist.

noch werden die Frauen zur Arbeit gezwungen

Gewiss gibt es Prostituierte, die es freiwillig tun -- aber erste Berufswahl ist es nur für ganz weniger. Sehr viele Freier sehen den Tatsachen nicht ins Auge, dass die allermeisten Prostituierten es nur als "letzten Ausweg" machen oder gar gezwungen werden. Der prozentuale Anteil wirklich freiwilliger, ihren Job gerne ausübender Prostituierter ist verdammt gering und auch der Anteil an Wellness-FKK-Clubs an allen bezahlten Akten ist nicht so hoch, wie du hier Glauben machen möchtest -- du blendest Straßenstrich, Menschenhandel, organisierte Kriminalität einfach aus..

Im übrigen frage ich mich, ob du sein Pseudonym hier geklaut hast oder aber einfach billige Werbung treibst... weder das eine noch das andere wäre in Ordnung.

1
@Kajjo

Ich habe noch nie gehört, dass Menschen, die Prostitution unmoralisch empfinden, zu ONS raten.

Hier gibt es genug Fragen nach dem Motto "ist es OK, wenn ich als Single ins Bordell gehe" bei denen dann mit schöner Regelmäßigkeit "Geh' in die Disco und schlepp' eine ab..." empfohlen wird.

Gewiss gibt es Prostituierte, die es freiwillig tun -- aber erste Berufswahl ist es nur für ganz weniger.

Ich arbeite auch nicht in dem Beruf, den ich mir am liebsten ausgesucht hätte (Astronaut) und verdiene meine Brötchen anderweitig (nein: Nicht als Autor) - bin ich deshalb Zwangsarbeiter? Macht eine Frau, die statt für 200 € pro Monat in Rumänien als Krankenschwester zu arbeiten und stattdessen für 200-1200 Euro am Tag im Club arbeitet nun wirklich unfreiwillig? verzweifelt? geknechtet? Im Gegensatz zum Krankenhaus kann sie sich im Club ihre Kundschaft wenigstens aussuchen... . Die Stigmatisierung durch moralisch erhabene Mitmenschen, die ihren Job "widerwärtig" finden und sie wie eine Aussätzige behandeln ("käme für mich als Partnerin nie in Frage...") und das damit verbundene Versteckspiel, die Lügereien gegenüber Freunden und Familie usw. sind meist das Unangenehmste...

Der prozentuale Anteil wirklich freiwilliger, ihren Job gerne ausübender Prostituierter ist verdammt gering 

Wo hast Du diese Weisheit denn her? Von Seiten wie http://berufsverband-sexarbeit.de/ sicher nicht...

Wenn wir die Arbeitsplätze der Prostituierten nach ihrem Anteil quantifizieren wollen, so käme als erstes die Wohnungsprostitution (was auch nicht das unangenehmste Arbeitsumfeld ist), dann die Clubs, dann Laufhäuser und irgendwann der Strassenstrich, der auch gerne von Drogenabhängigen Frauen genutzt wird. Je weniger das jeweilige Geschäftsmodell kontrolliert und in geordnete Bahnen gelenkt wird, umso eher finden sich dort auch Zwangsprostituierte. Die Tendenz geht allerdings immer mehr zu den bereits beschriebenen Clubs, da sich hier Gast und Dienstleisterin auf Augenhöhe begegnen und unverbindlich kennenlernen können. An Hygiene und Sicherheit (für beide Seiten) gibt es hier nichts zu bemängeln. Die Einlasskontrolle stellt z.B. sicher, dass sich z.B. keine Minderjährigen oder erkennbar Drogenabhängigen anbieten.

Ich kenne hunderte Prostituierte und ihre Hintergrundgeschichte privat - teilweise schon über 10 Jahre. Manche davon machen den Job gerne, andere weil sie auf das Geld scharf sind, wieder andere weil sie auf einen Loverboy hereingefallen sind und - nachdem sie diesen irgendwann abgeschossen haben - trotzdem dabeigeblieben sind. Manche machen den Job schon einige Jahre, andere haben sich inzwischen einen anderen Beruf gesucht. Letztendlich sind auch Prostituierte Menschen wie Du und ich - und keine davon ist "widerlich"... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

und sie wie eine Aussätzige behandeln ("käme für mich als Partnerin nie in Frage

Wie viele Männer, meinst du denn, würden gerne eine aktive oder ehemalige Prostituierte als Lebenspartnerin haben? Der Anteil ist dich verschwindend gering. Guck doch mal den Tatsachen in die Augen!

Es gibt wahnsinnig viele Partnerwahlkriterien und jeder darf wählen und wollen, wen er will. Keine Ex-Nutté zu wollen, ist legitim und extrem weit verbreitet -- nicht ohne Grund im übrigen.

Ich kenne hunderte Prostituierte und ihre Hintergrundgeschichte privat

Aha, alles klar. Die erzählen alle die volle Wahrheit... Mensch, jede hat ihre Mitleidsstory drauf und keine erzählt die Wahrheit darüber. Im allgemeinen sprechen die doch gar nicht über ihr Privatleben!

Letztendlich sind auch Prostituierte Menschen wie Du und ich - und keine davon ist "widerlich"

Logisch sind es Menschen wie alle anderen auch. Und genau wie bei vielen anderen Menschen mit bestimmten Schwächen muss man auch bei Prostituierten nicht jede Einstellung toll finden. Ich will auch nicht sagen, dass es nicht nette Menschen sein können, die man in manch einer Umgebung nicht einmal als solche erkennen würde. Aber als Partnerinnen kommt so eine Einstellung halt nicht in Frage für mich... genauso wenig wie erzkonservative Christinnen oder Veganerinnen im übrigen. Warum sollte nicht jeder sagen dürfen, was in sein Beuteschema passt und was nicht?

0
@Kajjo

Wie viele Männer, meinst du denn, würden gerne eine aktive oder ehemalige Prostituierte als Lebenspartnerin haben?

Dazu habe ich keine verlässlichen Zahlen - ich kenne aber ein paar Girls, die im Laufe unserer Bekanntschaft geheiratet haben - teilweise ehemalige Gäste, teilweise Männer, die nichts vom Vorleben ihrer Traumfrau wissen... .

Aha, alles klar. Die erzählen alle die volle Wahrheit... Mensch, jede hat ihre Mitleidsstory drauf und keine erzählt die Wahrheit darüber. Im allgemeinen sprechen die doch gar nicht über ihr Privatleben!

Faszinierend, was Du alles weisst... . Mitleidstories kenne ich jetzt weniger - aber Urlaubsfotos, Facebook-Accounts, Familienbilder und wenn man sich zufällig in der Stadt begegnet trinkt man auch mal einen Kaffee zusammen oder hält ein Schwätzchen.

...genauso wenig wie erzkonservative Christinnen oder Veganerinnen im übrigen. 

Schön, dass wir doch 'was gemeinsam haben!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

Schön, dass wir doch 'was gemeinsam haben!

Ja, man wundert sich immer wieder, bei welch drastisch unterschiedlichen Ansichten dann doch plötzlich wieder Schnittmengen zu entdecken sind... sage ich als Atheist, Naturwissenschaftler und Nacktbader...

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@Kajjo

"Sehr viele Freier sehen den Tatsachen nicht ins Auge, dass die allermeisten Prostituierten es nur als "letzten Ausweg" machen oder gar gezwungen werden. Der prozentuale Anteil wirklich freiwilliger, ihren Job gerne ausübender Prostituierter ist verdammt gering "

Ich kann Ihnen nur raten, mal bei BKA nachzulesen, wieviele Straftaten es gegen die sexuelle Selbstbestimmung gibt. Die von Ihnen gemachte Aussagen ist wohl von Alice Schwarzer. Sie entbehrt jeglicher Grundlage.

Die allermeisten Frauen und ich habe bislang über 150 kennengelernt und ihre Dienste genutzt, machen diesen Job freiwillig, um in kurzer Zeit erheblich mehr Geld zu verdienen, als sie es in einem normaler Job könnten. Ich rede mit den Frauen, viele kenne ich schon länger und da spricht man über viele Dinge, nicht nur Smalltalk und ich weiß wovon ich da spreche.

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Anderes

Bei dieser Fragestellung bin ich wirklich stark hin- und hergerissen und kann sie kaum prägnant und bündig beantworten.

  • Einerseits vertrete ich mit Nachdruck das Menschenrecht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Natürlich dürfen wir mit unserem Körper machen, was wir wollen und das schließt ein, freiwillig und einvernehmlich sexuelle Handlungen gegen Entgelt vorzunehmen. Ich sehe darin nichts, das fundamental einer natürlichen Basismoral widersprechen würde und offensichtlich hat es zu jeder Zeit und in jeder Kultur Prostitution gegeben. Mir persönlich schadet es nicht, wenn andere einvernehmlich so etwas tun.
  • Andererseits sind meine persönlichen Moralvorstellungen schon dergestalt, dass ich Prostitution als verachtenswert empfinde, und zwar sowohl Prostituierte als auch deren Freier. Für mich persönlich ist der Stellenwert von Intimität und Sexualität einfach zu hoch, und ich kann nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, wie man so etwas tun kann. Ich würde keine Frau als Partnerin in betracht ziehen, die sich prostituiert hat, und finde schon den Gedanken absolut widerwärtig.
  • Prostitution ist sprichwörtlich "das älteste Gewerbe der Welt" und das dürfte sogar zutreffen. Prostitution kommt in vielen Varianten und gar nicht wenige Frauen lassen sich auf eine gewisse Art kaufen, durch materielle Zuwendungen zu Sex verführen oder heiraten aus Vermögensgründen. Da besteht manchmal nicht viel Abstand zu eigentlicher Prostitution. 

Mir ist nicht ganz klar, wie man etwas "widerwärtig" finden kann, das man selbst nicht erlebt hat - also nicht wirklich kennt.

Von einer Entspannungsmassage (was in den meisten Kulturkreisen ja eine akzeptierte Dienstleistung ist), bei der ja ebenfalls ein Profi dem Körper des Kunden etwas Gutes tut, bis zur sexuellen Entspannung ist es nur ein kleiner Schritt und den Moment zu finden ab dem es dann "widerwärtig" wird, schwer zu definieren... .

Auch der Masseur "macht es" nur für Geld - genau wie der Verkäufer, der Arzt, die Krankenschwester und der Rechtsanwalt.

Natürlich ist Sex zwischen zwei Liebenden toll - aber ist Sex ohne Liebe dann automatisch widerwärtig? Ist ein One-Night-Stand genauso "widerwärtig" - denn auch hier hat ja wohl kaum die unendliche Liebe die beiden Bettgenossen zusammengebracht...? Ist es nur gegen Bezahlung "widerwärtig"? Zählt eine Essenseinladung und ein paar Cocktails dann auch als Bezahlung?

Macht dann die Anzahl der vorangegangenen Sexualpartner die Frau als Partnerin ungeeignet? Ab wie vielen wird es dann "widerwärtig"? 2, 20, 200, 2000? Ist eine Berufsanfängerin mit bisher 20 Kunden dann widerwärtiger als eine Frau, die bei ihrer Versorgungsehe den ältlichen Gatten erfolgreich ins Grab gebracht hat?

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

Mir ist nicht ganz klar, wie man etwas "widerwärtig" finden kann, das man selbst nicht erlebt hat 

Das ist dann aber wirklich dein Problem. Es gibt mehr als genug Dinge, die man widerwärtig findet, obwohl man sie noch nicht erlebt hat. Wozu hat der Mensch seinen Verstand und seine Phantasie? Seien es nun sexueller Missbrauch von Kindern, das Auslutschen fremder blutender Wunden, das Anfassen von Kot, das Öffnen einer Leiche oder oder oder... gewiss hat jeder Mensch einige Dinge, die er widerwärtig findet, auch wenn er sich noch nicht erlebt hat. Und gewiss gibt es viele dieser Dinge, die andere Menschen durchaus tun. Auch das bestreite ich ja nicht.

Von einer Entspannungsmassage [...] bis zur sexuellen Entspannung ist es nur ein kleiner Schritt 

Auch das ist eher deine höchst persönliche Bewertung aus deiner Sicht als Freier. Für mich ist der Schritt zwischen Nackenmassage und Handbetrieb doch ein ganz gewaltiger. Intimitäten sind für die meisten eben nicht einfach nur Freizeitgestaltung, sondern höchst persönlich und schützenswert.

Auch der Masseur "macht es" nur für Geld

Wogegen argumentierst du denn? Ich habe doch selbst ausdrücklich geschrieben, dass Prostitution das älteste Gewerbe ist und dass jeder tun soll, was er möchte. Ich persönlich finde aber sexuelle Dienstleistungen verletzen die Würde des Menschen  die Intimzone sollte nicht käuflich sein. Aber das darf jemand anders gerne anders finden -- siehe ersten Absatz meiner Antwort.

aber ist Sex ohne Liebe dann automatisch widerwärtig?

Nein, das habe ich doch hier auch nicht behauptet. Warum verdrehst du die Worte im Munde? Ist das deine Vorstellung von konstruktiver Diskussion? Sex mit Lust und Leidenschaft ist etwas anderes als Sex gegen Bezahlung -- aber ja, ich finde willfährige Sexualkontakte wie ONS ebenfalls moralisch nicht in Ordnung. Das ist aber meine persönliche Wertvorstellung und ich will sie anderen gewiss nicht aufzwingen. Ich schätze aber, dass es eine ganz gute Korrelation gibt zwischen Ablehnung von Prostitution und der von Promiskuität.

2
@Kajjo

Meine Kommentar war darauf gerichtet zu ergründen WAS denn nun an Prostitution widerwärtig ist - dank Deiner Klarstellung weiss ich nun, dass es Deine Fantasie ist, die Prostitution in die Nähe von Leichen, offenen Wunden und Kindesmissbrauch bringt.

1
@RFahren

Unfug! Das waren Beispiele für Dinge, die man widerwärtig finden kann, ohne sie persönlich erlebt zu haben. Ich traue dir durchaus zu, das verstanden zu haben. Bleibt also nur, deine absurde Rhetorik als Kapitulation aufzufassen -- dir sind keine sinnvollen Argumente mehr eingefallen als solche absurde Wortvedreherei.

Prostitution DARF man in Ordnung finden und man DARF sie ach moralisch verwerflich finden. Es gibt keine Zwangsmoral in Deutschland und so wie ich akzeptiere, dass du gerne zu Prostituierten gehst, so akzeptiere du bitte, dass ich persönlich Prostitution verachtenswert finde.

Unsere Gesellschaft braucht keine verordnete Zwangsmoral.

Lies dir deinen ersten Kommentar noch mal durch und dann stelle ggf. die Fragen, die du hättest angeblich stellen wollen.

2
@Kajjo

Etwas "Moralisch verwerflich" zu finden ist eine Sache - etwas "widerwärtig" eine Andere. Wie würdest Du denn reagieren, wenn Deine Traumfrau, mit der Du seit Monaten oder Jahren glücklich bist, gesteht, dass sie z.B. während des Studium "anschaffen" war. Würdest Du Dich von solch einer "widerwärtigen" Person dann trennen? Würdest Du weiter mit ihr zusammenbleiben?

Meine ursprüngliche Frage war ja was denn an Prostitution nun so "widerwärtig" ist - Sex ohne Liebe? Sex gegen Bezahlung? Sex mit vielen Partnern? Statt hier eine Antwort zu liefern greifst Du mich als Person an und schreibst von "Kapitulation" - sind wir denn im Krieg?

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

1
@RFahren

Nun, das sind doch alles verdammt theoretische Fragen an der Grenze zu Scherzfragen. Traumfrau und Ex-Nutté schließt sich für mich schon mal gegenseitig aus und selbst promiskes Vorleben finde ich schon nicht akzeptabel. So eine Frau wäre einfach nicht mein Typ und schon gar nicht meine Traumfrau. Aber gut, rein theoretisch, man wäre ach-so-verliebt ineinander, wer weiß, was man dann täte? Womöglich würde man bittere Kompromisse eingehen, vielleicht auch nicht. Wer soll das vorhersagen? Dafür ist das Szenario zu theoretisch.

Widerwärtig ist zunächst einmal die hohe Promiskuität, außerdem abstoßend das Nichtvorhandensein eines besonderen Stellenwerts von Intimität und Sexualität. Wenn das nichts besonderes mehr ist. das besonderen Menschen vorbehalten ist, dann hat es für mich auch keinen Wert mehr. Und ja, Sex gegen Bezahlung finde ich besonders abstoßend und primitiv. 

1
@Kajjo

Meine Fragen zu der hypothetischen "Traumfrau" sind ebenso theoretisch wie Deine Kenntnisse der Prostitution.

Traumfrau und Ex-Nutté schließt sich für mich schon mal gegenseitig aus... / ...So eine Frau wäre einfach nicht mein Typ und schon gar nicht meine Traumfrau. 

Abgesehen davon, dass "N*tté" selbst unter Prostituierten als Schimpfwort gilt: Dies würde voraussetzen, dass Du einer Frau ihre Vergangenheit ansiehst bzw. anmerkst. Hier liegt die Vermutung nahe, dass Du bezüglich Auftreten, Verhalten und Aussehen einer Prostituierten verschiedenen, gängigen Vorurteilen aufgesessen bist.

Die Eifersucht auf ein möglicherweise bewegtes Vorlieben erinnert mich an die Weisheit "Eifersucht ist die Angst vor dem Vergleich".

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

Lerne: Hypothese ungleich Theorie.

Nein, es würde nicht voraussetzen, die Vergangenheit anzusehen, sondern sie anzumerken -- und das gelingt mir selbst bei mäßiger Promiskuität recht gut, wenn man sich annähert und zu vertrauen beginnt. Entweder man lässt sich aufeinander ein oder nicht -- und wenn, dann lernt man auch solche Facetten kennen. 

Eifersucht ist das falsche Ausdruck, darum geht es nicht. Es geht um die Beliebigkeit, wo ich Besonderheit spüre. Um Achtsamkeit, um den Stellenwert von Intimität und Sexualität, um das, was für mich unter anderem Freundschaft von Partnerschaft klar unterscheidet.

1

Moralvorstellungen sind oft Erziehungssache,  z.B. wenn man im einem kirchlich geprägtem Umfeld aufwächst, findet man oft solche Ansichten. Meistens ist es aber so, dass die Menschen von dem Thema viel zu wenig wissen, um es überhaupt verachtenswert solltest zu empfinden. Früher hatte ich gedacht, dieser Bereich sei schmutzig und unsauber, daher hat er mich abgestoßen. Seit ich selber zu den Damen gehe, muss ich sagen, dass meine Sauberkeiterwartungen so gestiegen sind, weil es erheblich sauberer ist, als man es im Privatleben vorfindet, wenn man z.B. etwas spontaner ist. Generell empfinde ich für diese Frauen in erster Linie Respekt, Hochachtung und Dankbarkeit, für die vielen schönen Momente, die ich erleben durfte. Es geht nämlich nie nur um das Eine, Zärtlichkeiten, Annerkennung, Sympathie usw. haben einen sehr hohen Anteil an der Tätigkeit. Sammeln sie mal selbst Erfahrungen, ihre Einstellung wird sich ändern.

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@Brainus
Es geht nämlich nie nur um das Eine,
Zärtlichkeiten, Annerkennung, Sympathie usw.
haben einen sehr hohen Anteil an der Tätigkeit.

Aber ja doch , das kauft man doch und hat ein Recht darauf daß "geliefert" wird. Auch  die "Sauberkeit". !
Und was soll dies alles begründen, rechtfertigen ?

1
@Brainus

@Brainus: Selbstverständlich sind Ansichten und Wertvorstellungen einschließlich Sexualmoral vor allem Erziehungssache. Was soll das für ein Argument sein? Es geht in dieser Frage darum, was wir von Prostitution halten -- also WIE unsere eigene Sexualmoral aussieht. Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn jemand Prostitution ablehnt, weil es seiner Moral widerspricht und selbstverständlich ist es in Ordnung, dass die eigene Sexualmoral durch Weltanschauung, Religion und Erziehung vorgegeben wird -- und das sage ich als Atheist und Naturwissenschaftler. 

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