Haltet ihr den Solidaritätszuschlag noch für angemessen?

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15 Antworten

Um diese Frage sinnvoll zu beantworten, sollte man sich erst mal anschauen, was denn der Soli tatsächlich ist. Im Prinzip ist er lediglich ein Aufschlag auf die Einkommensteuer.

Das heisst, die kleinen Einkommen zahlen gar keinen Soli. Dieser wird nur bei den mittleren und hohen Einkommen abgezogen. Eine Abschaffung käme somit eigentlich nur den Gutverdienern zugute.

Die Gelder des Soli landen im großen Steuertopf. Wird der Soli abgeschafft, ist weniger Geld im Topf. Dann müssen entweder andere Steuern erhöht, die Ausgaben gesenkt oder Schulden gemacht werden. Hier wieder die Frage: Macht die Abschaffung dann noch Sinn?

Ich denke, der Soli macht nach wie vor Sinn.

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Mittlerweile nicht mehr. Anstatt die Steuerzahler mehr auszubeuten, sollte man Fehl-Ausgaben und Verschwendung von Steuergeldern bestrafen. Und Fehlende Einkünfte nicht über den Soli abzuwickeln, sondern beim Verschwender das Geld zurück zu holen was man dann nicht mehr hätte.

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Kommentar von Ontario
01.11.2016, 09:23

KnusperPudding, wie Recht du hast. Was wird mit unseren Geldern alles gemacht ? Es werden Banken vor der Pleite gerettet ( Commerzbank). Der Flughafen in Berlin bei dem Milliarden von Steuergeldern in den Sand gesetzt werden. Dieses Gebäude in Hamburg, welches 10 mal mehr kostet, als urspürnglich geplant. Der Bahnhof in Stuttgart der am Ende auch weitaus mehr kosten wird, als geplant. Alle ,die für diese Desaster verantwortlich sind, sollte man gerichtlich belangen. Wenn man sich nur das Drama Berliner Flughafen anschaut muss man feststellen, dass hier offenbar nur Pfuscher am Werk waren und sind. Man ist nicht in der Lage ein Gewerk so zu planen, dass dieses am Ende auch funktioniert. Wer alles sass da schon im Aufsichtrat oder an anderer, verantwortlicher Stelle. Alle haben ordentlich abgesahnt und sich dann aus der Verantwortung geschlichen, ohne Folgen befürchten zu müssen. Hier geht es nicht um ein Paar Tausend Euro, hier geht es um Milliarden die von unfähigen Planern und Verantwortlichen verschwendet werden und die sich dabei die Taschen voll gestopft haben. Ein Mehdorn hat sich bestimmt nicht mit 10 000 € abspreisen lassen. Wer setzt denn solch unfähige Leute überhaupt ein, die angeblich den Sumpf trockenlegen sollten ? 

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Mir ist es eigentlich egal, wie man den Griff in den Geldbeutel der Bürger nennt. 

Tatsache bleibt: Ohne diese zusätzliche Abgabe hätte die Infrastruktur im Osten von Deutschland niemals bezahlt werden können. 

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Kommentar von greenhorn7890
23.06.2016, 10:39

Stimmt, aber jetzt ist sie ja bezahlt und größtenteils besser als im Westen.

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Nein. Er ist nicht mehr für das tragbar wofür er ursprünglich erhoben wurde. Der Soli wird auch nicht mehr komplett für Ostdeutschland verwendet, sondern dient eher zum schließen von Haushaltslöchern.

Aber so ist das nun mal... Der Staat gibt solch eine lukrative Einnahmequelle nicht mehr her ;) 

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Der Soli wurde eingeführt, um den Wiederaufbau in der ehem. DDR zu finanzieren. Es gibt Wirtschaftswissenschaftler die sagen, man könne den Soli abschaffen, weil dieser wie jede andere Steuer nicht zweckgebunden sei. D. h. die Steuereinnahmen über den Soli können auch für andere Dinge verwendet werden, als für den ursprünglich angedachten Zweck. Es ist kaum anzunehmen, dass der Soli jemals wieder abgeschafft wird.  Er wird vielleicht irgendwann mal einen anderen Namen bekommen, aber abgeschafft wird diese Steuer wohl nicht.

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Den Namen Soli hat der schon ewig lange nicht mehr verdient, die Kohle wird überall verbraucht. Und wenn man die Infrastruktur in den neuen Ländern so ansieht, stehen die oft besser da als in den alten Ländern.

Der gehört weg. Gegenfinanzierung über andere Abgaben und Steuern würde aber sofort erfolgen, nur wäre wenigstens der Lug endlich weg.

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Fast jeder Bürger dieses Landes dürfte zu dem Schluss kommen, dass diese "Sondersteuer", welche ursprünglich zeitlich bemessen sein sollte, nicht mehr angemessen ist.

Es ist nur wie so oft beim gefräßigen Vater Staat und bei inkompetenten "Haushaltern" - man kann nicht "haushalten" und gibt immer mehr aus, als man einnimmt. Allerdings verlangt auch das nimmersatte Volk immer mehr Zuwendungen und Wohltaten.

Deshalb "braucht" man inzwischen den Solidaritätszuschlag, ganz unsolidarisch! - Herr Schäuble lässt grüßen.

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Kommentar von CamelWolf
23.06.2016, 10:18

Du sagst es: "Das nimmersatte Volk..." fordert ständig neue Wohltaten um anschließend darüber zu schimpfen, dass die Politiker nicht mit Geld umgehen können.....

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Er wird sich doch ändern ab 2019.

Von mir aus kann der weg, zumindest so lang er konkret nur für den Osten da ist, anstatt allgemein für strukturschwache Regionen. Ich sag nur Ruhrgebiet (Gelsenkirchen-Schalke).

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Kein Zuschlag, Gebühr, Abgabe oder Sondererhebung kann eine Rechtfertigung erhalten.

Grundsätzlich bleibt:

Ausgabe des Staates werden über die Steuereinnahmen reguliert. Steuern haben wir schon jetzt satt und genug. Hier mal eine kleine Liste:

   Abgeltungssteuer

   Baulandsteuer

   Beförderungssteuer

   Biersteuer

   Börsenumsatzsteuer

   Branntweinsteuer

   Einkommensteuer

   Energiesteuer

   Erbschaftsteuer

   Ergänzungsabgabe

   Essigsäuresteuer

   Feuerschutzsteuer

   Gesellschaftsteuer

   Getränkesteuer

   Gewerbesteuer

   Grunderwerbsteuer

   Grundsteuer

   Hundesteuer

   Hypothekengewinn-abgabe

   Investitionssteuer

   Jagd- und Fischereisteuer

   Kaffeesteuer

   Kapitalertragsteuer

   KFZ-Steuer

   Kinosteuer

   Kirchensteuer

   Körperschaftsteuer

   Konjunkturzuschlag

   Leuchtmittelsteuer

   Lohnsteuer

   Lustbarkeitssteuer

   Mineralölsteuer

   Notopfer Berlin

   Ökosteuer

   Rennwettsteuer

   Salzsteuer

   Schankerlaubnissteuer

   Schaumweinsteuer

   Schenkungsteuer

   Solidaritätszuschlag

   Speiseeissteuer

   Spielbankabgabe

   Spielkartensteuer

   Stabilitätszuschlag

   Stromsteuer

   Süßstoffsteuer

   Tabaksteuer

   Tanzsteuer

   Teesteuer

   Tonnagesteuer

Umsatzsteuer

   Vergnügungssteuer

Vermögensabgabe

Vermögensteuer

Verpackungssteuer

Versicherungssteuer

Wechselsteuer

Wertpapiersteuer

Zuckersteuer

Zündwarensteuer

Zweitwohnungssteuer

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Kommentar von baindl
23.06.2016, 09:26

Eine unsinnige und in großen Teilen auch falsche Liste.

Beispiele:

Notopfer Berlin

https://de.wikipedia.org/wiki/Notopfer_Berlin

Zündwarensteuer

https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCndwarensteuer

Wechselsteuer

https://de.wikipedia.org/wiki/Stempelsteuer

Tonnagesteuer

http://www.finanztip.de/schiffsbeteiligungen-tonnagesteuer/

usw, usw, aber wichtig ist Dir ja sowieso meist nur das Polemisieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_nicht_mehr_erhobener_Steuerarten

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Kommentar von Helmuthk
23.06.2016, 11:53

Etwa die Hälfte Deiner Liste ist nicht mehr aktuell, nämlich

Börsenumsatzsteuer

Ergänzungsabgabe

Gesellschaftsteuer

Hypothekengewinnabgabe

Investitionssteuer

Kapitalertragsteuer (schon oben als Abgeltungssteuer genannt)

Konjunkturzuschlag

Lustbarkeitssteuer (?)

Schenkungsteuer (Unterart der Erbschaftsteuer und keine eigene Steuer)

Stabilitätszuschlag

Tanzsteuer (?)

Vermögensabgabe

Vermögensteuer

Wechselsteuer

Wertpapiersteuer

Sonst weise ich noch auf den Kommentar von @baindl hin.

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Das ist im Grunde genommen egal.

Wenn der Soli 2019 wegfallen sollte läßt man sich in Berlin was neues einfallen, und das wird dann wahrscheinlich noch teurer.

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Nein.

Diese Umverteilung von West nach Ost war noch nie angemessen. Daher wird er ja demnächst auch in der bekannten Form abgeschafft.

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Sinnvoll ist er nicht mehr, obwohl es immer noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt (Gehälter, Miete, etc.). Zur Zeit gibt es aber statistisch wieder mehr Deutsche, die auch in den Osten ziehen.

Ich denke aber auch, auf eine Steuerabgabe, an die man sich gewöhnt hat, wird die Regierung nicht mehr einfach so verzichten.

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Der Westen verfällt genau so...

Abschaffen :D

Der wird nicht mehr abgeschafft...

Wenn die einmal Geld haben, geben Sie es nicht mehr her. Der soll doch jetzt einfach nur umbenannt werden... Haben die jedenfalls letztens gesagt...

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Kommentar von Ontario
01.11.2016, 09:26

Das Problem wäre doch recht schnell gelöst. Der Soli wird umbenannt in eine Willkommensabgabe für Flüchtlinge und schon ist der Soli Vergangenheit.

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Diese Steuer wird kein Politiker mehr abschaffen. Sie wird vielleicht umbenannt in "Länder - Ausgleichs - Gieskannensteuer" oder so ähnlich.

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