Halterhaftung bei Überladung

2 Antworten

Nur wenn Du die Anweisungen nachweisen kannst, also durch ein vom Mitarbeiter unterschriebene Anweisung oder durch Zeugen, kommst Du aus der Haftung.

Ohne dies liegt es alleine bei deinem Mitarbeiter, ob er zu gibt ein Anweisung missachtet zu haben und somit alleine haftet, oder ob er es leugnet.

Wenn es rein Aussage gegen Aussage ist, hast Du kaum eine Chance da raus zu kommen.

Und selbst wenn er es zu gibt ist die Frage, ob die Behörde dies glaubt. Die sind da sehr skeptisch, da bei solchen Sachen die Mitarbeiter oft mit Androhung von Kündigung usw. zu falschen Angaben/Aussagen genötigt werden.

Nur der Nachweis (schriftlich oder per Zeuge) ist sicher... und selbst da kann ein weiterer Mitarbeiter als Zeuge ebenfalls wie oben genannt (Drohung/Nötigung) gewertet werden. Da kommt es immer auf die Sachbearbeiter an... wenn die dem nicht glauben, geht nur der Klageweg und ein Richter muss entscheiden. Wenn ihr euch da einig seid, sollte es kaum Probleme geben, aber die Kosten trägst Du... mies, aber ist leider oft so.

Wieso Haftung? Es ist doch gar kein Schaden entstanden, für den jemand haften müsste.

Ordnungswidrigkeiten muss der bezahlen, der sie begangen hat. Und der bekommt auch die Punkte.

Ordnungswidrigkeiten muss der bezahlen, der sie begangen hat.

Neben dem Fahrer handelt auch derjenige ordnungswidrig, der die Inbetriebnahme eines überladenene Fahrzeuges anordnet oder zulässt - und das Bußgeld ist sogar noch höher als das, welches der Fahrer zahlen muss. Siehe dazu auch unter folgendem Link, Abschnitt a):

http://www.verkehrsportal.de/bussgeldkatalog/tab_03.php

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@JotEs

Ergänzung: Ich sehe gerade, dass es sich vorliegend um ein Fahrzeug unter 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht handelt. In diesem Fall gilt Abschnitt b) der Tabelle unter oben genanntem Link. Die Verwarnungs bzw. Bußgelder sind in diesem Falle für den Fahrer und denjenigen, der die Inbetriebnahme anordnet oder zulässt, gleich hoch.

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@JotEs

Er hat sie aber weder angeordnet noch zugelassen.

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