Halter eines kupierten Hundes beim Vet Amt melden, bringt es was?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, das bringt was, denn das ist nicht umsonst verboten! Bitte melde die beim Vet. Amt!!! Ich habe selber einen Vollkupierten Dobermann vom Tierschutz übernommen und finde es eine Sauerei, einem Tier gesunde Glieder abzutrennen!!!

Zur Info auch für die Mitleser hier: Seit 1987 ist es in Deutschland verboten Ohren und seit 1998 Ruten von Hunden ohne medizinische Notwendigkeit zu kupieren. Als einzige Ausnahme gilt das Kupieren von Ruten bei jagdlich geführten Gebrauchshunden.

Beim VDH gilt seit 2002 ein Ausstellungsverbot für Hunde aus dem In- und Ausland, deren Ohren nach dem 1. Januar 1987 oder deren Rute nach dem 1. Juni 1998 amputiert wurden.

Früher gab es verschiedene Gründe, bestimmte Rassen zu kupieren, so kupierte man z. B. im Mittelalter Jagd- Wach- oder auch Kampfhunde, damit sie nicht am Schwanz gepackt, oder sich andere Hunde in ihre Ohren oder Ruten verbeissen konnten und so zusätzliche Schmerzen vermieden werden sollten. Beispielsweise gab es zudem Regionen, in denen vom Adel befohlen wurde, den Bauernhunden die Ruten zu kupieren, da kupierte Hunde der damals vorherrschenden, irrigen Meinung nach, nicht mehr wildern würden. Auch wurde wohl bereits im Mittelalter in einigen Gegenden eine sog. Schwanzsteuer erhoben, so dass viele Hundebesitzer ihren Hunden die Ruten einfach abschnitten, um diese nicht zahlen zu müssen.

Doch ist inzwischen das Kupieren von Hunden nur noch eine reine Modeerscheinung, es hat keinerlei Funktion oder Sinn mehr. Dennoch werden zahlreiche Welpen i l l e g a l kupiert, oder aus dem Ausland nach Deutschland gebracht.

Viele Züchter haben versucht, das Kupierverbot anzufechten, sind damit aber zum Glück gescheitert. Oft wird die Meinung vertreten, die Welpen spürten in diesem Alter noch kein Schmerz. Ein Annahme die medizinisch nicht haltbar ist!!!

Oft angeführte Äußerungen wie die Hängeohren, werden immer wieder als Grund für eine Entzündungsneigung angegeben und zum Teil als Grund für das Kupieren genannt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Temperatur im Gehörgang bei Hängeohren und Stehohren dieselbe ist. Einzig die Luftfeuchtigkeit ist bei Stehohren geringer als bei Hängeohren.

Schwerwiegender Nachteil der kupierten Ohren für den Hund liegen in der Reduzierung seines Ausdrucksverhaltens und in einer teilweisen Einschränkung des Ortungsvermögens von Geräuschen, da die Ohrmuschel ihre Aufgabe als Schalltrichter einbüßt.

So hat man z. B. durch Zuchtselektion beim ursprünglich kupierten Bullterrier, ein natürlich aufrecht getragenes Stehohr erreicht.

Trotz der OP haben die Welpen Wundschmerz und oft entzünden sich die Wunden auch. In der heutigen Zeit ist es absolut unnötig Hunde kupieren zu lassen, sofern keine medizinische Notwendigkeit besteht.

Nachtrag...zu schnell gelesen ^^ wenn die Frau keine Zucht hat, die nicht selbst kupiert, dann frag einfach wo sie den Hund her hat und WARUM er kupiert ist ;-) Vielleicht hat die den auch vom Tierschutz... . Sorry, kommt davon, wenn man zu schnell liest ^^

Solange der Hund noch auf allen Vieren laufen kann, sind kupierte Hunde nicht verboten. Die wichtigen Teile müssen aber noch dran bleiben. Man kann noch schlimmer verstümmelte Tiere aus dem Tierheim geholt haben.

Wenn die Frau nur negativ aufgefallen ist, weil sie einen kupierten Dobi hat, dann würde es bei mir darauf ankommen wie dieser kupiert ist. Es gibt medizinisch korrekt kupierte und Metzgerarbeiten. Zweiteres würde ich anzeigen.

Wenn die Dame bzw. ihr Dobi durch andere Dinge negativ aufgefallen ist wie z. B. Beißvorfälle, dann würde ich sie ebenfalls anzeigen.

Ansonsten nicht. Wir hatten auch einen vollkupierten Dobi, der wurde allerdings fachmännisch kupiert und damals war es in Österreich noch erlaubt - er war ein Österreicher. Ob das Kupierte nun korrekt oder nicht korrekt ist, ist eine Frage über die Menschen noch ewig diskutieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es meinem Dobi egal war, daß er kupiert war - er kannte es nicht anders und er hatte keinerlei Nachteile dadurch. Natürlich sollte man es deswegen heut zu tage nicht machen, aber warum anzeigen? Es bringt dem Hund nichts. Im Gegenteil, wenn´s dumm läuft, wird der Hund evt. der Dame weg genommen und kommt ins Tierheim. Ein Dobi im Tierheim ist heftig. Daher, wenn es dem Hund gut geht bei der Dame und diese nur aufgefallen sind durch das Kupierte, würde ich keine Anzeige machen.

Nicht artgerechte Hundehaltung! Dem Tierschutz melden?!

Hallo :)

Wie oben schon beschrieben, geht es um die nicht artgerechte Haltung zweier Hunde.

Meine Nachbarn (mit denen ich keinerlei Kontakt habe) haben sich vor kurzem zwei Welpen zugelegt. Der eine ist eine Art Husky-Mischling und der andere eine Art Schäferhund-Mischling. Somit sind es beide Hunde, die einmal ziemlich groß werden und zudem sehr viel Auslauf brauchen. (Immerhin ist ein Husky ein Lauf/Schlittenhund!)

Meine Nachbarn sperren sie allerdings fast nur zuhause ein (eine kleine Wohnung), oder in den Garten. Sie gehen kaum, viel zu selten & zu kurz mit ihnen raus. Außerdem besteht die Familie aus einer alleinerziehenden, berufstätigen Frau mit zwei Söhnen. Der ältere ist ungefähr 12, behindert und nicht mit zwei so großen Hunden anzuvertrauen. Der Jüngere ist zirka zehn. Auch zu jung, um Hunde, die so groß werden, richtig zu trainieren und ihnen genügend Auslauf zu gewähren. Zudem gehen beide den ganzen Tag in die Schule.

Die Familie kann sich also nicht um die Hunde kümmern und sie werden nur eingesperrt. Somit könnten die Hunde verhaltensauffällig und vielleicht gefährlich werden. Nicht nur für andere (kleinere) Hunde, sondern vielleicht auch für Kinder. Und ich wohne in einer kinder- und hundereichen Wohngegend.

Was soll ich tun? Ich brauche wirklich guten Rat. Soll ich es dem Tierschutz melden? Können die überhaupt etwas ausrichten? Bitte helft mir! Ich selbst habe auch einen (kleinen) Hund und kann somit nicht mit ansehen, wie diese Hunde nicht artgerecht gehalten werden. Außerdem will ich auch nicht, dass die Hunde vielleicht einmal eine Gefahr für meinen Hund darstellen, da ich bereits einmal einen Hund durch eine Attacke eines größeren Hundes verloren habe.

Ich brauche wirklich Rat.

Liebe Grüße und schon einmal danke im Voraus! :) :*

...zur Frage

Habe ich einen Denkfehler (Info Schutzvertrag - Tierschutzorganisation)?

Wir wollen uns einen Hund zulegen. Sowohl meine Frau als auch ich haben genügend Hundeerfahrung. Trotzdem wollten wir weder ein Tier aus dem Heim (mag wo anders nicht so sein, aber bei uns haben die Tiere leider ausnahmslos einen "Schatten") noch einen nach Deutschland eingeschifften Straßenhund von Rumänien, Ungarn, Spanien etc.

Nun hatten wir ein Tier endeckt, welches uns beiden sofort zugesagt hat. Nach dem ersten Telefonat stellt sich heraus, der Hund sitzt aktuell noch in Rumänien. In der Hinsicht nicht so schlimm, da er dort nicht von der Straße oder schlechter Haltung kam, sonder regulär als Welpe abgegeben wurde und wirklich sehr anständig dort gehalten wird (familiärer Umgang).

Nun haben wir den Schutzvertrag bekommen. Ich muss einfach mal sagen, als Vertriebsmitarbeiter im Innendienst würde ich einen solchen Vertrag unter lautem Lachen direkt in den Papierkorb befördern. Da uns jedoch an dem Tier liegt, habe ich mal einen Gegenvorschlag gemacht und selbst einen Kaufvertrag verfasst.

Problem: Laut Schutzvertrag werde ich (angeblich) kein Eigentümer, sondern nur Besitzer. In Fragen wie Einschläferung etc. MUSS vorher die Organisation kontaktiert werden und zustimmen. Der Hund muss bis zum 01.12.2015 kastriert und ein Nachweis erbracht werden. Bei falscher Haltung kann der Hund zurückgefordert werden auf meine Kosten. Gerichtsstand ist beim Halter. Ich muss zudem jederzeit eine Begutachtung der Haltung zulassen.

Meine Argumentation: Ich bin beim eigentlichen zu unterschreibenden Vertrag 4x als der NEUE EIGENTÜMER benannt. Erst in der Zusatzvereinbarung werde ich auf den Besitzer reduziert. In Sachen Einschläferung, was eine eindeutig ethische Entscheidung zwischen Meinung des Tierarztes und Halters ist, hat eine Dritte Person im Ausland nicht zu entscheiden. Kastration eines Rüden ist in Deutschland nach aktuellem Tierschutzgesetz nur in Ausnahmefällen erlaubt. Über falsche Haltung hat keine dritte Person einer Organisation zu entscheiden, sondern der Amtstierarzt. Eine Begutachtung muss ich nicht zulassen, auch wenn diese vertraglich geregelt ist. Immerhin sticht Ober den Unter und da gibt es ja etwas wie das Grundgesetz, nach welchem ich nur nach richterlicher Anordnung jemanden ins Haus lassen muss. Übergabe des Hundes auf eigene Kosten? Wenn keine Gerichtsstand gewählt ist vieleicht, aber Gerichtsstand beim Halter heißt auch ALLE Angelegenheiten werden hier geklärt, inklusive Rückgabe der "Sache", die ein Hund ja laut Gesetz ist. Ich sehe den Vertrag als NICHTIG an. Letztlich bleibt eine Übergabe einer Sache gegen Zahlung eines Betrags übrig. Somit bin ich so oder so der Eigentümer ohne jegliche Pflichten gegenüber der Organisation...

Nicht falsch verstehen. Natürlich dient jeglicher Text im Vertrag dem Wohl des Tieren u. es wird auch keinen Verstoß geben, aber ich finde es eine Frechheit, Personen bereits im Voraus jegliche soziale und ethische Kompetenz abzusprechen aber zeitgleic alle Verpflichtungen aus Eigentum aufzuerlegen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?