halten Bauernkatzen mehr aus?

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7 Antworten

Auf jeden Fall ist ne Bauernkatze robuster als ne reine Wohnungskatze. Wenn Du Pech hast, dauert es bei einer solchen Katze länger, bis sie sich anfassen und streicheln lässt, aber das ist dann auch meist der einzige Nachteil.

Allerdings gilt das auch für jede andere Katze, die Freigang hat, vor allem, wenn sie, wie meine Babies mit Mamikatze schon in den Garten mitgenommen wurden, kaum dass sie richtig laufen konnten.

Na ja,

bei Bauernhofkatzen findest du öfters katzenkinder, die übel an Katzenschnupfen erkrankt sind. eine häufige Spätfolge von Katzenschnupfen ist leider die Erblindung- deswegen findest du auf vielen Tierschutzseiten leider blinde Katzenkinder, deren Auge(n) entfern werden mußten.

Auf Bauernhöfe findet man auch viel Inzucht- da deckt der Bruder die Schwester oder der Vater die Tochter oder Enkeltochter- das drückt sich zum Teil in kleinwüchsigkeit aus.

Bei Streuner erleben 80% der Katzen das erste Lebensjahr nicht, besonders wenn die Mutterkatze noch unerfahren ist und sich einen ungeeigneten Platz für die Aufzucht sucht.

Mir hat mal ein Bauer erzählt dass er immer eine unkastrierte Katze braucht weil er jedes Jahr Katzenverliehrt- durch Unfälle (vom Trecker überfahren, Mähmaschine, Güllegrube) oder weil sie überfahren werden.

Bauernhofkatzen sind nicht robuster- sie müsen aber mehr leiden, wenn der Bauer altmodisch ist und für die Katzen keinen Tierarzt holt.

Das gilt aber nicht für alle Bauernhöfe- es gibt auch Bauern, die ihre Katzen anständig behandeln!

Unter den Bauernkatzen gibt es sozusagen noch eine "natürliche Auslese"

Es werden nicht wenige überfahren!

Die Katzen auf dem Land welche einen fürsorglichen Menschen haben werden aber tatsächlich steinalt. Sie sind geimpft, werden bei Verletzungen (auch von Bauern) tierärztlich versorgt.

Damit sie nicht ganz Auswildern erhalten sie täglich eine kleine Mahlzeit, oft ist das Trockenfutter aber meistens das was im Haushalt so für eine Katze an Fleischresten anfällt....

Sie haben tagsüber freien Ausgang, besorgen sich Mäuse, Fischen schon einmal am Goldfischteich, Bodenbrütende Vögel rund um ein Dorf sind selten... Nachts werden sie eingesperrt - wenn sie zum Futter kommen.

Sie haben ihr eigenes Territorium und pflegen Umgang mit ihren Nachbarkatzen, manchmal auch ziemlich rauhen.

Zahnstein und Nierenprobleme sind ihnen fremd. Wenn sie geimpft werden können ihnen die üblichen Katzeninfektionen auch wenig anhaben. Wiederholungsimpfungen? Eher selten. Schwache Tiere, die anfällig sind leben nicht so lange.

Inzwischen werden womöglich auf dem Land mehr Katzen kastriert als in den Städten. Verwilderte Katzen gibt es dort selten.

Das kann man so sicher nicht sagen ... "Bauernkatzen" sind von der Rasse her meist normale "Europäisch Kurzhaar Katzen". Und diese Rasse ist sicher sehr problemlos und robust ... im Gegensatz zu manchen überzüchteten Rassekatzen. Da die Bauernhofkatzen ständig draußen sind, haben sie sicher auch ein besseres Immunsystem. Sie kommen mit viel mehr Erregern in Kontakt, fressen Mäuse ... aber ich würde auch sagen, dass viele junge Katzenbabys gerade deshalb sterben ... wahrscheinlich mehr, als Katzenbabys, die nur in der Wohnung aufwachsen. Das Leben draußen ist auch gefährlicher ... Autos, Füchse, Marder ... Spalten in denen man für immer gefangen bleiben kann. Auf manchen Bauernhöfen gibt's auch Inzucht, da kommen dann missbildete oder kleinwüchsige Katzen zur Welt, die aber meist auch nicht alt werden. Sonst aber können Bauernkatzen sehr alt werden ... die Katze meiner Bekannten zB hat in ihrem Leben nur 1 x (zur Kastration) den Tierarzt gesehen und wurde 25 Jahre alt. Keine Impfung, niemals Katzenfutter, nur Mäuse und Küchenabfälle! Man muss aber auch dazusagen, dass sie am Berg gewohnt hat, wo sie mit wenigen anderen Katzen in Kontakt gekommen ist.

Meiner Meinung nach schon. Keine Katze hält es aus, wenn sie vom Trecker überfahren wird.

Die Katzen in meiner Gegend (sehr ländlich) bekommen nur Trockenfutter und Wasser, fangen sich Mäuse, wohnen auf dem Heuschober, kriegen ab und zu mal ein Flohhalsband um, nicht besonders viel Zuwendung, keine Entwurmung, erst recht keine Impfungen. Alle sind gesund, zahnsteinlos (bei 20 Katzen überprüft) und es geht ihnen gut. Eine Katze hat einen Beinahe-Beinbruch selbst auskuriert.

Robuster als ne reine Wohnungskatze, die nie draußen ist sind die sicherlich. Das dürfte aber für so ziemlich alle freigehenden Katzen gelten.

die bauernkatzen sind keine stubenhocker die können mehr frei rumlaufenund sich so richtig austoben.die sind auch nicht so anfällig gegen krankheiten.

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