Hallo!Weis jemand ob eine Lohnpfändung zwecks Unterhaltrückstand genau so gehandhabt wird wie eine andere Lohnpfändung!Geht es da auch nach der Pfändungstabele?

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6 Antworten

Bei einer Pfändung wegen sonstiger Forderungen, werden vom Nettolohn ÜBER der Pfändungsfreibetrag 40 %  an den Gläubiger gezahlt. Das soll verhindern, dass der Schuldner lieber die Arbeit ganz aufgibt.

Beim Unterhalt gibt es diese Regelung nicht. Der Unterhaltsschuldner könnte für ein solches Verhalten sogar mit Gefängnis bestraft werden.

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General78 14.07.2016, 12:27

Es ist keine Pfändung wegen sonstiger Forderungen,sondern wegen Unterhaltsrückstand!da zählt doch die Pfändungstabelle nicht!..Oder?

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Wenn es um Unterhaltsrückstände geht, werden diese behandelt wie "normale" Pfändungen, dann gilt die "normale" Pfändungstabelle und die Pfändungsreihenfolge entsprechend der "Anmeldung" der Ansprüche....

Handelt es sich um "laufenden Unterhalt" (Unterhalt für den laufenden Monat), so hat dieser Vorrang vor den anderen Pfändungen und der Pfändungsfreibetrag kann ggf. bis auf "Sozialhilfeniveau" herabgesetzt werden...

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Prinzipiell schon. Auf Antrag wird vom Vollstreckungsgericht aber ein anderer unpfändbarer Betrag festgesetzt, der im Regelfall deutlich niedriger ist.

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Oft wird in dem Pfändungstitel ein Pfändungsfreibetrag angegeben, da hierbei u. U. dieser niedriger sein kann als bei gewöhnlichen Pfändungen.

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General78 14.07.2016, 12:17

Also bei einer Unterhaltspfändung kann der Pfändungsbetrag laut Tabelle noch niedriger sein?

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Mojoi 14.07.2016, 12:18

Richtig. Denn im "normalem" Pfändungsfreibetrag wird ja noch die Unterhaltsverpflichtung berücksichtigt, die nicht mitgepfändet werden soll.

Bei Pfändung wegen Unterhaltsverpflichtung geht es ja genau um den Unterhalt. Kann also nicht noch zusätzlich von der Pfändung ausgespart werden.

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General78 14.07.2016, 12:20
@Mojoi

Da gibt es doch aber auch eine Grenze für die Pfändung.Alles geht ja auch nicht!

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Nightlover70 14.07.2016, 12:22

Meist wird der Wert vom Gericht im PfÜB angegeben.

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Ich weiss nur, dass die Pfändung von Unterhaltsrückständen Vorrang hat vor allen anderen Pfändungen...

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Grundsätzlich geht es um das Geld welches offen ist. Dem GVo ist es egal, ob er für ein Auto oder ein Kind ein treibt.

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