Halloo an alle die Geschichte können! ganz ganz wichtig

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3 Antworten

1) In der Überschrift bedeutet „Muster“ offenbar „Modelle“, die mit ihren Strukturen die politischen und sozialen Verhältnisse auf dem Land prägten. Grundherrschaft, Leibeigenschaft, Genossenschaft sind Beispiele solcher Muster/Modelle von politisch-sozialer Ordnung.

Grundherrschaft war im Mittelalter eine grundlegende Ordnung. Ein Grundherr war ein Grundeigentümer oder Inhaber eines Lehens mit Verfügungsgewalt über ein Stück Land. Er vergab Land zur Bewirtschaftung an Abhängige (Bauern), denen er Schutz zusagte. Die Abhängigen waren zu Abgaben (zunächst Naturalien; später zum Teil auch Geld) an ihren Grundherrn und zu Dienstleistungen/Frondiensten verpflichtet. Die Grundherren hatten in ihrer Grundherrschaft die Gerichtsbarkeit und Verwaltungsbefugnisse.

Leibeigenschaft war eine besonders weitgehende Form von Abhängigkeit und Unfreiheit. Leibeigene waren zu Abgaben und Dienstleistungen (Fron) verpflichtet. Ihre Abhängigkeit war personengebunden. Sie hatten keine völlige Freizügigkeit (konnten nicht das Land nach eigenem Willen verlassen/ihren Wohn- und Aufenthaltsort wählen) und konnten nur mit Erlaubnis ihrer Herren heiraten.

Eine Genossenschaft ist eine Vereinigung von Personen, die sich zu einer gemeinsamen Tätigkeit zusammenschließen. Dazu gehört eine Dorfgenossenschaft mit enger nachbarlicher Zusammenarbeit und einer Allmende, einer landwirtschaftlichen Nutzungsfläche als gemeinschaftliches Eigentum.

2) Im Mittelalter waren Juden in einem großem Ausmaß von Landwirtschaft und Handwerk ausgeschlossen. Daher warn sie in einem hohen Grad im Handel und in Geldgeschäften tätig. Im Spätmittelalter (14. und 15. Jahrhundert) nahmen in Deutschland eine Vertreibung von Juden und ihre Verdrängung zu. Juden hatten im Mittelalter keinen einfach durch das öffentliche Recht gesicherten Schutz, sondern nur aufgrund einer Gewährung königlichen Schutzes gegen Bezahlung. Seit dem 13. Jahrhundert galten Juden als schutzbedürftige Kammerknechte des Kaisers/ Königs (der kaiserlichen Kammer - ein Amt zur Verwaltung der Einkünfte- in einer Kammerknechtschaft zugeordnet). Das königliche Hoheitsrecht in Bezug auf „Schutzjuden“ (Judenregal) ist dann auch zu einem Hoheitsrecht von Fürsten und niederen Adligen geworden. Reichsritter waren an finanziellen Einkünften interessiert und haben Juden nicht einfach nur aus Menschenfreundlichkeit aufgenommen und ihnen einen Schutzbrief gegeben, sondern dafür Abgaben verlangt.

3) Die Bedingungen wurden für den Einzelfall genau festgelegt. Eine allgemeine Bestimmung war eine von den Juden jährlich zu zahlende Abgabe (Schutzgeld). Weitere Bedingungen konnten z. B. besondere Abgaben (beispielsweise für Einzug oder Heirat), Festsetzung der Art und des Umfangs der beruflichen Tätigkeit von Juden, Anzahl ihrer Gehilfen, Vereinbarung von Geltungszeiten/Befristungen (möglicherweise auch besondere örtliche Aufenthaltsbeschränkungen) oder Festlegung eines Höchstzinses für Geldgeschäfte sein.

Bin jetzt kein Profi auf dem Gebiet, aber soweit ich weiß, hat man die Juden früher als zuverlässige Einnahmequelle gesehen. Da sie ja in den meisten Fällen von den "ehrbaren" Berufen (Handwerk etc) ausgeschlossen waren, haben sich die meisten als Geldverleiher verdingt - und dafür Zinsen verlangt. Auf diese Weise kamen viele Juden zu Reichtum - und den wiederum konnten die Reichsritter ganz gut gebrauchen. Sie stellen den Juden also Schutzbriefe aus, die die Sicherheit der Juden garantierte, wenn sie diese und jene Bedingung erfüllen. (Geld an den Grundherren/Lehnsherren) Wie gesagt, ein Profi bin ich nicht gerade, aber ich hoffe, das hilft dir ein klein wenig weiter.

Wie wär's, wenn Du Dich nicht erst am Vorabend um Dein Referat kümmertest?

und DUU willst gar nicht wissen, wie mich solche Leute wie du stressen! Du gibst keine vernünftige Hilfe und schreibst einfach nur, damit was geschrieben ist! Vielen Dank!!!!!!!!!!

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