hallo,muss mein mann für meinen vollj.sohn aufkommen.mein exmann will,dass er auch unterhalt zahltr

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5 Antworten

Für volljährige sind beide Elternteile zu Barunterhalt verpflichtet. Der Stiefelternteil kann eigentlich nicht zu Unterhalt verpflichtet werden. Allerdings könnte man Dir als Mutter anrechnen, dass Du ja dem Stiefvater auch den Haushalt führst und er Dir deshalb wie eine Haushaltshilfe auch mit ein paar Hundert Euro vergüten müsste und er dadurch Deinen Unterhalt mit einem Teil seines Unterhaltes aufbessern müsste. Dadurch hättest Du netto eben mehr Geld zur Verfügung, als Du verdienst.

Mit deinen Summen, das ist jetzt schwer nachzuvollziehen auch besteht die Frage, ob Dein Sohn alleine wohnt oder zu Hause bei euch, da würdest ihr ihn auch durch die Wohnmöglichkeit unterstützen. Ich gehe jetzt auch mal davon aus, dass es seine erste Ausbildung ist, denn eine zweite muss der Vater gar nicht finanzieren (die Mutter auch nicht). Da die Krankenkasse bezahlt wird, gehe ich auch mal davon aus, dass er bereits über 23 Jahre alt ist, sonst könnte er ja mit Dir mitversichert sein in der Familienversicherung. Ich lese gerade Mietkaution, also wohnt er nicht mehr zu Hause.

Also wenn es seine Erstausbildung ist, dann stehen ihm insgesamt 670 Euro zu im Monat. Hat er versucht, Schülerbafög zu beantragen? Oder Ausbildungsförderung? Das würde dann schon mal die 670 Euro mindern, genau wie evtl. noch gezahltes Kindergeld.

wie man das nun wirklich rechnen will, das ist schwer zu beurteilen, nur weil der Anwalt das sagt, das genügt ja nicht. Zahlt der Vater nicht oder nicht genug, dann kann Dein Sohn sich einfach einen Anwalt nehmen und den Vater auf mehr Unterhalt verklagen. Zuerst kann er sich ja mal beim Anwalt beraten lassen, wie der das sieht. Deinen Sohn kostet das nichts, denn er bekommt Beratungshilfe (10 Euro) oder prozesskostenhilfe. Auf diese Art wird dann der genaue Betrag ermittelt, den sein Vater wirklich zu bezahlen hat und daraus ergibt sich dann ja auch automatisch, was ihr noch zuschiessen müsst.

Denn auch wenn Dein Mann nur der Stiefvater ist, werdet ihr beide ihn ja unterstützen, so weit es notwendig ist. Und der Vater muss eben zahlen, wozu er verurteilt wird bzw. wie beide Anwälte das aushandelt. So kommt keiner zu kurz.

Ich habe keinen neuen Mann und mein Ex zahlt gar nichts, ich muss eh immer alles selbst finanzieren und es muss auch gehen. Man unterstützt seine Kinder halt.

...bisher habe ich immer versucht für meine söhne aufzukommen...ich wollte nicht in meiner neuen partnerschaft abhängig sein...wie schon geschrieben,mein jetziger mann unterstützt uns ja auch...darauf verlässt sich mein ex und versucht ständig um den unterhalt herum zu kommen...er wollte nach der scheidung,dass mein mann die kinder adoptiert...wenn er sich nie meldete, wollte er aber telefonisch meine kinder überreden kein abitur zu machen...sie sollten sich um eine lehrstelle bemühen...mein ältester sohn hatte auch mehrere gerichtsverhandlungen mit seinem vater...bei meinem mittl.sohn handelt es sich um eine erstausbildung...ich habe auch noch eine tochter aus zweiter ehe, also mit meinem jetzigen mann...

meine brennende frage ist ...muss ein stiefvater seine stiefkinder unterhalten, obwohl der leibliche vater arbeitet -netto 1650€- bafög bekommt mein sohn auch...das problem ist, dass wir schulgeld in höhe von monatl.290€ zahlen, welches mein sohn monatlich mit der miete in höhe von 280€ warm bezahlt...den rest s.o. unterstütze ich monatl. einen mehrbedarf hat die anwältin mit zahlung des regulären unterhaltes ja angestrebt und meint auch, dass ich meinen sohn genug unterstütze, obwohl ich noch eine mindj.tochter habe ...

es ist halt alles kompliziert...und leider gibt es wohl keine einheitlichen richtlinien... es gibt halt väter/ stiefväter die besitzen anstand und legen ihre kinder/ stiefkinder nicht ab, wie kleidungstücke...

bin das erste mal in einem forum...habt vielen dank für die beantwortung

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Hi,

Die Eltern schulden dem volljährigen Kind über das 18. Lebensjahr hinaus nur Unterhalt (in diesem Fall Barunterhalt), wenn es sich in einer Ausbildung befinden, da die Eltern dem Kind den Unterhalt nach § 1610 Abs. 2 BGB bis zu einem berufsqualifizeirendem Abschluss schulden. Der Barunterhalt ist von beiden Elternteilen zu erbringen, im Fall von getrennt lebenden Eltern auch von dem Elternteil, bei dem das Kind lebt. Der Naturalunterhalt in Form von Betreuung hat ab Eintreten der Volljährigkeit keine Bedeutung mehr.

Grundsätzlich anders als bei Minderjährigen stellt sich die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren volljährigen Kindern dar. Hier ist im Regelfall davon auszugehen, dass die Kinder für sich selbst verantwortlich sind. Aufgrund der geringeren Verantwortlichkeit Volljährigen gegenüber, ist auch der dem Unterhaltsverpflichteten zustehende Selbstbehalt höher und liegt bei monatlich 1.100 €. Darin ist eine Warmmiete i.H.v. monatlich 450 € enthalten.

Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach Maßgabe der 4. Altersstufe der **Düsseldorfer Tabelle. **

Maßgeblich für die Höhe des Unterhaltsanspruchs Volljähriger ist das zusammengerechnete Einkommen beider Elternteile. Beide Elternteile haften als gleichnahe Verwandte für den Unterhalt gleichrangig, jedoch anteilig (quotiell) unter Berücksichtigung ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Von dem zugrundezulegenden Einkommen ist zunächst bei beiden Elternteilen der ihnen zustehende Selbstbehalt in Abzug zu bringen. Erst nach Abzug des Selbstbehaltes ist die Haftungsquote zu ermitteln. Diese ist sodann ins Verhältnis zu setzen zu dem Bedarf des Unterhaltsberechtigten. Eigeneinkünfte des Unterhaltsberechtigten sind auf seinen Unterhaltsbedarf anzurechnen. Auch ist das Kindergeld, soweit es von Volljährigen noch bezogen wird, auf den Unterhaltsbedarf in voller Höhe anzurechnen.

Quelle:

http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/kind-volljaehrig.html

Unterhalt..Stiefvater...

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Gem. § 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.Da Dein jetziger Mann mit Deinem Stiefsohn jedoch nicht verwandt ist, ist er diesem gegenüber nicht unterhaltspflichtig.

2.

Unterhaltspflichtig sind, sofern man eine Unterhaltspflicht dem Grunde nach annimmt, Du als Mutter und Ehefrau des Stiefvaters sowie der Vater Deines Sohnes. Da der Sohn volljährig ist, errechnet sich dessen Unterhalt unter Berücksichtigung der Einkünfte beider Elternteile.

Und an dieser Stelle kann das Einkommen des Stiefvaters insoweit eine Rolle spielen, als daß ggf. der Selbstbehalt der Ehefrau herabgesetzt wird. **Das wäre rechnerisch aber nur dann von Bedeutung, wenn ein sog. Mangelfall vorläge, d. h. wenn die Einkünfte beider Elternteile(des leiblichen Sohnes) nicht ausreichten, um den Unterhaltsbedarf abzudecken. **

mfg.

...vielen dank für die kompetente antwort, ganz besonders für die §en- vllt.lässt es mich etwas ruhiger schlafen... inwieweit kann ich mich selber vertreten beim fam.gericht??? die verhandlung wurde verschoben...zu dieser zeit könnte ich mir die zeit nehmen, weil ich dann keinen unterricht bzw.ferien habe... ich hätte da noch eine bitte für einen ratschlag, wenn möglich...mein ex hat auch eine lebenspartnerin, ist mit ihr jedoch nicht verheiratet...davon erwähnt sein rechtsanwalt jedoch nichts...sollte ich es ansprechen?

ich bin eigentl.der typ von..."ich ergebe mich", die hauptsache meine kid`s , meine family und ich sind alle gesund... aber, dass mein ex den stiefvater seiner söhne ausnutzen will- nein,dafür möchte ich ihn doch grenzen setzen...fragt sich nur, ob ich auch handfeste möglichkeiten dafür besitze, zumind. für den richter...

danke aber für die antwort =)

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@snooky631220

Die Vertretung bei den Familiengerichten ist wie folgt geregelt:

Antragsteller und Antragsgegner müssen in Ehesachen und Folgesachen und den selbstständigen Familienstreitsachen jeweils durch einen Rechtsanwalt vertreten sein (§ 114 FamRZ).

Dies gilt vor dem Familiengericht (also Amtsgericht) und in den weiteren Instanzen vor dem OLG oder BGH. Deshalb muss für die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen ab dem 01.09.2009 immer ein Rechtsanwalt vor dem Familiengericht eingeschaltet werden, unabhängig von der Höhe des geltend gemachten Anspruchs.

Vom Anwaltszwang vor dem Familiengericht gibt es jedoch folgende Ausnahmen:

  1. wenn Verfahrenskostenhilfe beantragt wird

  2. in Verfahren der einstweiligen Anordnung

  3. wenn ein Beteiligter durch das Jugendamt auch als Beistand vertreten wird

Das Familiengericht ordnet einem Beteiligten einen Rechtsanwalt bei, wenn dieser bei bestehendem Anwaltszwang nicht anwaltlich vertreten ist § 78 FamFG.

Für den beigeordneten Rechtsanwalt trägt der Beteiligte die Kosten (Verfahrenskosten).

allso lieber selber einen Anwalt nehmen

mein ex hat auch eine lebenspartnerin, ist mit ihr jedoch nicht verheiratet...davon erwähnt sein rechtsanwalt jedoch nichts...sollte ich es ansprechen?

ist für diesen Fall eigentlich unerheblich,da sowohl ja Dein jetziger Gatte,als auch die Partnerin Deines Ex nicht herangezogen werden können,da Dein Einkommen und das Deines EX ja ausreicht,um den Unterhalt des Sohnes zu decken.

mfg.

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bei euch gibt es einige unstimmigkeiten. - krankenversichert wird in der regel das kind bei dem elternteil, der mehr verdient (ist unabhängig vom sorgerecht).

unterhaltspflichtig bist du nur, wenn du leistungsfähig bist - da spielt das einkommen deines jetzigen partners so gut wie keine rolle.

dein möglicher unterhalt kann auch mit materiellen gegenleistungen aufgerechnet werden (wohnraumgestellung, verköstigung usw.)

im übrigen würde ich das mit dem jugendamt absprechen. die errechnen auch nach dem 18. geburtstag die unterhaltsansprüche. das beste dabei ist dann, du hast etwas definitives in der hand, weil auch der vater seine leistungsmöglichkeit offenlegen muss.

mit den dazugehörigen §§ bin ich jetzt leicht überfordert. aber ein termin beim jugendamt kann dir mit sicherheit weiterhelfen und dir die grundsätzliche notwendigkeit eines anwalts darlegen.

...danke für den tip mit dem jugendamt...obwohl ich vor 1,5 jahren ein schreiben aus bonn erhalten habe, dass sie für meinen sohn nicht mehr zuständig sind (ich habe 6 jahre in belgien gelebt, mein sohn hatte dann seine fos hinter sich) ...denke aber,dass mein sohn,der sich am ausbildungsort eine anwältin genommen hat nicht auch noch das jugendamt in anspruch nehmen kann...ich kann nicht nachvollziehen,dass sein stiefvater auch noch aufkommen muss...würde es ja verstehen,wenn mein sohn waise wäre oder mein ex arbeitslosenhilfe beziehen würde... mich hat das schreiben vom amtsgericht geschockt...die verhandlung ist bis ende märz verschoben

danke für die beantwortung

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@snooky631220

das amtsgerichtsschreiben hast du vorher nicht erwähnt, und ist wahrscheinlich sowieso nur eine formsache. entscheidend ist deine einkommenssituation und somit deine leistungsfähigkeit. stiefvater hat da keine eklatante bedeutung.

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Leider ist es so , das Gesetz sagt, dein Mann muß dich versorgen und du somit, mit deinem Verdienst, deinen Sohn. Hör auf zu arbeiten und du hast kein Einkommen mehr und kannst deinen Sohn nicht unterstützen. Dann muß sein Vater ihn unterstützen und ihr könnt dem Jungen freiwillige Zuschüsse geben! Zumindest habe ich das so erfahren! Also der Stiefvater muß indirekt für das Kind bezahlen. Nimm dir einen Anwalt!

...ich arbeite sehr gerne, obwohl ich volltags nur 1150€ netto verdiene...geraten haben mir schon viele dazu- aufzuhören- dennoch, so der anwalt meines ex, muss wohl mein mann trotzdem zahlen

ich weiß es leider nicht...gibt es nicht irgendeine oder einen, dem es auch so ergangen ist und mir einen rat geben kann?

ist vllt.ein netter lieber anwalt oder anwältin im forum?

l.gr.

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@snooky631220

Indirekt muß dein Mann zahlen, aber laut gesetz zahlst du von deinen 1150 Euro, wie gesagt, du lebst von deinem Mann. Hast du noch jüngere Kinder? mir ist das auch so ergangen, ich mußte mit meinem Gehalt ohne Zuschuß des Vaters 3 bei mir im Haushalt lebende Kinder verhalten, da mein Ehemann und Stiefvater der Kinder für mich aufkommen musste.

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Für die Berechnung des Unterhaltes zählt nur dein Einkommen. Allefalls, das kommt auf den OLG-Bezirk an, könnte man dein Einkommen um einen Haushaltsersparnis bereinigen.

Wenn du hier die ungefähren Einkommen nennen möchtest, kann man auch in etwa sagen, wieviel Unterhalt jeder Elternteil beisteuern muss. Ohne diese Information ist hier keine Aussage möglich.

...danke für die antwort

also ich habe netto bei vollzeit 1150€...mein ex netto 1680€...

mein sohn befindet sich in einer erstausbildung, erhält monatl. kindergeld 184€ und bafög in höhe von 176€. ich zahle (bisher freiwillig und würde es auch weiterhin machen) monatl.150€.

mein sohn zahlt an miete -warm- 280€ für eine kl.ein-zimmer-wohnung im kellergeschoss (als nebenwohnung) am ausbildungsort. hauptwohnlich ist er bei uns gemeldet. das sollten wir so machen, weil kinder ohne ausbildung bei den eltern bis zum 25.lj.gemeldet sein müssen. monatlich zahlt er für die berufliche ausbildung mit ihk-abschluss 290€. seine anwältin meint, dass man diesen betrag zu den 670€ monatl. als besondere ausgaben für die unterhaltsberechnung hinzuzählen muss. von meiner seite ist es so auch i.o. es ergibt sich für ihn einen gesamtbedarfsbetrag in höhe von 960€.

mein ex wurde von der rechtsanwältin aufgefordert unterhalt in höhe von 450€ zu zahlen. das möchte mein ex nicht und verweist auf meinen mann, der ein viel höheres einkommen hat als er.

ich habe einen arbeitsvertrag der nur das schuljahr über befristet ist. also vom 1.8.2012 bis zum 31.7.2013 und muss mich im april arbeitslos melden.

wenn sich nichts geändert hat, gibt es wohl 64% arbeitslosengeld? ich habe da leider keine ahnung. diese würde ich dann wohl für ein halbes jahr bekommen.

ansonsten habe ich noch eine 11j.junge tochter -gemeinsam mit meinem ehemann. zwar habe ich aus erster ehe noch einen sohn, der ist jedoch 29j. und hat eine eigene familie.

muss ich noch etwas berücksichtigen?

lieben dank vorab =)

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@snooky631220

Dein Mann ist auf keinen Fall unterhaltspflichtig. Er muss deinem Sohn keinen Unterhalt zahlen, da er mit ihm nicht verwandt ist.

Wenn von Seiten des Vaters eingeräumt wird, dass die Ausbildungskosten zusätzlich zum Unterhalt zu zahlen sind, könnte es sich hier um einen sogenannten Mangelfall handeln. Das bedeutet, es ist nicht genügend Einkommen vorhanden um den gesamten Unterhaltsanspruch zu befriedigen.
Ausnahme: Einer oder beide Eltern wohnen in Eigentum. (Falls das der Fall ist, müsste der sogenannte wohnwerte Vorteil berücksichtigt werden, unterhaltsrechtliche Leitlinien Ziffer 5)

Das Nettoeinkommen muss auf beiden Seiten jeweils noch bereinigt werden. Hierzu muss man die berufsbedingte Aufwendungen abziehen. Da ich etwas vom AG Bonn gelesen habe, dürfte bei euch das OLG Köln zuständig sein. Köln erkennt keine 5%-Pauschale an. Fahrtkosten werden mit 30 Cent/km gefahrener Strecke berechnet. Dies entspricht etwa 11,-€ pro Kilometer zur Arbeitsstelle.
Falls eine sekundäre Altersvorsorge betrieben wird (Lebensversicherung, Riester etc.) so mindert diese das Einkommen bis zu einer Höhe von 4% des Bruttoeinkommens.
Die in den Berechnungszeitraum fallende Steuererstattung wird dem Einkommen hinzugerechnet.
Der Selbstbehalt beträgt 1200,-€.

Die Einzelheiten kenne ich ja nicht, daher kann ich keine genaue Berechnung durchführen. Geht man als Beispiel von einer Fahrtstrecke von 10km zur Arbeit aus und einer Altersvorsorge von 60,-€ monatlich und einer Steuerrückerstattung 200,-€ (bezogen auf 10km zur Arbeit), käme man zu folgendender Rechnung:

Gehalt - Selbstbehalt - Altersvorsorge - Fahrtkosten + Steuererstattung/12 = Leistungsfähigkeit

1680 - 1200 - 60 - 112,50 + ~ 16,5 = 324,-€

Der vom Vater maximal zu leistende Unterhalt wäre bei dieser Berechnung 324,-€. Das ist der der Betrag über den der Vater leistungsfähig ist.
Der genaue Betrag ergibt sich aus den konkreten Zahlen und vielleicht noch zu berücksichtigender anderer Dinge und kann höher oder niedriger liegen.

Ich hoffe, das hat etwas geholfen. Falls du noch Fragen hast, kannst du gerne noch mal kommentieren.

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@Eifelmensch

vielen dank für die umfangreiche beantwortung...zuständig für die unterhaltsangelegenheit ist das amtsgericht in aurich...ich hatte heute ein gespräch mit der anwältin meines sohnes in hro,wo er seine ausbildung macht...mir wurde nun erklärt,dass der anwalt meines ex-mannes einen unterhalt (von netto 1650€)um die 100€ für meinen sohn errechnet hat(er fährt nicht mit dem auto zur arbeitsstelle,weil er diese in 5 min zu fuß erreicht)...ich hingegen soll zu meinem gehalt das hälftige gehalt meines mannes hinzurechnen,welches dann meinen anteil an barunterhalt darstellt...berechnet wurden mir 2500€ -selbstbehalt 1200€ rest wäre dann für den unterhalt...ich zahle dann den rest bis zum bedarfssatz meines sohnes...also indirekt zahlt dann der stiefvater...ich hätte keine andere handhabe...mein ex hat zwar auch eine lebensgefährtin,weil sie aber nicht verheiratet sind,wird ihr einkommen nicht anteilig hinzugezählt...ich kann das rechtssystem einfach nicht begreifen...viele neue "zweit"partnerschaften müssten sich doch dann überlegen,ob sie jemals wieder heiraten...ist doch letztlich eine strafe für die stiefväter...wer hat sich das ausgedacht... mein sohn hat beide elternteile die gesund sind und arbeiten um für ihn die erstausbildung finanzieren zu können...nein, die reine verwandtschaftslinie reicht nicht aus, also muss der stiefvater s/einen anteil beisteuern damit der leibliche vater sich gemütlich zurücklehnen kann...klar mich gab es nur mit meinen kindern, welch elend für alle zweitpartnerschaften =( ob es richter gibt, in patchworkfamily`s die auch indirekt löhnen müssen???

l.gr.

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@snooky631220

mir wurde nun erklärt,dass der anwalt meines ex-mannes..............

Der Anwalt tut seine Arbeit, er nimmt die Interessen seines Mandanten wahr. Ob er damit bei einer eventuell anstehenden Gerichtsverhandlung durchdringen wird, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.
Eine hälftige Anrechnung des Einkommens deines Mannes geht ja gar nicht.
Wenn man eine eine Berechnung aufmacht, die maximal ungünstig für euch wäre, dann könnte man allenfalls die Hälftige Differenz der bereinigten Einkommen einrechnen. Aber auch das würde ich ablehnen, da von außen in eine funktionierende Ehe nicht eingegriffen werden darf.
Es darf kein Dritter über Einkommen und Rolle einer Ehe disponieren.

Hier stellt sich mir die Frage, wie dein Ex an die Information über die Höhe des Einkommens deines Mannes gekommen ist. Dieser ist weder deinem Ex, noch eurem Sohn gegenüber auskunftspflichtig.

Wie geschrieben, eine Reduzierung des Selbstbehaltes wäre denkbar, dann aber auch für deinen Ex, denn die Haushaltsersparnis hängt nicht von einer Ehe, sondern nur vom Zusammenleben ab.

Eine Anrechnung eines Taschengeldanspruches wäre ebenfalls denkbar, auch einen gewissen Betrag für die Haushaltsführung, den du gegenüber deinem Mann geltend machen könntest. Das nur, falls du den Haushalt alleine führst.

Du kann auch mal in die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des wohl zuständigen OLG Oldenburg schauen: http://www.treffpunkteltern.de/familienrecht/Unterhaltsrechtliche_Leitlinen/unterhaltsrechtliche-leitlinien-oldenburg-2008_354.php

Oldenburg rechnet bspw. pauschal 5% für berufsbedingte Aufwendungen.

Dein Sohn wird die Sache wohl vor Gericht durchziehen müssen. Ich glaube nicht, dass der Vater dann mit seiner Berechnung durchdringt indem er auf das Einkommen deines Mannes verweist.
Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft.

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@Eifelmensch

vielen dank für die antwort und die wünsche...inzwischen habe ich die schriftsätze vom amtsgericht erhalten...das einkommen meines mannes musste er mit gehaltsbescheinigung nachweisen...der rechtsanwalt von meinem ex wollte es

ich habe mal eine frage- sind sie anwalt? oder juristisch tätig? kennen sie einen guten anwalt in berlin oder auch potsdam?

l.gr. =)

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@snooky631220

Nee, ich beschäftige mich nur hobbymäßig mit Familienrecht und lese mich in viele Urteile ein.

das einkommen meines mannes musste er mit gehaltsbescheinigung nachweisen...der rechtsanwalt von meinem ex wollte es

Tja, da hätte der Anwalt der Gegenseite einschreiten müssen. Ein Anspruch auf Belege besteht nicht, allenfalls die Darlegung der ungefähren Einkommenssituation.
Selbst das ist aber nicht unumstritten. Ich würde in solch einer Situation jedenfalls nicht klein beigeben. Das ist für euch jetzt aber zu spät. Die Belege liegen vor, das Einkommen ist bekannt.
Das tut aber nichts zur Sache. Eine Anrechnung des Einkommens deines Mannes halte ich nicht für Durchsetzbar.
Der Vater muss m.E. Unterhalt bis zur Selbstbehaltsgrenze zahlen.

Der Sohn muss sich nicht auf diese Spielereien einlassen. Der Vater kann auch nicht verlangen, dass der Sohn Unterhaltsansprüche gegen dich durchsetzt.

Was sagt denn das Gericht zu der Sache?

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@Eifelmensch

die anwältin meines sohnes schrieb mich anfang des jahres an, dass sie von mir und von meinem mann eine auflistung unseres einkommens sowie aller ausgaben bräuchte...das haben wir gemacht...ende januar verlangte sie für die gegenseite, also die meines ex-es alle belege dafür einschl.der aktuellen gehaltsbescheinigungen...das habe ich umgehen gemacht, zumal der gerichtstermin zu dieser zeit auf den 26.2.anberaumt war... anfangs, so schrieb die anwältin meines sohnes, erklärte sie mir in dem ersten schreiben,dass von dem, was netto mit allen ausgaben dann berücksichtigt ist, 5% abgezogen werden müsse und meinem gehalt (ich habe netto 1150€) hinzugerechnet werden muss, weil ich ja einen vorteil durch meinen mann habe...davon geht das gericht nun gar nicht aus...sie teilen das einkommen meines mannes, ziehen vorab noch das geld für unsere tochter ab sowie die 5% berufsbed.aufwendungen...dann wir es geteilt und ich hätte dann nach der berechnung von denen ein einkommen von 2500€...dann ziehen sie meinen selbstbehalt von 1200€ ab und kommen rechnerisch auf 1300€ die ich für den unterhalt aufwenden kann...mein ex hat 1680€ bis zum selbstbehalt verbleiben somit 480€...zahlen soll er nur um die 100€...er würde jetzt jedoch schon das dreifache zahlen-so sein RA- welches er nicht müsste...der anwalt und die anwältin verweisen ausdrücklich darauf, dass mein mann doch keinen unterhalt zahlen muss...ich jedoch in der pflicht stehe...durch meinen mann hätte ich faktisch aber das o.g. einkommen...also indirekt zahlt dann aber doch mein mann...

es ist wirklich sehr kompliziert...ich träume nachts schon davon...

ich frage mich wirklich ernsthaft, ob es tatsächlich nur so gehandhabt werden kann...vorgenommen habe ich mir eigentlich, dass ich am wo-ende selber mal an das amtsgericht/ an den familienrichter schreibe...die §en so interpretiere, wie ich es verstehe...wie z.b. die sache mit dem verwandtschaftsgrad usw. ich habe das gefühl,dass die angelegenheit zu einer beliebigkeitsangelegenheit wird...seziert wird hier mein mann

mein ex sehe ich dann als nasssauer...

bin sogar beim überlegen, ob ich evtl.über die medien auf die unterhaltsangelegenheit aufmerksamkeit erregen sollte...jeglicher müll wird gezeigt ohne sinn und verstand...hier geht es um einen stiefvater, der regelrecht ausgebeutet werden soll

durch die heirat hat sich bei meinem mann zwar steuerlich etwas verändert...jedoch alles, was er heute noch einzahlt (lebensversicherung u.a.) hatte er zuvor für sich ja auch schon gemacht...durch mich und meine kid`s (mein älterer wohnte bis 2006 auch mit uns zusammen) hat er mehr miete zahlen müssen, weil wir zusammen gezogen sind und u.a.auch andere ausgaben, wie z.b. private krankenversicherung (mein ex wollte unsere söhne nicht mit i.d.familienversicherung einbeziehen, weil er jeglichen kontakt meiden wollte- das alleinige sorgerecht bekam ich)

wie schon geschrieben, die angelegenheit ist sehr kompliziert...auf meine frage, ob ich mir nicht lieber auch einen anwalt nehmen sollte, meinte die anwältin meines sohnes, dass ich den beschluss abwarten solle...ich könne ja dann später dagegen klagen...ich denke,dass es dann zu spät ist...ob es klug ist, sich alleine zu vertreten bzw. an das amtsgericht zu schreiben,weiß ich leider nicht...was könnte mir passieren, wenn ich es mache...evtl.nimmt man mich nicht ernst, das schreiben landet i.d. müll, vllt.ist man erbost und lässt mich so richtig auflaufen...kann es aber noch schlimmer werden bei dem jetzigen zustand??? natürl.erhoffe ich mir, dass der richter, wenn er seinen beruf als berufung versteht und gerecht handelt auch meine belange versteht zumind. davon in meinem schreiben erfährt... ich hadere noch mit mir...nur,wer nichts sagt,wird nicht gehört...

ich finde es aber toll, dass ich mich hier äußern kann...schade,dass sie kein anwalt sind...

danke aber für die zeit und das lesen meiner zeilen...ist zeitweise bestimmt verwirrend =(

l.gr. achso, das gericht hat die verhandlung verschoben, weil der anwalt meines ex noch bis zum 12.3. etwas vorlegen wollte und - wortwörtlich im schreiben steht weiterhin"dreh-und angelpunkt ist die unterhaltszahlung der mutter"

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@snooky631220

So wie das Amtsgericht das macht geht das nicht.

Allerdings bist du doch im Moment gar kein Prozessbeteiligter. Geklagt hat doch der Vater gegen den Sohn, oder umgekehrt!?

Das Problem hat natürlich dein Sohn bzw. du.
Der Anwältin des Sohnes kann es aber prinzipiell egal sein, von wem der Sohn den Unterhalt bekommt. Vielleicht hat sie auch schon im Hinterkopf, dass bei dieser Sachlage noch ein 2. Verfahren zu machen ist und sie damit Geld verdienen kann.
Man muss immer im Hinterhopf haben, dass sehr viele Anwälte als allerstes an ihren Geldbeutel denken und nicht an die Interessen ihres Mandanten!
Nur so kann ich mir die Vorgehensweise der Anwältin deines Sohnes erklären.
Eine Alternative wäre, sie hat keine Ahnung von dem was sie macht.

Ich habe schon viele Urteile gelesen, die geschilderte Berechnungsmethode kenne ich jedoch noch nicht mal aus Urteilen bei denen es um minderjährige oder privilegiert volljährige Kinder geht.

Falls du irgendwann selbst Partei beim Familiengericht wirst, brauchst du einen Anwalt. Der ist vorgeschrieben.

Ich schlage dir aber zunächst einmal vor, deinen Fall beim www.treffpunkteltern.de zu schildern. Dort sind einige kompetente Leute unterwegs.
Willst du eine vernünftige Antwort erhalten, musst du allerdings alle geforderten Angbaben machen.

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