Hallo, meine Frau und ich haben uns kürzlich getrennt nach 10-jähriger Ehe. Ihr Anwalt meint, sie hätte Ehegattenunterhaltsanspruch über 3 Jahre, stimmt das?

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6 Antworten

Der Unterhaltsanspruch setzt zunächst einmal voraus, dass Deine Frau überhaupt unterhaltsbedürftig ist. Dabei wird geprüft, ob sie durch eigene Einnahmen aus einer Vollzeittätigkeit und aus Kapitaleinnahmen (z.B. Zinsen) aus dem Zugewinnausgleich auf ihren ehelichen Bedarf ( = 3/7 des während der Ehe zuletzt vorhandenen Netto-Einkommensunterschieds) kommt oder nicht. Falls nein, ist ein Unterhaltsanspruch gegeben.

Dieser Unterhaltsanspruch ist zunächst einmal unbefristet, d.h. ohne zeitliches Ende. Sollte Deine Frau zwar weniger Einkommen haben als Du, dieser Unterscheid aber nichts mit der Ehe zu tun hat (also kein ehebedingter Nachteil vorhanden ist), so kann der Unterhaltsanspruch zeitlich befristet werden. Für die Dauer der Befristung gibt es mehrere Kriterien, unter anderem auch die Dauer der Ehe. Bis zur rechtskräftigen Scheidung werden Ihr beiden fast 12 Jahre verheiratet sein. EIne Unterhaltsdauer von 3 Jahren wäre dann nicht völlig unwahrscheinlich. Das hängt aber, wie gesagt, auch noch von anderen Umständen ab (z.B. Höhe des eigenen Einkommens Deiner Frau, ihr Alter, ihre Ausbildung, ihr Gesundheitszustand usw.). 

Das ist Unsinn. Ob und wie lange nachehelicher Unterhalt zu zahlen ist, ist einzelfallabhängig. Eine gravierende Rolle spielen dabei Ehedauer und gemeinsame Kinder. In den meisten Fällen besteht aber GAR kein Anspruch.

Bitte nimm dir einen eigenen Anwalt. Nach einvernehmlicher Scheidung sieht das nicht aus, also brauchst du jemanden, der eine Interessen vertritt.

Soweit ich weiß, gibt es gar keinen nachehelichen Unterhaltsanspruch mehr. Deine Frau kann ja wohl selbst arbeiten gehen.

Im Trennungsjahr steht ihrallerdings Unterhalt zu.

Nimm Dir bitte selbst einen Anwalt.

was interessiert dich was ihr anwalt zu sagen hat. der erzählt alles was seine mandantin hören will um das maximum herauszuholen. was er sagt oder nicht tangiert dich garnicht. interessant und wichtig ist was dein anwalt erwiedert und was dein richter urteilt.

Kevin hat das sehr schön auf den Punkt gebracht und formuliert. Nimm dir so schnell wie möglich einen eigenen Anwalt.

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