Hallo.Mein Mann und ich haben seiner Erbgemeinschaft(11 Leute!) Anteile vom Haus durch Auszahlung abgekauft.Warum ist er alleiniger Eigentümer?

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5 Antworten

Mein Mann und ich haben seiner Erbgemeinschaft(11 Leute!) Anteile vom Haus durch Auszahlung abgekauft.

Habt Ihr der Erbengemeinschaft das abgekauft, oder hat Dein Mann es abgekauft? Wer steht denn als Erwerber im Vertrag, Ihr Beide, oder nur er?

Davon abgesehen ist es vermutlich erstmal eine kluge entscheidung, denn wenn er Mitglied der Erbengemeinschaft war, dann ist es (wenn es im engen zeitlichen Rahmen war) eine Erbauseinandersetzung udn damit fiel keine Grunderwerbsteuer an. Hättest Du (mit-)gekauft, wäre Grunderwerbsteuer angefallen.

Nun kann er bei nächster Gelegenheit Dir die Hälfte schenken ohne das Grunderwerbsteuer anfällt (weil es Schnekung ist) udn vermutlich aus ohne Schenkungssteuer, wenn der Wert unter 500.000,- ist.

Habt Ihr diese Punkte vor der Transaktion nicht besprochen? Muss doch auch bei der Bank mit auf den Tisch gekommen sein.

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Kommentar von anwake
11.09.2016, 22:30

Als Erwerber stehen wir beide drin.Kaufvertrag wurde also von uns beiden unterzeichnet.
Und ; nein...davon ist nichts bei der Bank gefallen.

Dankeschön für die schnelle Antwort.

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Kommentar von TomRichter
11.09.2016, 23:37

Die Grundsteuer sollte sich nach dem Kaufvertrag richten, und da steht die Fragestellerin ja als Erwerberin drin. Dürfte also Grunderwerbsteuer anfallen auf die von ihr erworbene Haushälfte.

Deiner Idee mit dem alleinigen Erwerb durch den Miterben stimme ich zu. Jedoch sollte bei einem fairen Umgang mit der Noch-Ehefrau diese nicht an der Finanzierung beteiligt werden, ohne eine Regelung für den Fall der Trennung.

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Den Eintrag im Grundbuch hat - meist - der Notar beantragt, der auch den Kaufvertrag beurkundet hat. Jedenfalls muss der Eintrag von jemandem beantragt worden sein, den Du dafür bevollmächtigt hattest,

Wenn im Kaufvertrag - bitte nochmal nachlesen - drinsteht, dass Ihr gemeinsam das Haus kauft, dann sollte der Notar das auch so einzutragen beantragen. Und den Notar solltest Du als erstes fragen, warum er einen vom Kaufvertrag abweichenden Grundbucheintrag veranlasst hat.

> Was passiert (mir) im Trennungsfall ?

Dumm gelaufen, würde ich mal befürchten. Zwar hast Du für den Zugewinnausgleich dank der Hausfinanzierung weniger Zugewinn, während er dank des Hauses entsprechend mehr hat. Aber unter Umständen ist das Haus dann weniger wert als Ihr bezahlt habt.

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Kommentar von anwake
12.09.2016, 06:43

Dankeschön.Also habe ich unterm Strich ,auf gut deutsch,die Arschkarte ,wenn es zur Trennung kommt.Mir geht es (leider nicht mehr) um das Haus...sondern die Finanzierung.Ich würde ja dann mit meiner Tochter (12) finanziell ziemlich bescheiden dastehen,trotz meines Jobs.Oder ich müsste auf den Unterhalt (für mich) verzichten,wenn er im Gegenzug für die Finanzierung des Hauses alleine aufkommt...richtig?So hat es zumindest ein ehemaliges Ehepaar aus unserem Bekanntenkreis geregelt.

 


 

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Warum sprichst du nicht mit deinem Mann darüber? 

Ich bin den Thema nicht so vertraut, aber kann man nicht euch beide Eintragen lassen (also dich nachträglich)? 

Ich denke, dass erst einmal nur er drinnen steht, da er der direkte Erbe des Hauses (neben den 11 anderen) ist. 

Ich hoffe, dass ich dir trotz meines geringen Wissens wenigstens ein bisschen helfen konnte. :)

LG 

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Kommentar von anwake
11.09.2016, 22:23

Dankeschön.Daran (Erbschaft) habe ich auch schon gedacht.Es ist nur emotional sehr schwierig für mich nachzuvollziehen,warum ich nicht sofort als Ehefrau / Miteigentümerin eingetragen wurde.Es ist auch recht schwierig zur Zeit zwischen uns,nicht wegen dem Haus.Ich war es die gute anderthalb Jahre für das Haus gekämpft hat (Gerichte,Anwälte,Vormundschaftsgerichte,"Erbeserben" ausfindig gemacht,u.v.m.) ....und letztendlich ist es dann so ; sein Haus , unsere Schulden.
Was aber,wenn es zu einer Trennung kommt und ich mit unserer gemeinsamen Tochter ausziehe? Muss ich dann doch trotzdem für den Kredit aufkommen...also quasi für etwas bezahlen,was mir nicht (mit) gehört...oder?

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Man sollte eben beim Notar nichts unterschreiben, was man nicht vollständig verstanden hat: https://www.erbrecht-papenmeier.de/ratgeber/notar.php

Jetzt hilft nur noch eine Erstberatung beim Fachanwalt für Erbrecht, damit er mal die Verträge auseinandernimmt.

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Tja, bei Scheidung wird das kaum gerecht berücksichtigt werden. Denn was zählt ist der Grundbucheintrag. Warum die Bank das gemacht hat, unerklärlich???

Das müsst ihr wohl unter euch ausmachen, es ist möglich das du auch eingetragen wirst, ob dein Mann das noch macht? Da gehen die Zweifel schon los :-( Ganz sicher war das Absicht, dass nur er drinsteht. Habt ihr schon Probleme. Sorry, aber so siehts aus.

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