Hallo,Lebensmittel aus dem Ausland in Deutschland vertreiben,wie geht das?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Als erstes mußt Du Dich erstmal mit den Einfuhrbestimmungen vertraut machen. Für gar nicht so wenige Lebensmittel brauchst Du spezielle Einfuhrgenehmigungen,und Zertifikate.

.

Das durchschaue nicht mal ich, obwohl ich tatsächlich besonders leckere Lebensmittel durchaus direkt im Ausland kaufe- ja irgendwie ist meine Familie eine von Gourmets.

.

Wenn Du nicht alle Zollbestimmungen durchlesen kannst- es sind unendlich viele, kannst Du auch einfach mal 3-4 Probebestellungen im Ausland machen mit exakter Deklaration-und am besten anderen Adressaten (damit möglichst unterschiedliche Zollämter zuständid sind) und schauen , was passiert. Wenn alle durchkommen, schonmal gut. Wenn nicht, erfährst Du dadurch woran es hapert.(und ob das Problem lösbar wäre) Da die sich beim Zoll oft selber nicht mal auskennen, sagt EINE durchgewunkene  Bestellung gar nichts

.

Das würde ICH als erste Maßnahme machen(kostet nicht so viel)

.

Obendrein informierst Du Dich natürlich schon mal vorab punkto Zollrecht , Lebensmittelrecht, Handelsrecht. UND Ganz wichtig: die Versandkosten in dem speziellen Fall und glaube mir, nur die Versandkosten und Möglichkeiten rauszubekommen ist alles andere als einfach. Zoll und Einfuhrumsatzsteuer berechnest Du selber. Um Gewinn zu machen, mußt Du das zurechen.

.

. Geht da alles klar, würde ich mich echt an einen Anwalt Lebensmittelrecht, Zollrecht, Handelsrecht wenden. Mit genauen Fragen, die der zu beantworten hat. Sonst artet das Ganze in einem Gelaber aus und der schreibt nur, WAS zu prüfen wäre ohne eine konkrete Antwort und schickt Dir eine Mordrechnung. Also genaue Fragestellungen und wenn nur Allgemeinblabla kommt, zahlst Du nicht (weil er keine Leistung erbracht hat- notfalls dafür den nächsten Anwalt.Der haftet dann aber für Falschaussagen.

.

Du siehst schon, daß das Ganze leider nicht so einfach ist. Und die Preise, die sonst dafür verlangt werden, können durchaus ihren Grund haben, auch wenn im Ausland das Produkt billig ist.

.

Ich sage Dir ehrlich, Ich würde mir das nicht zutrauen, aber ich bin auch nicht mehr die fitteste, andererseits habe ich irgendwie ein Händlergen in mir. Ich habe früher meine Reisen ins Ausland finanziert, indem ich dort einfach Sachen einkaufte und hier mit Gewinn auf dem Flohmarkt verkaufte (da wurde alles nicht so eng gesehen und der Neuwarenanteil war gegenüber Trödel echt in der Minderzahl (aber nur in dem Bereich machte ich Gewinn, der Trödel war mehr Hobby. Aber Lebensmittel mit den ganzen Vorschriften, nee das ließ ich schon damals lieber sein.

Ich will Dich echt nicht entmutigen und wünsche Dir für Deine Idee viel Erfolg, aber der eigentliche Vertrieb ist echt erst Schritt 2, deswegen schreibe ich dazu noch ERSTMAL nichts.

Erstmal ist Deine Geheimniskrämerei zum Erbrechen. Warum? Weil Du ein unnötiges Geheimnis daraus machst. Niemand wird hier lesen, dass Du von mir aus frische Lasagne-Platten importieren willst und Dir den Markt platt machen.

Im Gegenteil. Gerade Nischen werden dann interessanter. Weil nur wenn ein attraktives Produkt bei Konsumenten und im Handel wahrgenommen wird. Das wäre ein Merkmal der Marktfähigkeit.

Gesundheitsamt oder das Veterinäramt sollten Deine ersten Ansprechpartner sein. Dann mit dem Zoll sprechen. Bei Trockenprodukten ist es relativ einfach, bei Dingen aus dem Frischebereich ist ggf. auf die Kühlkette zu achten und die wird auch kontrolliert. Daher ist da für eine entsprechende Kühlkette zu sorgen.

Für die Einfuhr von Lebensmitteln gibt es Deklarationspflichten. Die müssen auf dem Produkt angegeben sein und auch in den Lieferpapieren.

Den Deklarationspflichten ist auf Deutsch nachzukommen.

Deine Idee mit dem erst einmal fragen kannst Du vergessen. Sicher gehört dieses zu den Aufgaben, die vor dem Import zu bewerkstelligen sind. Allerdings hat es nur dann einen Wert, wenn man bereits Kontakt zu den Einkaufsabteilungen von Großhändlern oder Verbrauchermärkten hat.

Bei beiden Zielgruppen ist es unheimlich teuer gelistet zu werden. Der Warendurchsatz muss eine bestimmte Größenordnung haben, sonst lohnt sich der Verwaltungsaufwand nicht. Es kann nämlich ganz doof für Dich laufen, dass Du unstrukturiert die Anlaufstellen nutzt und sich nichts bewegen lässt.

Daher sollte man den Zugang zu dem Zwischenhändler klar konzeptionieren. Was erwartet denn der Großhändler von Dir? Hast Du da in Deutschland Erfahrungen?

Es ist durchaus nicht unüblich, dass es fünf Jahre dauert, bis man gelistet wird. Dabei wird in der Zeit natürlich auch beobachtet, ob man bei anderen was verkauft hat. Es ist auch wichtig, dass man langfristig die Sache erfüllen kann und wird. Wenn Du als Einzelkämpfer das machen wirst, werden Deine Chancen entsprechend schlecht aussehen. Wenn Du bereits ein oder zwei andere Standbeine hast, dann verbessert das nicht Dein Ansehen. Im Gegenteil. Es wirft die Frage auf, ob Du überhaupt immer die Zeit hast zur Verfügung zu stehen.

Sagen wird Dir das niemand. Auch wenn Du von Dir aus dieses ausräumen willst, kann ich mir nur schwer einen Weg vorstellen dieses zu tun. Denn ein Ansprechen des Problems würde die Zweifel verstärken. Angesprochen wird es auch nicht bei Deutschen, aber bei ausländischen Vertragspartnern würde eine solche Frage ganz schnell aus Ausländerfeindlichkeit ausgelegt werden. Diesen Vorwurf holen sich zum Glück nur ganz wenige ins Haus.

Für den eigenen Einkauf im Ausland brauchst Du kein dort ansässiges Unternehmen. Das wäre vollständig neu. Aufpassen musst Du an anderer Stelle. Nämlich wenn Du hier verkaufen willst, dann ist das Arbeit und wenn Du keine Arbeitserlaubnis hast, dann wird man Dir an der Stelle vermutlich Probleme machen können.

Bedenke auch, dass es für die Lagerung der Waren Vorschriften geben kann. Sei es nach Trockenlager oder Kühlhaus. Auch ob beispielsweise die Wohnung genommen werden kann, da würde ich mal ein großes Fragezeichen setzen. Das wird in den Bereich der Lebensmittelkontrolleure und der Gewerbeaufsicht liegen. Also dort auch entsprechend erfragen.

Dein Auftritt hier auf dem Markt muss vollständig sein. Dabei will ich gar keine Beispiele nennen, weil das eher technisch wirkt. Eine Internetseite ist schnell geschaltet und die inhaltlichen und rechtlichen Bestandteile ganz schnell getextet. Es geht um ein gesamtes Erscheinungsbild.

Wer hier auf der Seite seine Unternehmensgründung plant, hat nach meiner Erfahrung keine Bereitschaft diese Planung entsprechend professionell zu gestalten. Was ein Fehler ist. Denn eine einheitliche Gestaltung von Geschäftspapieren und Internetseite, die bekommt man schnell hin. Aber die Gestaltung von den unterschiedlichsten Rechtsgebieten, kaufmännischen Erfordernissen und Organisationsanforderungen ist da schon von einer höheren und damit auch qualifizierteren Warte zu betrachten. Du solltest also Deine Planungen entsprechend flankieren lassen. Sonst werden Deine Bemühungen nicht über einen schlechten und amateurhaften Versuchsstatus hinaus kommen.

Viel Erfolg.

Lebensmittel sind ein sehr heikles Thema. Du solltest dich als erstes gründlich erkundigen, welche Lebensmittel unter welchen Bedingungen überhaupt in Deutschland eingeführt werden dürfen, denn dabei sind sehr strenge Auflagen zu beachten. Erst wenn du dann immer noch der Meinung bist, dass dies ein lohnender Aufgabenbereich ist, musst du ein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt deines Ortes anmelden. Welche Unterlagen du dafür benötigst und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, wenn du mit Lebensmitteln handeln willst, wird man dir dort sagen.

Ob überhaupt Interesse an deinem "Produkt" besteht, kannst du natürlich im Vorfeld schon bei potentiellen Kunden erfragen.

heikles Thema, das ist wohl wahr. Das Produkt gibt es schon in Deutschland. gleiches Produkt aber unterschiedliche Hersteller, darum gehts und das will ich machen...

Im Ausland bin ich ein Einzelunternehmer angemeldet und habe ich eine Gewerbe. also ausländische Firma müsste ich mich wahrscheinlich hier in Deutschland nicht anmelden damit ich in Deutschland handeln darf, oder? 

0
@Ratsuchend28

Das weiß ich nicht, das musst du beim zuständigen Gewerbeamt erfragen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass du eine Erlaubnis in irgend einer Form benötigst.

2
@Ratsuchend28

Wenn Du aus dem Ausland agierst nicht. Wenn Du hier was machst unterliegst Du in der Regel den deutschen Kontrollen, Zuständigkeiten und auch der Aufsicht. Wäre umgekehrt aber genau so.

1

Hallo,

bevor ich so etwas mache, würde ich erst einmal beim Zoll nachfragen, weil die könnten dir bei Kontrollen einen Strich durch die Rechnung machen, weil nicht alles eingeführt werden darf, bzw. nur gegen entsprechende Zollgebühren. Dann ab zum Gewerbeaufsichtsamt und das Gewerbe anmelden. Zudem benötigst du wahrscheinlich ein Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt. Wenn du die Lebensmittel an Supermärkten verkaufen möchtest, dienst du ja als Zwischenhändler. Bevor du also etwas einkaufst, auch hier benötigst du ja Kapital, musst du dich, wenn du es nicht online verkaufst Abnehmer, die du vorher haben solltest.

LG Shoshin

seit wann muß man ein Gewerbe beim Gewerbeaufsichtsamt anmelden ?

Zum anderen sollte sich der Threadstarter erstmal mit den Einfuhrbestimmungen von Lebensmittel vertraut machen.. dann wird er sein Vorhaben schnell wieder begraben.

0
@Capsoni

Es handelt sich hier um ein Produkt mit wenigen Zutaten! sollte unkompliziert sein!! Bevor Inhaber aufgebe würde gerne erstmal versuchen. ;)

0
@Capsoni

Hallo? Jedes Gewerbe (Selbständigkeit) muss immer beim Gewerbeaufsichtsamt gemeldet werden, seit es dieses gibt ;-)

0

Danke, genau das meinte ich “Abnehmer“, ich werde nicht das Produkt in Deutschland einführen und dann Abnehmer suchen, ich werde erstmal schauen ob Interesse besteht, wobei ich denke dass es Bestehen würde

0
@Ratsuchend28

Hallo, es ist ein schwieriges Unterfangen, aber vielleicht einen Versuch Wert, wenn du vorher evtl. Abnehmer hast. Rechne damit, dass die abspringen. Die Geschäftsidee lässt sich in der Tat nur schwer umsetzen, aber lass die von Kommentaren nicht verwirren. Richtig ist, dass viele schon damit auf die Nase gefallen sind, deshalb vorher überlegen, was du investierst. Dennoch nicht verwirren lassen! Viel Glück Shoshin

0

Da es den Produkt schon in D gibt könnte es gut sein daß sich da jemand den Alleinvertrieb gesichert hat. Und schon ist Dein Geschäftsmodell im sprichwörtlichen Eimer.

Klingt bis jetzt wenig durchdacht ( das ist auch gleichzeitig mein guter Rat ), und nimm Dir die anderen stellenweise sehr guten Kommentare zu Herzen. Kannst uns ja dann berichten wenn es geklappt hat ;)

Es gebt so viel leckere Essen im Ausland, die Rede ist erstmal von einem Produkt. ich will das Produkt so gerne in Deutschland verkaufen.

Gibt es im Zeitalter der offenen globalen Märkte überhaupt ein Produkt, dass hier nicht oder kaum erhältlich ist und du damit eine Marktlücke schließen könntest ??

Jein!! es ist hier doch erhältlich, aber in einer Sehr kleinen teuren mengen. und das will ich ändern!

0
@Ratsuchend28

Aha, jetzt machst du es aber mächtig spannend ..., wenn du das Produkt nicht preisgeben möchtest, kannst du uns denn das Herkunftsland nennen ?

0
@Ratsuchend28

In Ordnung..., wünsche dir ggfls. gutes Gelingen und viel Erfolg

(vllt mal mit "Lebensmittelimport" googeln...)

1

Ja, das gibt es

0

Die allererste Frage, die ich mir stellen würde ist, ob das Produkt incl. seiner Inhaltsstoffe nach dem deutschen Lebensmittelrecht in Deutschland verkauft werden darf.

Hallo

Die Frage:

Was willst Du verkaufen? Willst Du das selbst tun? Wie willst Du es verkaufen?

Zu 1, Lebensmittel

zu 2 und 3, nein, nur als Zwischenhändler agieren

0
@Win32netsky

Im Ausland bin ich als Einzelunternehmer und arbeite im Bereich Import-Export. um in Deutschland das Produkt verkaufen zu können und eine Handelzulassung zu bekommen muss ich Wahrscheinlich bei dem Gewerbeamt nachfragen! ich weiß nämlich nicht genau was ich da an Unterlagen benötige um das entsprechende Produkt in Deutschland verkaufen zu können!

0
@Ratsuchend28

das würde ich noch hinbekommen glaube ich mit der Zulassung zu handeln. Die Frage bleibt dass es sich hier um ein Lebensmittel handelt und hier glaube ich, liegt das problem. wie du gesagt hast..lebensmittelrecht, wie heiße da das entsprechende Amt? damit ich persönlich nachfragen kann.

0

Was möchtest Du wissen?