Hallo, ich möchte gerne eine Tätigkeit als Prostituierte anfangen. Wie melde ich das an?

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4 Antworten

Die meisten Dienstleisterinnen im Paysex haben ein Gewerbe als "Tänzerin", "Masseurin", "erotische Massage" usw. angemeldet. Prostituition selbst gilt nicht als Gewerbe, ist jedoch Einkommen aus selbständiger Tätigkeit. Bevor es hinterher Ärger gibt würde ich mal einen Steuerberater fragen.

Auch aus den verschiedenen Geschäftsmodellen solltest Du das Richtige auswählen. Die wesentlichen Unterscheidungen sind Escort (also "Begleitservice" - Du besuchst den Kunden in dessen Räumen oder einem Hotel), Laufhaus (Du mietest dort auf Tagesbasis ein Zimmer und versuchst die vorbeiflanierenden Männer zu einem Stelldichein zu überreden) und Bordell (von Wohnungsbordellen mit 1-10 Damen bis zum (FKK-)Wellness-Grossclub mit 100+ Girls gibt es alle Größen, Farben und Formen)

Du solltest Dir im Klaren sein, dass Du beim Escort viel Zeit mit den Warten auf Deinen Einsatz verbringst. Viele Girls, die ich kenne, füllen ihre buchungsfreien Zeiten mit Besuchen in FKK- und Saunaclubs auf. Hier können sie aktiv auf die Männer zugehen und ihre Zeit selbst planen. Gäste, die beim Vorgespräch durch fehlende Manieren oder Hygiene auffallen, können sie einfach ablehnen - das ist beim Escort-Date nicht so einfach.

Neben dem Eintritt (meist 50-100€) werden im Club keine weiteren Kosten fällig - und Essen und Trinken sind auch enthalten. Der Leistungsumfang, mit dem die Männer rechnen, ist ähnlich wie beim Escort. Pro halbe Stunde gibt es dann zwar "nur" 50€ - aber der wandert dann komplett in die Taschen der Sexworkerin und eine gute Dienstleisterin weiss ihren Gast auch für eine Stunde oder länger zu begeistern... 


Nominal ist die Gage beim Escort zwar höher - aber dafür auch der Zeitaufwand für An- und Abreise und die Hälfte der Kohle geht ja dann auch erstmal an die Agentur.


Eine fleißige Club-Dienstleisterin kann am Tag 500-1000 Euro verdienen - an schlecht besuchen Tagen kann es auch mal weniger sein, zu Spitzenzeiten mehr. Die verschiedenen Spielarten des Paysex sind sehr gut in dem Buch "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) zusammengefasst. 

In Laufhäusern ist das Klientel oft schlechter (und ungewaschener) als in einem guten Club und der Preis pro Nummer deutlich niedriger (geht oft ab 20 € los - d.h. alleine für die Miete brauchst Du pro Tag 3-5 Nummern!). Dafür wird allerdings auch weniger Service erwartet.

Übrigens: Sich auf Portalen wie kaufmich anzubieten hat seine Tücken - denn wer garantiert Deine Sicherheit, wenn in der besuchten Wohnung nicht ein einsamer Freier, sondern gleich eine ganze Gruppe auf Dich wartet? Hast Du einen Fahrer oder jemand, der einen Kontrollanruf macht ob alles OK ist?


Wenn Du wirklich als Sexworkerin arbeiten möchtest und auch bereit bist ggf. die Folgen zu tragen (vielleicht kommt es irgendwann raus? - vor allem wenn Deine Bilder auf den Webseiten einer Agentur im Internet stehen...) dann mach Dir selbst ein Bild und lass Dir von niemandem einreden Du bräuchtest einen "Manager" oder "Beschützer" - sonst wird das nix mit dem Geldverdienen...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Neben den Dingen, auf die andere Antwortende bereits hingewiesen haben, möchte ich etwas auf den Aspekt der Zuverdienstmöglichkeiten eingehen.

Wenn Du aufstockende Hilfen vom Sozialamt erhältst, wird Dir aller Voraussicht nach jeder Zuverdienst hier erstmal weitgehend komplett angerechnet. 

Und bei der Erwerbsminderungsrente ist Dein anrechnungsfreier Zuverdienst ebenfalls begrenzt.

Weiterhin solltest Du bedenken, dass eine gewerbliche Tätigkeit in der von Dir angedachten Form Auswirkungen auf Deinen Status und die Beitragspflicht bei der Krankenkasse haben dürfte.

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Willst du wirklich diesen Job? Du hast doch bestimmt irgendwelche anderen Hobbys womit du einen Job finden könntest, selbst wenn du bei Edeka hinter der Kasse stehst, aber der Job? Naja, aber ich will dir nicht in dein Leben rein reden, mach was du willst....

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Gewerbeschein! Warum aber gerade diesen Job? Hast du dir das richtig überlegt?

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