Hallöchen, hab ne frage zum Thema Kindesunterhalt?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Erst einmal vorneweg: das Sorgerecht hat keinen Einfluss auf die Unterhaltszahlungen. Wenn er das gemeinsame Sorgerecht für das Kind haben möchte, kann er das beim Familiengericht beantragen - seit 2012 darf es ihm auch gegen den Willen der Kindsmutter nicht mehr verwehrt werden.

Der Unterhalt für die Kinder ist von der Höhe seines "unterhaltsrelevanten Einkommens"(UE) abhängig. 

außerdem hatte er ein GrundEinkommen lt. BWA von 1800€ aber es werden jeden Monat auf sein Einkommen 600€ angerechnet (1% Regelung Leasingwagen) somit zählen zum Unterhalt 2400€ (das Auto hat er aber seit Juli15 nicht mehr).

Sollte sich sein UE "unverschuldet" nach unten verändern, kann er selbst eine Neuberechnung und eine damit verbundene "Abänderung" des bestehenden Unterhaltstitels veranlassen.

Wenn er aber bald arbeitslos ist und dann als Klempner arbeitet 

Würde er ohne nachweisliche Notwendigkeit in einem schlechter bezahlten Job arbeiten, müsste er weiterhin den Unterhalt in festgelegter Höhe zahlen (denn aufgrund seiner "erhöhten Erwerbsobliegenheit" ist er verpflichtet, alles ihm Mögliche zu tun, um den festgelegten Unterhalt zahlen zu können - wenigstens aber den Mindestunterhalt für ein 15-jähriges Kind (zurzeit 355 Euro) nach möglicher Abänderung des Titels).

und für die beiden anderen Würmer nichts übrig bleibt

Keines seiner Kinder darf unterhaltsrechtlich schlechter gestellt sein als ein anderes. 

Wenn sein ggf. Einkommen nicht mehr ausreicht, um allen Kindern den ihnen zustehenden Unterhalt zukommen zu lassen, muss er selbst eine Neuberechnung veranlassen.

Dann müsste ggf. der für die Unterhalte zur Verfügung stehende Betrag (alles von seinem Einkommen oberhalb des Selbstbehaltes von derzeit 1080 Euro) auf alle drei Kinder aufgeteilt werden - anteilig je nach Alter der Kinder.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hanna1607
28.01.2016, 08:30

Hallöchen und danke für Ihre Antwort! Kurze Anmerkung zum Thema Sorgerecht. Mein Freund hat im Juli 2015 einen Antrag gestellt a. Gemeinsames Sorgerecht doch wurde dieser abgelehnt mit der Begründung "sorgerecht setzt eine gute Kommunikation zwischen den Eltern voraus, was aber nicht gegeben ist..." Die Gerichtskosten muss er alleine tragen(von 1050€ Eigenbedarf sind 1000€ schon viel Geld) gegen dieses Urteil kann er auch nicht klagen weil ihm das Geld fehlt (bekommt auch keinen Beratungshilfeschein). Er hat nur Umgangsrecht aber die Mutter des Kindes läßt sich immer was einfallen damit er sein Kind nicht sehen darf ( Kind wohnen 400km entfernt, besuch nur 3-4× im Jahr) z.b Kind krank, muss lernen, ist zu kurzfristig, schläft bei einer freundin......usw! Wurde dem JA oft gemeldet, die können nur mit der Mutter reden (ohne Konsequenzen) . Es gibt auch viele Leute die das auch Bezeugen können nur sind diese fürs JA irrelevant! Außerdem wird das Kind von der Mutter beeinflusst und gegen den Vater gehetzt! Das geteilte SR ist nur theoretisch möglich in der Praxis werden alle Hebel in Bewegung gesetzt damit der Vater das Sorgerecht nicht bekommt (auch das JA ist pro Mutter und als Amt nicht Unabhängigkeit) ......und wir sind sicherlich nicht die einzigen denen es so geht. 

Liebe Grüße ☺

0

Wenn sich die Situation geändert hat, muss er eine Neufestlegung des Unterhalts beantragen.

Einfach eigenständig weniger zahlen darf er nicht. Die Kinder sind alle gleichberechtigt im Unterhaltsanspruch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach der Düsseldorfer Tabelle beträgt der aktuelle Mindestunterhalt für ein Kind im Alter seines ersten Kinder monatlich 355,- Euro. Auf diesen Mindestunterhalt kann er den Titel des Jugendamts reduzieren lassen, was auf seinen Antrag hin durch das Familiengericht geschieht. Eine weitere Reduzierung zu erreichen ist nahezu unmöglich (es sei denn die Kindesmutter würde wesentlich mehr verdienen als er). Denn wie gesagt handelt es sich um den Mindestunterhalt, der grundsätzlich immer gezahlt werden muss. Um den Unterhalt zahlen zu können, muss Dein Lebensgefährte alles ihm Mögliche unternehmen. Er darf sich sein Leben und seine Berufstätigkeit nicht selbst aussuchen, sondern er muss diejenige Alternative wählen, bei der er diesen Unterhalt auch zahlen kann. Wenn er als Selbständiger nicht genug verdient, muss er sich einen Angstelten-Job suchen. Er darf sich auch nicht darauf beschränken, einen Job als Klempner zu bekommen. Falls er kurzfristig keinen Klempner-Job bekommt, kann man von ihm verlangen, dass er irgendeinen anderen Job annimmt. Notfalls muss er sogar noch einen 450,- Euro Job zusätzlich annehmen. Denn: erst kommen die Kinder (wozu auch sein erstes Kind gehört), dann erst kommt er dran.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Unterhalt wird dann neu berechnet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?