Hallo zusammen, ich möchte gern das Haus meines Vaters kaufen, in dem ich aktuell zur Miete wohne. Hier gibt es aber ein paar Besonderheiten, weswegen ich noch?

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6 Antworten

Geht das problemlos, oder wird hier von einer (Teil)Schenkung ausgegangen, die später einmal angefochten werden kann?

Ja,Ja,Nein.

Es wäre von einer gemischten Schenkung auszugehen. Allerdings kann eine Schenkung nicht einfach angefochten werden. Im Schlimmstens Fall, z.B. bei Bedürftigkeit des Schenkers innerhalb von 10 Jahren, wäre ggf. der Schenkungsanteil in Geld zu zahlen.

Mündliche Absprachen sind in Bezug auf die Verfügung über Grundstücke übrigens grundsätzlich formunwirksam. Hier ist nämlich die notarielle Form vorgeschrieben.

Die Grundererbssteuer berechnet sich nach den Kaufpreis. Der Schenkungsanteil wird grundsätzlich nach den Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz versteuert. (§3 Abs 2 GrEStG ). Sprich die Grunderwerbssteuer richtet sich nach den 90000€. Das ist unabhängig davon ob an den Vater gezahlt oder per Auflage teilweise an den Bruder gezahlt wird.

Wäre es nicht ihr Vater, wären auf die 75000€ Schenkung Schenkungssteuer fällig.





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Kommentar von ichweisnix
15.02.2016, 20:34

ellaluise hat natürlich Recht, das hier nach §3 Abs 6 GrEStG keine Grunderwerbssteuer anfällt.


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Das Haus muss trotzdem zum tatsächlichen (jetzigen) Wert übereignet werden. Dann kann dein Anteil als Anzahlung gewertet werden. Die Grunderwerbssteuer muss auf den vollen Wert berechnet werden.

Auch wenn du evtl. finanzieren musst, ist der tatsächliche wert wichtig um die Beleihung zu berechnen.

Auch Nebenabsprachen werden nur gültig, wenn sie vom Notar dokumentiert werden.

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Kommentar von ellaluise
15.02.2016, 17:04

Grunderwerbssteuer fällt zwischen Kind und Eltern nicht an.

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Der Vater kann Ihnen das Haus in notarieller Form steuerfrei (Obergrenze € 400.000) schenken.

Sie verpflichten notariell sich an Ihren Vater und Ihren Bruder im Gegenzug unter dem Verzicht auf alle späteren Erbschaftsansprüche des Bruders hinsichtlich des Hauses, jedem von Beiden eine Gegenleistung von je € 45.000 zukommen zu lassen.

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Sorry für die sehr späte Antwort meinerseits. Ich dachte man kriegt hier eine E-Mail Benachrichtigung bei einer Antwort.

Erst Mal danke für Ihre vielen Antworten und hilfreichen Tipps. Natürlich gehen wir zu einem Notar und lassen alle Absprachen dort beurkunden. Mündlich wird da nichts geregelt, dafür ist eine Immobilie definitiv der falsche Ort.

Würde mein Vater mir das Haus aber schenken, und er wird in bis zu 10 Jahren pflegebedürftig, würde man mit Sicherheit doch an mich herantreten und den Gegenwert der Schenkung fordern, oder?

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Ihr müßt eh zum Notar. Klärt das doch da, er wird Euch die günstigste Möglichkeit aufzeigen.

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Hallo,

es ist zu empfehlen, diese Details mit einem Notar zu besprechen, den Ihr eh braucht.

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