Hallo zusammen ich hätte da eine frage an die kopftuchtragenden Türkinnen?

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4 Antworten

Also dazu lässt sich viel auch ergoogeln, vermutlich geht es Dir aber eher um "eigene Sicht" oder "eigene Berichte" der betreffenden Frauen.

Grundsätzlich ist es so, dass die islamische Religion die Regeln bestimmt, und zwar ALLE !.. egal, was ein Staat, oder ein Arbeitgeber verlangt.

Ob Kopftuch Pflicht ist, bzw. ob es eine "Pflicht" ist, sich "freiwillig" dafür zu entscheiden, oder ob es tatsächlich rein freiwillig ist, da gehen die Meinungen innerhalb der islamischen Gruppen auseinander...

Was die Türkei betrifft, da gibt es eben viele Sunniten, einige Aleviten, sowie Bahai, möglicherweise noch minimal Anteile an Sufisten u.a.

Sofern man schon in der Türkei war, hat man sicher gesehen, dass auch in entlegenen Teilen der Türkei erwachsene Frauen sowohl mit als auch ohne Kopftuch umhergehen.

Damit ist zumindest, was die Türkei angeht, das Kopftuch als "freiwillig" anzusehen.

Es soll ein freiwilliges Zeichen für Allah sein, somit also eine persönliche Entscheidung.... und es wird getragen, damit "frau" als ehrbare Frau zu erkennen ist, und es soll sexuelle Belästigungen vermeiden.

Im Alter darf sie ihr Kopftuch abnehmen, soll es aber aus Vorbildfunktion heraus nicht...( Koran 24:60 )


Wie bei allen "Glaubensdingen" macht es teils keinen Sinn.. über "Sinn" zu diskutieren, denn " Gott weiß es am Besten"

Schon alleine:

Jedes Kopftuch, das erkennbar aufgrund der Anschauung getragen wird, dass das weibliche Haupthaar verhüllt werden muss, weil von ihm eine sexuelle Reizwirkung ausgehen könnte, markiert logischerweise umgekehrt auch seine Trägerin als potentielles Sexualobjekt

oder, Auszug:

Da steht sie, die neue Türkei. Ihr Kopftuch – 

Seidenchiffon in gedämpftem Violett. 

Kristallweiße Bluse, schwarzer, seitlich geschlitzter Rock. High Heels. Die Handtasche: schwarzer Kunststoff mit violettem Zierrat. 

»Alles muss ineinanderfließen«, sagt die Chefdesignerin von Tekbir und zupft das Kopftuch an ihrem Model zurecht. »Hoşgeldiniz!

btw.: 

für viele meiner männlichen Mitbürger  im Stadtteil, ( auch islamischen Glaubens..) ist eine Frau NIE blosses Sexualobjekt, selbst wenn sie am nahegelegenen FKK-See liegt.

es gibt auch einige andere (islamisch, männliche Stimmen ) die meinen:

" Wer sich als Frau so hinlegt, will "es" doch nicht anders "

Vielleicht sehen wir mal eine Frau mit KT am FKK-See.. was neue Diskussionen auslösen würde...( das ist jetzt eher scherzhaft, aber wäre interessant...)


Mein Resümee:

KT als rein freiwilliges Zeichen für Allah finde ich ok, solange berufliche Angelegenheiten einen Spielraum zulassen...

ALLE anderen (Schutz)Definitionen halte ich für sehr zweifelhaft

Kopftuch ist das Erkennungszeichen, das du eine gläubige Muslima bist, die den Koran befolgst und du den Islam gut findet und was der Islam in der Welt anrichtet ist schlimm, sehr schlimm, im Koran steht, >Sure 55 Vers 56< nehmt keine Ungläubigen zum Freund, im tiefsten Herzen müssen wir sie Hassen.

Menschen die mich Hassen (müssen) mit denen möchte ich nichts zu tun haben, denen kann ich nicht vertrauen und nichts essen, bedient oder behandelt werden.

Hier in DE? Um der westlichen Kultur den Mittelfinger zu zeigen. Oder weil sie fälschlicherweise glauben, dass der Islam es von ihnen verlangt.

Ich bin keine türkin aber trage kopftuch. Ich bin gebürtige deutsche und konvertierte muslima. Ich trage mein kopftuch zum einen weil Gott es so wünscht und zum anderen zum Schutz vor Ehebruch anderer männer. Im Islam fängt das nämlich schon beim begehren einer Frau an und da dran will ich nicht schuld sein.

Ma shaa Allah 👆🏼☺️

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Das ist im Christentum auch so :

Matthäus 5, 28: „Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“

Der Unterschied mag vielleicht daran liegen, dass bei "Christen" die Verantwortung beim Manne liegt.. dies zu vermeiden...im Islam eher bei der Frau...

Aus christlicher Sicht sollten sich BEIDE so verhalten,reden, kleiden und bewegen, dass kein beabsichtigter "Reiz" ausgeübt wird.

Du beziehst es auf "Ehebruch" und ich auch.

Demnach ist laut Islam eine Frau verantwortlich dafür, wenn sich ein verheirateter Mann durch sie "gereizt" fühlt.

Laut Christentum ist der Mann selbst verantwortlich, er darf es nicht in "sein Herz"" dringen lassen, und ggf. muss er eben an sich, seinem Glauben und dem Empfinden zu seiner eigenen Frau "arbeiten"

P.S.:

Auch die Rechtssprechung in westlichen Ländern ist mittlerweile entsprechend:

Bei evtl. sexuellen Belästigungen gilt schon lange nicht mehr die Ausrede:

" Sie hat mich durch ihr Erscheinungsbild gereizt"


Natürlich mag es stimmen, dass wenn eine Frau gewisse Regeln einhält, sie (fast) nie sexuell belästigt wird:

1.) Sie geht nur außer Haus, wenn ein zwingender Grund vorliegt.

2.) Sie hat ein männliches, erwachsenes Familienmitglied dabei, wenn sie das Haus verläßt.

3.) Der Ehemann/Vater/Vormund hat es erlaubt

4.) Sie kleidet sich, wie vorgeschrieben.

5.) Alle o.a. 4 Punkte müssen zusammen eingehalten werden.

Solche Dinge dürfen natürlich nicht als "Unfreiheit" ausgelegt werden, sondern müssen als "Schutzgedanke" verstanden sein.


Persönlich finde ich es diskriminierend und entwürdigend, einer Frau solche Auflagen zu machen, es ist eine Beschneidung der persönlichen (Bewegungs)Freiheit.. zudem eine Festlegung darauf, und eine Beleidigung aller Männer, dass die "draußen" herumlaufen, und Frauen (ständig) sexuell belästigen würden....

....kein anständiger verheirateter Mann würde sowas tun

Es reicht vollkommen, wenn ein verheirateter Mann eine verheiratete Frau anspricht, dass diese einfach sagt: " ich will nicht ( mit ihnen reden.. etc... ) !".. sinngemäß bei "Unverheirateten"

Welcher Mann das nicht akzeptieren kann, braucht dringend eine "Therapie"

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Nein eben nicht....Es reicht schon der Gedanke "boah ist die hübsch" zum Beispiel.

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