Hallo zusammen, ich wohne als Vermieter in einem 2-Familienhaus mit meinen Mieter zusammen und möchte kündigen. Wie ist die Kündigungsfrist?

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11 Antworten

Drei Kündigungsmöglichkeiten:

Fällt die zweite Monatsmiete aus oder ist diese schon ausgefallen oder auch nur eine Monatsmiete und Kaution auch nicht bezahlt (Gesamtbetrag mehr als zwei Monatsmieten):

1. Fristlose Kündigung wegen des Zahlungsrückstandes

2. Kündigung mit Frist von drei Monaten wegen schwerwiegender Vertragsverletzung

3. Kündigung ohne Grund mit drei Monate verlängerter Kündigungsfrist

Ich würde sinngemäß die fristlose Kündigung aussprechen und ersatzweise die fristgerechte wegen (2.) und dem Mieter mitteilen, dass wenn er die Forderungen vollständig ausgleicht und gegen Kündigung aufgrund 2. widerspricht, jetzt schon vorsorglich die Kündigung zum 28.2.2017 ausgesprochen ist aufgrund der Möglichkeit nach §573a BGB. Dieser Hinweis auf den Paragraphen muss dazu.

Das gibt Dir einigermaßen Sicherheit, dass die Mieter in spätestens 6 Monaten wieder raus sind.

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In dem Fall verlängert sich die Kündigungsfrist um 3 Monate.

Also je nach Wohndauer 6, 9 oder 12 Monate.

Der Vermieter muß sich im Kündigungsschreiben aber auf sein erleichtertes Kündigungsrecht gem. § 573a BGB berufen.

Aber einem Mieter der nicht zahlt kann man doch fristlos, ersatzweise fristgerecht falls er den Rückstand zahlt, kündigen.

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Die normal Kündigungsfrist die sich nach Wohndauer des Mieters richtet verlängert sich dann um drei Monate.

Ich würde aber fristlos kündigen, wenn es zwei Mieten Rückstand sind in dem Kündigungsschreiben hilfsweise auch fristgerecht kündigen.

Somit kann der Mieter durch Zahlung der Rückstände nur die Fristlose Kündigung abwenden nicht aber die Fristgerechte.

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Wie lange zahlt denn dein Mieter schon keine Miete?

Wahrscheinlich brauchst du die Kündigung nach BGB § 573a nicht sondern kündigst außerordentlich und fristlos wegen Mietschulden von mehr als einer Monatsmiete.

Gegen diese Kündigung ist kein Widerspruch des Mieters möglich.

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§ 573a BGB - Erleichterte Kündigung des Vermieters

(1) Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter
selbst bewohnten
Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der
Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im
Sinne des § 573 bedarf
. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Wohnraum innerhalb der vom
Vermieter selbst bewohnten Wohnung, sofern der Wohnraum nicht nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 vom Mieterschutz ausgenommen ist.

(3) In dem Kündigungsschreiben ist anzugeben, dass die Kündigung auf die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder 2 gestützt wird.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

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Kommentar von DerSchopenhauer
25.08.2016, 07:22

Vielen Mietern, die aufgrund ihrer Wohnsituation unter den § 573a BGB fallen, ist die Problematik überhaupt nicht bewußt - ich war selbst vor etlichen Jahren ein "Opfer" dieser Vorschrift (auch wenn ich den § vorher durchaus kannte) - "wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um" = Risiko eingegangen und verloren...; man hat im Grunde keinen Kündigungsschutz - ich würde niemals wieder eine solche Wohnung beziehen.

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Gehen zunächst den einfachen Weg, indem Sei den Mieter mit einem Mahnbscheid überziehen.

Sofern 2 oder gar mehr Monatsmieten rückständig sind, kündigen Sie fristlos, hilfsweise frsitgerecht mit dem Hinweis, dass einer stillsvchweigenden Fortsetzung des Mietverhältnisses bereits jetzt widersprochen wird.

Das Ganze lassen Sie auf kleiner Flamme köcheln!

Führt dies nich zum gewünschten Erfolg, reichen Sie für den Fall, dss die Kündigung erfolgt ist, die Räumungsklage bei Gericht ein.

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Wenn es ein unbefristetes Mietverhältnis ist, also eine ordentliche Kündigung möglich, es nur zwei Wohnungen im Haus (wichtig: ein Gebäude, eine zusätzliche gewerbliche Nutzung wäre unschädlich) gibt, von denen eine der Vermieter (wirklich!, auch über die gesamte Dauer der Kündigungsfrist) bewohnt,  kein Kündigungsverzicht erklärt wurde, dann bestünde nach § 573a BGB ein erleichtertes Kündigungsrecht. Nach dem Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 25. 6. 2008 – VIII ZR 307/07) besteht dieses Recht auch dann, wenn fehlende gemeinsam genutzte Flächen wie ein gemeinsames Treppenhaus eine Gelegenheit zum Zusammentreffen nicht eröffnen. In der Kündigung muß aber explizit Bezug auf § 573a BGB genommen werden.

Die Kündigungsfrist betrüge nach § 573a BGB zusätzlich zu der Kündigungsfrist nach § 573c Abs. 1 BGB 3 Monate, also dann, wenn der Mieter weniger als 5 Jahre dort wohnt, insgesamt 3+3=6 Monate.

Zu beachten ist aber, daß durch nicht erfolgende Mietzahlung ein Sonderkündigungsrecht (fristlose Kündigung) entstehen kann. § 543 Abs.2 Nr. 3 BGB sieht hier einen Rückstand von zwei Monatsmieten vor. Dies könnte der deutlich schnellere Weg sein.


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Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Wohndauer. Wenn du grundlos kündigst, verlängert sie sich um 3 Monate. Bei der Kündigung ist der Verweis auf das erleichterte Kündigungsrecht des Vermieters nach § 573a hinzuweisen. Dies reicht als Begründung aus. Tust du das nicht, ist die Kündigung unwirksam.

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Kündigungsfrist steht im Mietvertrag, ansonsten kannst du nach der 3. nicht gezahlten Miete fristlos kündigen.

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Kommentar von Ursusmaritimus
25.08.2016, 07:12

Was er auch tun sollte...

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Kommentar von anitari
25.08.2016, 07:57

Nicht immer steht die Kündigungsfrist bzw. die korrekte im Mietvertrag. Die gesetzliche, und die gilt für Vermieter auf jeden Fall, steht im BGB § 573c Abs. 1.

Sobald ein Betrag in Höhe von 2 Monatsmieten, das müssen nicht 2 in Folge sein, kann dem Mieter fristlos gekündigt werden.

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Das wirst du doch sicher im Mietvertrag reingeschrieben haben, ansonsten wirst du einen Anwalt brauchen, da könnten Probleme auftauchen.

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Nachdem er die erste Miete nicht gezahlt hat, kannst du ihn Abmahnen und wenn er innert 30 Tagen die Miete nicht zahlt, kannst du ihn ohne wenn und aber rauswerfen.

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Kommentar von DarthMario72
25.08.2016, 08:01

Wofür abmahnen? Das ist überflüssig.

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