Hallo! Wir benötigen Hilfe / Rat in Hinsicht auf die Heizungsanlage für unseren Neubau, speziell Wärmepumpe Luft-Außengerät oder Erdsole?

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8 Antworten

Wir haben das aktuelle Haus jetzt 2 Jahre in Betrieb, ständig vier Personen oder mehr (Freund, Freundin der Pupertier) im Haus.

Wir haben uns bewusst für eine LW Wärmepumpe und großen Pufferspeicher entschieden. Die WP steht neben der Eingangstür und auch unter Volllast ist sie nicht wirklich hörbar. Da es (noch) keine Extra KfW Förderung für Erdsonden gab haben wir unser etwas mehr Geld in eine Alpha Innotec LWC120 gesteckt.

Selbst im Winter (-9°C) ist der Heizstab nicht aktiv geworden und es war immer schön warm im Haus. Auch wenn beide Kids zeitgleich geduscht haben hat die Anlage das geschafft (30Liter mit 45°C pro Minute) und Teens können sehr ausgiebig duschen.

Wenn eine Erdwärmesonde gebaut werden darf, so ist im Neubau die Erdwärmesonde langfristig die bessere Lösung.

Häufig diktiert jedoch das Budget des Bauherrn, welcher Wärmepumpentyp angeschafft wird, denn die Einstiegskosten für eine Erdwärme-Heizanlage sind nun mal wegen der Bohrkosten deutlich höher als bei einer Luft-Wärmepumpe. Später dann, wenn wieder (Bau-)geld in der Kasse ist, dann ist meist der Garten angelegt, was bei einer Bohrung zur erheblichen Kolateralschäden führt.

Ansonsten könnt Ihr ja mal auf nachfolgender Seite einen detaillierten Vergleich zwischen Luft- und Erdwärme mit vielen Einzelaspekten nachlesen:

http://www.genialwarm.de/html/luft_contra_sonde.html

Ansonsten empfehle ich meinen Kunden auch, darüber nachzudenken, wo man eigentlich die Prioritäten beim Hausbau setzen möchte. Will man nur bei der Wohnfläche Masse (300 qm für 6 Personen) oder will man auch bei der Haustechnik Klasse (Erdwärmesonde)? Die 300 qm Wohnfläche könnten irgendwann zur Last werden, eine vernünftig geplante und gebaute Erdwärmesonde wird aber normalerweise ein ganzen Leben lang nützlich sein.

Übrigens gibt's bei entsprechender Grundstücksgröße auch die Möglichkeit, einen Flachkollektor anstatt einer gebohrten Sonde zu errichten. In der Erde vergrabene Flachkollektoren sind spürbar preiswerter als gebohrte Sonden. Aber da solltet Ihr Euch an einen Fachmann vor Ort wenden, der auch die entsprechenden Schulungen vorweisen kann.

Schöne Grüße!

Hallo,

pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten.

Hierzu muss der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Hzg u. WW bekannt sein. Erst dann lässt sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten belastbar eine Entscheidung bezüglich der Quelle einer WP fällen.

Bei Verwendung von WP auf die Qualitätssicherung nach VDI 4645 achten, andernfalls ist mit überhöhten Verbrauchskosten sowie div. Problemen zu rechnen.

v.G.

Einfluß der Planung/ Dimensionierung - (Heizung, Bau, waermepumpe) Zu hohe Anlagenaufwandszahlen - (Heizung, Bau, waermepumpe) niedrige Anlagenaufwandszahlen - (Heizung, Bau, waermepumpe)

Hallo Daniel, der Wirkungsgrad einer Erdsonde oder Brunnen WP ist zwar etwas besser aber die Kosten und das Risiko bei falscher Auslegung z.B., sind nicht kalkulierbar. Bei einem normalen Neubau ca. 150 – 200m² Wohnfläche ist mit einem Jahresverbrauch von Ca. 3500 – 5500 kW mit einer Luft – Wasser WP zu rechnen. Mein Cousin ist mit seiner Mitsubishi WP sehr zufrieden jetzt nach 3 Jahren hat er einen Durchschnitts Verbrauch von 4655 kW Pro Jahr mit WW bei einer Wohnfläche von 178 m² Neubau KFW 70. Die Firma derofenfuchs wo er die Anlagekaufte legte besonderen wer auf die Auslegung der Anlage, was sich im Verbrauch ja nun auch zeigte das die Anlage gut Funktioniert. Foxy

Wir haben vor vielen Jahren eine Wärmepumpenanlage mit Schläuchen auf dem Flachdach gehabt - durch genügend Abstände gab es kein Problem mit Vereisung, und ein rückheizen zur Eisabtauung war unnötig. Geräusche nach außen Null. Wichtig ist sicher eine gute Wärmerückgewinnung mit Zwangsbelüsftung. Dann sollten die Heizkosten wie andere schon gesagt habe vernachlässigbar sein - ich denke an meinen Bruder, der hat ein Passivhaus und heizt für ca. 100 € im Jahr.Aber wichtig ist die Auslegung der Anlage - gute Dämmung, Wärmerückgewinnung, keine Wärmebrücken und Bausünden.. dazu hat der Fragesteller noch nichts gesagt.

Würde auch dem Ratschlag des Profis befolgen. LuftWärmepumpen sind heute sehr gut.

Wegen den Kosten, musst du dir keine Sorgen machen. Oelheizung ist teurer mit allem drum und dran. Wenn es dann mal wirklich kalt werden sollte, hast du bestimmt noch einen Ofen in der guten Stube vorgesehen, um das zu überbrücken. Ist sowieso viel gemütlicher so.

Kenne Leute, die heizen schon 10 oder mehr Jahre mit Luft-Wärmepumpe und sind sehr zufrieden damit. Die Kosten pro Jahr sind kein Problem. Heute mit der guten Wärmedämmung der Häuser musst du keine Angst mehr haben.

Zu früher ist es wie Tag und Nacht. Dazu noch die 3- fach verglasten Fenster. Diese kann ich dir wärmstens empfehlen.

Mein Tipp an dich: Mach dir keine Sorgen, kein Vergleich zu früher.


robi187 25.02.2017, 21:04

"um das zu überbrücken": wenig bekannt ist:

dazu Luftsolar?

aber auch wenn für brauchwasser:

geibt es wie  es wie ein solar tauchsieder

http://www.ebay.de/itm/Effekt-Heizer-PV-elektronisch-gesteuerte-Warmwasserbereitung-fur-Photovoltaik-/112137356268?hash=item1a1be843ec:g:FL8AAOSwLnBX2muX

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AchIchBins 26.02.2017, 23:07

"überbrücken" .... was muss da überbrückt werden?!

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Wir haben beide Heizungstypen in unseren Bauvorhaben eingebaut. Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Gegend auch für Erdsonden geeignet ist. weiterhin ein Muss für den Fall der Fälle, dass die Erdsonde auch elektrisch betrieben werden kann. Bei diesem Typ ist eine perfekte Einstellung der Heizung das A und O. Bei der Luft-Wärmepumpe ist die Geräuschkulisse ein "wichtiger" Punkt und auch wo das Gerät aufgestellt wird. Mittags wird man durch die Umgebungsgeräusche das leichte Surren der Ventilatoren nicht so wahrnehmen, aber Nachts kann das doch zum Problem (nervend) werden. So weit weg vom Gebäude wie möglich, heißt aber auch näher an den Nachbarn ran und das kann dann evtl. den Nachbarschaftsfrieden beeinträchtigen. Die Schallentwicklung kann ein großes "Ärgernis" werden. Am Besten man nimmt dafür (Schall) einen Fachmann mit ins Boot. Eine ausgiebige Beratung beim Thema Heizung ist ganz wichtig.

jogibaer 27.02.2017, 09:36

Das mit dem Geräusch ist wirklich wichtig und kann auf Dauer nerven. Dann doch lieber Erdsonde würde ich sagen. Ruhe ist sehr viel wert.

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AchIchBins 28.02.2017, 23:55
@jogibaer

Es kommt wirklich drauf an, wo man wohnt und wie Nachbarschaftsbebauung ist. Ist es weitläufig mit Abstand zum Nachbarn und es gibt ein "abgelegenes" Eckchen, so bietet sich eine Luft-Wärmepumpe schon an. Das surren ist schon leise, man muss es aber mal selbst gehört haben. Ein Vorteil der Luft-Wärmepumpe ist, man kommt "überall" hin. Dabei kommen wir auch zum wichtigen Punkt bei der Erdsonde, eine ausreichende Bohrtiefe. Eine exakte Berechnung eines Fachingenieurs ist da eine Voraussetzung, nachträglich verlängern geht ja nicht. Auch noch mal der Hinweis, trotz Kosten besser nicht auf eine zusätzliche Heizpatrone verzichten. Denn sollte aus irgendeinem Grund die Heizung über die Erdsonde mit Erdwärme nicht funktionieren (z.B. Störung) geht zumindest das heizen mit Unterstützung von Strom.

Noch ein kleiner Hinweis. Die Heizungen werden ja mittlerweile nur noch in Verbindung mit Fußbodenheizung angeboten. Die bessere Wärmeverteilung durch die Heizschleifen ermöglicht eine geringere Aufheizung des Heizungswassers. Dadurch wird die Heizung aber sehr träge. Das bedeutet, dass das abkühlen (falls man Fliesen nimmt) dauert (positiv), aber auch, dass das erwärmen ebenso seine Zeit in Anspruch nimmt. Wer da vorher mit "normalen" Heizkörpern gelebt hat, kann die Fussbodenheizung in der Anfangszeit als "zu kühl" empfinden. Wer da einen "Ausgleich" haben möchte, dem ist ein zusätzlicher (und auch gemütlicher) Kaminofen empfehlsam.

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alles was  mit tiefbohungen zu tun hat finger weg? außer  die unternehmen die volle hafung für 50 jahre?

aber das wird keiner machen?

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