Hallo, weiß langsam echt nicht mehr weiter hoffe auf euren Rat?

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6 Antworten

Meiner Meinung nach machst du bereits alles richtig, bist für sie da, wenn sie dich braucht und auch sonst ein sehr guter Freund. Mahr kann sie sich gar nicht wünschen.

Ich habe gehört, dass solche Gefühlsausbrüche und auch Depressionen schubweise kommen und offensichtlich hat sie gerade einen solchen Schub.

Letztlich kann ihr da tatsächlich nur eine Therapie bei einem guten Psychoanalytiker helfen. Der kann all das Unverarbeitete mit ihr Stück für Stück verarbeiten. Mehr kann ich dir leider nicht raten, aber ich wünsche dir alles Gute, LG.

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Ich finde es großartig wie Du zu ihr hältst und sie nicht zu bedrängen versuchst. Ich denke mehr als für sie da zu sein und zuzuhören kannst Du nicht machen.

Das Erlebnis ist ja extrem traumatisch gewesen, da ist es nicht ungewöhnlich, dass die Psyche andere Bewältigungsstrategien sucht, wie erst mal verdrängen. Dann kommt es aber irgendwann wie ein Bumerang zurück und man erlebt es in verschiedenen Formen immer wieder neu. Deswegen nach drei Jahren, manchmal dauert es auch Jahrzehnte. Ich bin kein Psychiater aber bis auf das Ritzen kenn ich die Symptome, klingt nach posttraumatischer Belastungsstörung (das ist jetzt nur eine Vermutung, das müsste ein Psychiater oder Psychologe diagnostizieren)

Ich fürchte nur ohne professionelle Hilfe wird sie da nicht rauskommen. Psychiater und Psychologe sollten da eingebunden werden, um einen anderen Umgang zu erlernen und um irgendwann wieder nach vorne gucken zu können. Du hattest ja geschrieben dass sie das nicht will, aber vielleicht kannst Du sanft auf sie einwirken, sich doch helfen zu lassen. Das wäre auch entlastend für Dich. Es ist zwar kein leichter Schritt, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, aber wenn man sich mal durchgerungen hat, ist es sehr hilfreich. Aus meiner eigenen Erfahrung mit der Posttraumatischen Belastungsstörung kann ich es nur empfehlen, so wird man wieder lebensfähig.

Aber vielleicht ist die Hürde bei einer Selbsthilfegruppe erst mal geringer, das wäre auch ein erster Schritt. (Es gibt auch Selbsthilfegruppen für Angehörige)

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Also eine Sache vorweg, du musst ihr klar machen, dass sie sich nicht ritzen soll ! Denn ritzen kann süchtig machen, auch senkt ritzen die Hemmschwelle und kann zu einer Spirale führen.

Versuche Strukturen zu schaffen, der Ansatz, dass man sie mal machen lässt ist der erste Fehler. Plane viel, plane Kinoabende und andere Dinge, wenn sie sich versucht diesen sich verbal zu entziehen "ich hab nicht so lust", solltest du ausdauernd bleiben, aber nicht aufdringlich/ zwanghaft. Sie ist in allen Aspekten traumatisiert. Hab viel Körperkontakt zu ihr, umarm sie, hab ihren Kopf auf deiner Brust etc. Das hat eine psychologisch beruhigende Wirkung.  

Versuche sie dazu zubringen bei dir zu schlafen bzw. du schläfst bei ihr. Falls das Ritzen schlimmer wird und diese Traumaattacken, dann musst du als Mann ein Machtwort sprechen, und sie höchstens vor die Wahl stellen, ob sie bei dir schlafen möchte, oder du bei ihr pennst. 

So hab ich zumindest meine Freundin aus der Depression gehohlt (Bei ihr waren es, lang unterdrücke Vergewaltigungserinnerungen)

PS: Sorry dass es so abgehackt alles ist, ich bin schon etwas länger wach und habe diesen Text in voller Schlaftrunkenheit verfasst und bin deshalb ehr über die Tastatur gestolpert, als dass man es "tippen" nennen könnte... ;| 

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Ja, das ist alles sehr traurig. Aber ganz ehrlich: Es ist 4 Jahre her und ihr Leben ist seitdem aus den Fugen! Frag sie mal ganz offen wie sie persönlich sich vorstellt, daß ihr Leben weitergeht? Will sie jetzt die nächsten 50 Jahre ständig an dieser einen Geschichte hängenbleiben?

Sie ist nicht der erste Mensch der ein Trauma erlebt hat und wird auch nicht der letzte sein aber sie muss sich entscheiden: Will ich leben oder daran krepieren?

Diese Frage würde ich ihr stellen und je nachdem muss sie an sich arbeiten und alles in einer Theraphie aufarbeiten und wieder beginnen zu leben oder sie lehnt alles ab. Aber dann würde ich das an deiner Stelle nicht mitmachen. Denn du lebst neben einem Wrack und bekommst nur Probleme über Probleme serviert. Das ist doch kein Leben! Du bist jung, du willst sicher irgendwann Familie und vor allem Freude im Leben! Lass dir das von ihr nicht nehmen!!!

Mir hat ein guter Freund mal gesagt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Und ich habe im Laufe meines Lebens festgestellt daß er ein sehr kluger Mensch ist!

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Edit : sie war zu dem Zeitpunkt 14 also ist er erstvor 2 Jahren gestorben

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Das tut mir sehr leid für deine Freundin und für dich. Vielleicht könntest du selber zu einem Psychologen und dich beraten lassen. Vielleicht gibt es ja einen Weg, sie entweder zu einer Therapie zu überreden oder ihr auf diese Weise zu helfen.

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