Hallo, weiss jemand, ob es in NRW die Therapie nach Paul Vereshack gibt, bei der der Klient körperlich vom Therapeuten gehalten wird, körperliche Nähe erfährt?

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2 Antworten

Mhm.. sehe da auch Negatives daran. Man könnte in eine stärkere Abhängigkeit geraten und vielleicht sich in den Therapeuten noch eher verlieben (wenn die Person das Geschlecht hat, auf das man steht).

Glaube ich könnte das nicht und würde das nicht wollen.. Würde es erst mit einer "normalen" Therapie versuchen.

Schon mal nach der Therapieform in Verbindung mit NRW gegoogelt? Nichts gefunden? Kontaktiere doch mal deine Krankenkasse und frage nach, ob sie dazu Infos haben.

Cosima68 16.01.2017, 22:30

Ich denke, dadurch, dass ein Klient nicht das bekommt, wonach er sich im Grunde sehnt, das macht ihn abhängig, weil die Sehnsucht immer unerfüllt bleibt.

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TheTrueSherlock 16.01.2017, 22:38
@Cosima68

Naja.. eine Therapie ist jetzt nicht direkt dafür da, um die Sehnsucht nach körperlicher Nähe abzubauen.. finde ich i-wie komisch. I-wann soll ja die Therapie auch vorbei sein und dann hat man den Therapeuten nicht mehr. Denkst du  nicht, dass es dann erst recht kritisch wird, weil man dann die Nähe wieder haben will?

In der Therapie geht es für mich darum, dass man Probleme aufdeckt, auf- und verarbeitet und mit den Menschen um einen herum und sich besser klarkommt.

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Cosima68 16.01.2017, 23:18
@TheTrueSherlock

Das ist natürlich richtig. Aber ganz viele Klienten erleben in der Therapie Regression, d.h. dass sie auf die Gefühle eines Kindes zurück geworfen werden. Und dann nochmals den Verlust erleben, dass sie nicht die Nähe zur Mutter, zum Vater erleben durften. Eigentlich wiederholt sich doch das Drama. In der Regression erlebt der Klient den Therapeuten als Mutter/Vater und zum wiederholten Male unnahbar. Es wäre doch heilsam, wenn der Klient erleben dürfte, dass er/sie jetzt das Nachholen kann, was es versäumt hat. Nicht vollständig, aber wenigstens punktuell, etwas.

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TheTrueSherlock 16.01.2017, 23:21
@Cosima68

Ja, das wäre schön.. aber wie stellst du dir dann den Kontaktabbruch vor? Immerhin wird der Therapeut immer mehr eine Bezugsperson. Man kann mit allem zu ihm kommen, mit Problemen und mit Wunsch nach Nähe. Verliert man am Ende der Therapie nicht komplett den Halt unter dem Boden? Stelle mir das nach wie vor schwer vor.

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Cosima68 17.01.2017, 17:37
@TheTrueSherlock

...ja, vielleicht, das ist die Gefahr. Aber wäre es nicht schöner, am Ende wenigstens das Ersehnte gehabt zu haben? Trennung erfolgt sowieso, ob mit Umarmung oder ohne. Dann lieber Trennung mit Umarmung. So wie ich das sehe, kann mir niemand ein Tip für diese Art von Therapie geben, schade. Trotzdem danke True Sherlock für deine Rückmeldungen. Alles Gute!

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TheTrueSherlock 17.01.2017, 17:50
@Cosima68

Nein, Antwort auf deine Frage habe ich nicht. Aber schau doch echt mal bei deiner Krankenkasse und kontaktiere diese :) Die haben Listen mit Therapeuten und vielleicht auch zur Therapieform, wenn du Glück hast.

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Ich denke, viele Klienten sehnen sich danach, von ihrem Therapeuten in den Arm genommen zu werden. Und diese Sehnsucht bleibt und nährt sich davon, dass es nicht geschieht. Wenn es doch geschehen würde, ganz bewusst, damit das "Kind" endlich das bekommt, wonach es sich immer gesehnt hat, dann fühlt sich der Klient/die Klientin doch viel weniger abhängig, weil es sich dann endlich nicht mehr sehnen muss, weil es das bekommen hat, was es sich immer gewünscht hat.

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