Hallo, weiß jemand mit welcher Frist ich meiner Mitbewohnerin (in bin Hauptmieterin) wegen regelmäßig zu spät gezahlter Miete kündigen darf?

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5 Antworten

Ist sie Deine Mieterin?

Was verstehst unter zu spät?

Mieter haben bis zum 3. Werk-/Bankbuchungstag des Monats Zeit die Miete zu zahlen. Im Oktober 2016 z. B. ist der 3. Werk-/Bankbuchungstag der 6. des Monats.

Nach Abmahnung und im Wiederholungsfall kann einem Mieter wegen mehrfach (deutlich) verspäteten Mietzahlungen im E-Fall fristlos gekündigt werden.

Fristgerecht aber auf jeden Fall. Die K-Frist richtet sich nach der Wohndauer des Mieters. Bis 5 Jahre sind es 3 Monate.

Vorausgesetzt aber der Vermieter hat die verspäteten Mietzahlungen nicht monatelang stillschweigend geduldet.

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Wenn du über einen längeren Zeitraum das verspätete Zahlen der Miete geduldet hast, hast du wohl möglich dein Kündigungsrecht verspielt. Hast du je deine Untermieterin abgemahnt?

Mitbewohnerin wäre die 18-jährige Tochter in der Mietwohnung der Eltern.

In deinem Fall kann eine Mitbewohnerin nur als Untermieterin oder Mieterin der Mieterpartei fungieren. Was gilt hier? 

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Zuerst muss schriftlich abgemahnt werden
Bei Wiederholung kann meines Wissen dann sogar fristlos gekündigt werde.

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Hast du denn einen (Unter-)Mietvertrag? Wenn die sich nicht an die darin bestimmten Regeln hält, kannst du ihr im Prinzip schon bei der ersten Verfehlung fristlos kündigen. Den Vertrag hat ja dann die andere Seite gebrochen.

Habt ihr keinen Vertrag, musst du sie erst mal in Verzug setzen. Du gibst ihr vor, bis wann sie die die bisher ausstehenden Mieten und danach regelmäßig die noch kommenden Mieten zu zahlen sind (Frist bis Eingang bei dir). Bei Verstreichen der Frist musst du sofort anmahnen und kannst nach Ablauf der Mahnungsfrist das gerichtliche Mahnverfahren betreiben. Du hast aber keine rechtliche Handhabe, dass sie die Wohnung verlässt, außer du kannst wegen Hausfriedensbruch oder Gewaltanwendung eine Räumungsklage einreichen.

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Kommentar von Gerhart
28.09.2016, 14:19

Sobald die Untermieterin in ihrer Mietsache wohnt und Miete bezahlt hat sie einen Mietvertrag, wenn auch mündlich. Im Verzug befindet sich die Untermieterin automatisch, wenn die Frist zum monatlichen Einzahltermin überschritten wurde. Praktisch könnte sie mit einem gerichtlichen Mahnverfahren durch die Vermieterin sofort konfrontiert werden. Das Mahnen wäre daher nicht erforderlich.

Deine völlig verdrehte Vorstellung über den Anlass einer Räumungsklage solltest du nach erfolgreichem Googeln revidieren.

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Bist du dir sicher, dass er immer zu spät zahlt? Der Mieter hat bis zum 3. Werktag eines Monats Zeit, die Miete zu zahlen. Das muss nicht immer der 3. Kalendertag sein.

Wenn er wirklich immer zu spät zahlt, musst du ihn erst abmahnen. So ohne weiteres darfst du ihn nicht kündigen, wenn er regelmäßig zahlt, auch wenn er zu spät zahlt. Solange er nicht mit 2 Monatsmieten im Rückstand ist, hast du keinen Grund für eine fristlose Kündigung.

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