hallo, was will Jesus mit der Geschichte von den anvertrauten Talenten sagen?

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Liebe Jana,

erst mal finde ich es sehr gut, dass Euer Lehrer Euch eine solche Aufgabe aufgibt, denn Glaube ist nicht etwas, was einem vorgekaut werden soll und man es einfach zu schlucken hat. Und ich hoffe, Du willst Dich auch aus eigenem Antrieb damit auseinander- und dann mit Gott zusammensetzen!

Nun zu Deiner Frage:

Gott hat uns Menschen schon in der Schöpfung eine Aufgabe anvertraut, und zwar die Erde zu bewahren:

  1. Mose 1,28: "28. Und GOtt segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht."

Gott hat uns also einen Auftrag gegeben. Die Erfüllung des Auftrages bedeutet, dass Frucht hervorgebracht würde.

Das Gleichnis ist zu verstehen, wenn wir uns bewußt sind, dass Jesus wiederkommen wird auf diese Erde und dann ein Untersuchungsgericht stattfinden wird, in welchem u.a. aufgezeigt wird, wer Jesus wirklich nachgefolgt ist und vor allem, ob diese Nachfolge Früchte trug.

Was heißt dann "Früchte tragen" im Zusammenhang mit Jesu Wiederkunft?

Nun, Gott möchte, dass auf der Neuen Erde, die Er den Menschen, die an Ihn glauben, verspricht, vollkommener Friede herrscht. Und: Gottes Herrlichkeit können wir Menschen in unserem sterblichen Leib nicht ertragen, wir würden in der buchstäblichen Gegenwart Gottes vergehen, so wie Jesaja in Jes. 6,5 äußert: "Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HErrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen."

Wir Menschen müssen also verändert werden, eigentlich rundum erneuert, transformiert werden, bevor wir wirklich in Gottes Nähe kommen können.

Gleichzeitig hat Jesus uns beauftragt, anderen Menschen von dieser Guten Botschaft - nichts anderes heißt das Wort Evangelion, aus dem unser "Evangelium" entstanden ist - zu erzählen und sie zu ermutigen, diesen Schritt auf Gott zu auch zu tun. Wenn wir bereit sind, dies zu tun - und zwar nicht allein durch Worte, sondern, wie Er es auch getan hat, vor allem mit Taten - trägt unser Christ-Sein, unsere Nachfolge Früchte.

Ich hoffe, ich konnte Dir mitmeiner kompakten Ausführung etwas weiterhelfen.

Herzliche Grüße

Moritz

P.S. Meine Bibelzitate stammen meistens aus der Luther-Übersetzung von 1912.

Danke Dir für den Stern! Hat meine Antwort Dir gut weitergeholfen? Das freut mich!

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Man kann Talente auf zwei Arten verstehen:

Einmal als materiellen Wert (Talent war auch eine antike Währungseinheit). Wer also Besitz und Eigentum hat, soll das nicht verschwenden, sondern weise nutzen und vermehren. Natürlich nicht als Selbstzweck (nur, damit man mehr hat) sondern damit man damit Gutes zu tun versucht.

Man kann Talent aber auch als Gabe verstehen, so wie das die geläufigere Bedeutung ist. Jeder hat von Gott bestimmte Talente bekommen, und die soll jeder herausfinden und nutzen, für sich und die anderen Menschen. Ein ganz banales Beispiel: wenn jemand eine schöne Stimme hat und gut singen kann, dann soll er das nicht verstecken, sondern andern etwas vorsingen. Dadurch bringt er Freude und Schönheit in die Welt.

Mit "Talenten" meinte Jeshua Werte des Heiligen Geistes (Mt.25,16).

Mit diesem lässt sich "arbeiten", sprich, ein gutes Vorbild für Jahwe zu sein.(Mt.25,20) und mit den Gaben Gottes vermehrt Menschen von der richtigen Lehre Gottes (als Nachfolger Christi) ein Zeunis zu geben.(Joh.10,27).

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