Hallo unten steht die Frage Danke!?

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2 Antworten

So! Du schreibst ja, Dein Buch sei in der Schule.
Deswegen hier ein besonderer Service, nur für Dich:


Lebt wohl! - Gott weiß, wann wir uns wiedersehn.
Kalt rieselt matter Schau'r durch meine Adern,
Der fast die Lebenswärm erstarren macht.
Ich will zurück sie rufen mir zum Trost.
Amme! - Doch was soll sie hier?
Mein düstres Spiel muß ich allein vollenden.
Komm du, mein Kelch! -

Doch wie, wenn dieser Trank nun gar nichts wirkte,
Wird man dem Grafen mit Gewalt mich geben?
Nein, nein! Dies solls verwehren. Lieg du hier! -

Sie legt einen Dolch neben sich.

Wie? Wär es Gift, das mir mit schlauer Kunst
Der Mönch bereitet, mir den Tod zu bringen,
Auf daß ihn diese Heirat nicht entehre,
Weil er zuvor mich Romeo vermählt?

So, fürcht ich, ists! - Doch dünkt mich, kanns nicht sein,
Denn er ward stets ein frommer Mann erfunden.
Ich will nicht Raum so bösem Argwohn geben.
Wie aber, wenn ich, in die Gruft gelegt,
Erwache vor der Zeit, da Romeo
Mich zu erlösen kommt? Furchtbarer Fall!

Werd ich dann nicht in dem Gewölb ersticken,
Des giftger Mund nie reine Lüfte einhaucht,
Und so erwürgt da liegen, wann er kommt?

Und leb ich auch, könnt es nicht leicht geschehn,
Daß mich das grause Bild von Tod und Nacht
Zusammen mit den Schrecken jenes Ortes
Dort im Gewölb in alter Katakombe,
Wo die Gebeine aller meiner Ahnen
Seit vielen hundert Jahren aufgehäuft,
Wo frisch beerdigt erst der blutge Tybalt
Im Leichentuch verwest; wo, wie man sagt,
In mitternächtger Stunde Geister hausen -

Weh, weh! - könnt es nicht leicht geschehn, daß ich,
Zu früh erwachend - und nun ekler Dunst,
Gekreisch wie von Alraunen, die man aufwühlt,
Das Sterbliche, die's hören, sinnlos macht -
Oh, wach ich auf, werd ich nicht rasend werden,
Umringt von all den greuelvollen Schrecken,
Und toll mit meiner Väter Gliedern spielen?
Und Tybalt aus dem Leichentuche zerren?
Und in der Wut mit irgendeines Ahnherrn
Gebein zerschlagen mein zerrüttet Hirn?

O da! Mich dünkt, ich sehe Tybalts Geist!
Er späht nach Romeo, der seinen Leib
Auf einen Degen spießte. - Tybalt, halt! -
Ich komme, Romeo! Dies trink ich dir!

[Sie trinkt und] wirft sich auf das Bett.


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Ein innerer Monolog ist ein Selbstgespräch, nur eben nicht laut, sondern rein gedanklich und nach innen gerichtet.

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Kommentar von Tomi0110
10.04.2016, 14:49

Danke und kannst du mir bei diesen Bsp helfen 

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