hallo schöne welt, bekomme ich trotzdem Unterhaltsvorschuss, ( lohn ist gering ) auch wenn die Mitwirkungspflicht des anderen Elternteil fehlt. Danke.?

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6 Antworten

Hallo Luna,

ein alleinerziehender Elternteil kann Unterhaltsvorschuss beantragen wenn kein oder zu wenig Unterhalt vom unterhaltspflichtigen Elternteil gezahlt wird. Die Unterhaltsvorschusskasse (meistens: Jugendamt) tritt dabei in Vorlage für den unterhaltspflichtigen Elternteil (dies allerdings meines Wissens nach max. 6 Jahre und max. bis zum 12. Lebensjahr des Kindes).

Um Unterhaltsvorschuss beziehen zu können wird eine Beistandschaft für den Kindesunterhalt beim Jugendamt eingerichtet. Das Jugendamt wird quasi damit beauftragt sich um die Unterhaltsangelegenheiten zu kümmern.
Der unterhaltspflichtige Elternteil wird vom Jugendamt dann aufgefordert seine finanziellen Verhältnisse offen zu legen. Tut er das nicht oder kann er nachweisen, dass er zahlungsunfähig ist, wird i.d.R. Unterhaltsvorschuss gewährt.

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Kommentar von LunaPicasso
19.10.2016, 15:10

ja ich danke *

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Wenn derjenige nicht zahlt UV beantragen. Das Jugendamt setzt sich dann mit dem zahlungsunwilligen oder -unfähigen auseinander.

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http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/unterhaltsvorschuss.html

Voraussetzungen

Grundsätzlich gilt als eine der Bedingungen ein gemeinsames Zusammenleben von Vater oder Mutter und den jeweils unterhaltsberechtigten Kindern im gleichen Haushalt – ob im eigenen Haushalt oder einem anderen spielt dabei keine Rolle. Weiterhin müssen Kinder folgende Bedingungen erfüllen:

Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthalt liegt in Deutschland

Der/ die Unterhaltspflichtige kommt den Zahlungen des gesetzlichen Mindestunterhalts (Unterhalt für Minderjährige) nach § 1612a Abs. 1 BGB nicht oder nur teilweise bzw. unregelmäßig nach.

Kinder leben beim alleinerziehenden Elternteil und haben zudem

das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet

(der Gesetzgeber geht davon aus, dass mit zunehmendem Alter auch die

besonderen Belastungen im Rahmen der Erziehungen wegfallen).

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Kommentar von vdeparty
19.10.2016, 14:59

Gut ausgeführt!

Mir ist allerdings immer noch schleierhaft, wer sich diese 12-Jahres-Grenze ausgedacht hat... Als ob Kinder ab 12 Jahren weniger kosten würden... :-/

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Du kannst für dein Kind Unterhaltsvorschuss beziehen, wenn der andere leibliche Elternteil deiner Aufforderung zur Unterhaltszahlung für das Kind nachweislich nicht nachkommt oder nicht wenigstens den Mindestunterhalt zahlt bzw. zahlen kann.

Würde der andere Elternteil z.B. verweigern, sein Einkommen nachzuweisen (wonach der Unterhalt berechnet wird), könntest du Unterhaltsvorschuss beziehen - die Kasse würde diesen UV dann vom anderen Elternteil zurückfordern.....

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Die Mitwirkungspflicht des anderen Elternteils ist nicht notwendig, um Unterhaltvorschuss zu erhalten. Ebenso spielt das Einkommen keine Rolle. 

Unterhaltsvorschuss kann man bis zu 6 Jahre lang erhalten, wenn das Kind unter 12 Jahre alt ist, das kind beim Antragsteller den Lebensmittelpunkt hat (kein Wechselmodell zu gleichen Teilen) und der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt und nicht mit dem Antragssteller zusammen lebt. 

Der Antragsteller muss mitwirken und alle vorhandenen Informationen mitteilen, der andere Elternteil muss das nicht tun. Weiterhin darf man nicht neu verheiratet sein.

Das Jugendamt wird das Geld dann vom anderen Elternteil zurück fordern. 

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Ja, ich denke schon.

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