unschuldig wegen Diebstahl beschuldigt - wie sollte man jetzt vorgehen?

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9 Antworten

der Chef möchte jetzt die firmenbekleidung zurück,1jacke 3 hosen. falls Person A die Bekleidung nicht zurück sendet erfolgt eine anzeige wegen Diebstahl,das stand im letzten Brief den Person A per einschreiben bekommen hat.

Wegen einer Anzeige kann sich dein Kumpel beruhigt zurücklehen. Alles was auf das Wörtchen falls folgt, erfüllt den Tatbestand einer Erpressung, was strafbar ist. Würde hier ein Diebstahl angezeigt, würde der Staatsanwalt einen Blick auf das Schreiben werfen, und dürfte die Anzeige dann gar nicht mehr verfolgen. Das Verfahren würde sofort eingestellt. Man kann nicht strafrechtlich verfolgt werden für etwas, das von jemand angezeigt wird, der im Vorfeld erpresserisch mit der Anzeige gedroht hat. Also Brief gut aufheben. 

die Bekleidung ist eine Leihgabe von einer anderen bekleidungsfirma,also kein Eigentum des chef´s! Person A hat die bekleidungsfirma angerufen und es hat sich rausgestellt das nur 2 hosen vermisst werden

Es ist völlig gleichgültig, woher der Arbeitgeber die Arbeitskleidung bezogen hat. Der einzige weisungsberechtigte gegenüber deinem Kumpel in Bezug auf die Arbeitskleidung ist sein Arbeitgeber. Was die Leasing-Firma in der Sache meint, glaubt, annimmt oder behauptet, ist in diesem Zusammenhang nicht maßgeblich. 

Wenn der Arbeitgeber von 3 Kleidungsstücken ausgeht, dein Kumpel aber nur 2 hat, dann sollte er schnellstens seinem Arbeitgeber gegenüber ausführlich darlegen, warum das so ist, warum er nur 2 zurückgeben kann. Einer von beiden wird von der falschen Anzahl ausgehen. (Vielleicht liegt die dritte auch nur warm und trocken in der Firma im Spint?)

die psychische erkrannkung kommt von diversen Mobbing Aktionen,dieser fall ist doch ein weiterer beweiss!?

Das Schreiben beweist überhaupt nichts. Dein Kumpel sollte bei aller Paranoia doch besser auf dem Teppich bleiben und bei seinen Überlegungen weiter über den Tellerrand hinaus sehen. Es ist in dem Schreiben doch gar keine Begründung für die Rücksendung angegeben.

Es kann sein, dass die Arbeitskleidung zurückgegeben werden soll weil:

  • Die Firma künftig andere Farben/Material...  verwenden will
  • die Kleidung mit anderen Logos versehen werden soll
  • turnusmäßig die Kleidung ausgetauscht wird
  • bei einer anderen Firma Arbeitsbekleidung besorgt werden soll
  • ...
  • ...

Es gibt also zahlreiche Gründe, die alle gar nichts mit deinem Kumpel selbst zu tun haben. Da haltet mal schön die Bälle flach und hört auf, dem Chef irgendwelche bösen Absichten nachsagen zu wollen. 

wie sollte man jetzt vorgehen? Person A hat mit der bekleidungsfirma besprochen das die 2 hosen direkt zu der Firma gesendet werden.

Die Bekleidung hat er vom Arbeitgeber bekommen, und der entscheidet auch über deren weiteren Verbleib. Mit der Leasingfirma dann etwas anderes zu vereinbaren, steht deinem Kumpel einfach nicht zu. In dem Schreiben stand sicher nicht so etwas wie: 'wahlweise an die Firma xy schicken' oder 'im Zweifel erkundigen sie sich bei Firma xy'.

Und dann ist es auch noch wichtig, wer für die Reinigung und Instandhaltung der der Arbeitskleidung zuständig ist. Obliegt dies dem Arbeitnehmer, dann ist die Kleidung in SAUBEREM und ORDENTLICHEM Zustand dem Arbeitgeber zurückzugeben. 

Der Arbeitgeber könnte bei so einer "unautorisierten Abänderung seiner Weisung" sogar böse Absicht vermuten: >> Jetzt wo er seine Arbeitskleidung zurückgeben soll, feststellt dass ein Stück fehlt, versucht er doch glatt einen üblen Trick, damit das dem Arbeitgeber nicht gleich auffällt <<

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Hat er den Erhalt der Sachen in irgendeiner weise quittiert?
Dann schuldet er auch diese Sachen.
Hat er sie nicht, muss er den Zeitwert ersetzen.

Sollte er zwischenzeitlich mal von der Firma zu wenig Hosen zurück bekommen haben(also nach der Wäsche) hätte er das direkt melden müssen.

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Warum schickst du die Sachen nicht direkt zum  Chef oder bringst sie hin? Verstehe ich nicht. Und wenn du schon die Bekleidung abgeben musst, folgt sicher bald die Kündigung.

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Der Vertragspartner von "A" ist und bleibt die Firma, bei der er den Arbeitsvertrag hat und die ihr die Bekleidung ausgegeben hat. Wo der Arbeitgeber die Kleidung bezieht ist unerheblich. Er kann also immer noch die Kleidung verlangen, weil ER sie noch nicht zurückbekommen hat.

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Wenn die Bekleidung über die Firma des Chefs zum Arbeitnehmer kam, dann kommt sie auch zur Firma des Chefs zurück.

Da hat der AN nichts zu melden.

Anzeige wegen Diebstahl - geht nicht, da die Kleidung dem AN übergeben wurde.

Die Bekleidung im Paket zurückschicken - und den Nachweis gut aufheben.

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Wenn die Bekleidung zurückgeschickt wird, auf jeden Fall als Paket, damit ein Beweis vorliegt.

Solange diese Person noch dort beschäftigt ist, liegt doch überhaupt kein Grund vor, die Kleidung zurückzugeben. Oder wurde bereits eine Kündigung ausgesprochen?

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Eine Anzeige wegen Diebstahl wäre Unsinn, da der Vorsatz wohl kaum nachweisbar wäre. Wohl aber könnte man von A den Wert der Hose ersetzt verlangen

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Kündigen,wenn das mobben weitergeht, Gesundheit ist wichtiger.

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Bekleidung wird zur bekleidungsfirma gesendet!

im Moment ist Person A krankgeschrieben und eine gündigung nicht möglich,wenn die Person A die Bekleidung zur Firma sendet ist das ja ein eingeständniss das man sowieso nicht zurück kommt.

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Kommentar von Bethmannchen
04.11.2015, 19:29

im Moment ist Person A krankgeschrieben und eine gündigung nicht möglich,

Dies ist ein häufig kolportierter Denkfehler. 

Auch wer krankgeschrieben ist, kann gekündigt werden. Nicht zulässig ist allerdings als Begründung einer Kündigung eine aktuell bestehende Erkrankung zu nennen.  

Nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit zahlt kein Arbeitgeber irgendwelchen Lohn oder Gehalt mehr, bis zum Ende der Erkrankung. Wirtschaftliche Gründe sind daher als Kündigungsgrund ebenfalls nicht zulässig. 

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