Hallo, meiner Frau wurde gerade in der Probezeit (letzter Tag) gekündigt u Forführungsvereinbarung zum 30.06.2016 überreicht. Ist das Rechtens?

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7 Antworten

Zum ersten Teil der Frage müsste zunächst einmal geschaut werden, wie es sich mit den vertraglich aufgeführten Kündigungsfristen während der Kündigungsfrist verhielt. Denn wenn diese Fristen laut Vertrag, oder zumindest gesetzlich eingehalten wurden, so ist es dahingehend zumindest statthaft, ein Arbeitsverhältnis unter den genannten Fristen in der Probezeit zumindest auch am letzten Tag der Probezeit durch Übergabe der schriftlichen Kündigung immer noch ohne Angabe von Gründen fristgerecht und somit ordentlich  kündigen zu können.

Für weitere Details in Deiner weiteren Fragestellung müssten allerdings genauere Details zu den GENAUEN Abweichungen vom ursprünglichen Vertrag zu den neuen Vertragsinhalten bekannt sein. Auch ist ganz wichtig, welcher Wortlaut exakt in der Kündigung vermerkt ist.

Denn laut Deinen Ausführungen klingt es zunächst mal nach einer "Änderungskündigung". 

Ist das eine Zeitarbeitsfirma ? Wenn ja, nach welchem Manteltarif erfolgte die Entlohnung ? 

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Wenn die Kündigungsfrist für den AG nicht festgeschrieben wurde, dann gilt grundsätzlich die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 Abs.:1 u.3 BGB,es sei denn, es ist ein anwendbarer Tarifvertrag zu berücksichtigen.

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u Forführungsvereinbarung zum 30.06.2016 überreicht

den Sie aber nicht annehmen muss. Die Kündigungsfrist wird wohl auf 14 Tage laufen, das ist rechtens. Danach braucht sie auch nicht wieder hin.

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dann sollte sie den neuen vertrag nicht unterschreiben. dann kann der chef entscheiden ob er den vertrag ändert oder sich jemand anderen sucht

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Keine Fortsetzen, aber Verlängerung.

Aha

Noch nie gehört,und mich interessiert Arbeitsrecht schon.

Kündigung am letzten Tag geht (leider).

Ob das neue überhaupt korrekt ist...

Und dann noch mit schlechteren Konditionen..ich würd überlegen,  ob ichs überhaupt unterschreibe.

Ohne Angabe von Kündigungsfristen gelten automatisch die gesetzlichen: 4 Wochen zu jeweils 15. Oder Monatsletzten.

Also da ist sie auf der sicheren Seite.

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Kommentar von SiViHa72
11.03.2016, 14:20

Und immer dran denken: evtl.vorhandene Überstunden und Urlaub müssen ausgezahlt werden, wenn sie nicht (mehr) genommen werden können.

Und qualifiziertes Zeugnis anfordern.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Rechtens ist es schon, wenn die vertragliche Kündigungsfrist eingehalten wurde, und leider auch üblich geworden. Deine Ehefrau braucht den neuen Vertrag nicht anzunehmen, wenn die Konditionen schlechter sind. Wenn der neue Arbeitsvertrag keine Kündigungsfrist enhält, ist immer die gesetzliche Kündigungsfrist maßgebend.

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Sehr geehrter Demoss,

Grundsätzlich kann ein Arbeitgeber jeder Zeit einen Arbeitnehmer (auch ohne Begründung) fristlos kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

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Kommentar von Ashuna
11.03.2016, 14:11

Nur in der Probezeit.

Gruß Ashuna

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Kommentar von DemossT
11.03.2016, 14:11

Hallo danke, mir geht es um die Fortführungsvereinbarung

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Kommentar von Eichbaum1963
11.03.2016, 15:13

@amadeus50

Bei Arbeitsverhätlnissen gilt es, auch während der Probezeit eine Kündigungsfrist einzuhalten. Lt. BGB § 622, Abs. 3: zwei Wochen. Diese kann nur durch Tarifvertrag verkürzt werden, also nicht Einzelvertraglich, z. B. per Arbeitsvertrag.

Eine fristlose Kündigung ohne außerordentlichen Grund ist auch während einer Probezeit nicht möglich!

Das ginge nur bei Ausbildungsverhältnissen.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_622.html

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