Hallo, meine Arbeitnehmerin hat heute zum 31.07.2014 gekündigt.....

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3 Antworten

Das kommt drauf an, wie lange sie schon bei dir ist, sieh auch die Antwort von ChristianSPKY. Eine Urlaubsbescheinigung kannst du ausstellen und mit den Arbeitspapieren zur Vorlage beim nächsten Arbeitgeber aushändigen. Da sie dort ja auch erst wieder sechs Monate arbeiten muss, um den vollen Urlaubsanspruch zu erwirken, solltest du dich entspannen, auch wenn die Kündigung natürlich ärgerlich ist. ....... http://www.darmstadt.ihk.de/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/news_arbeitsrecht/1349990/Arbeitgeber_muss_Urlaubsbescheinigung_ausstellen.html

Da sie dort ja auch erst wieder sechs Monate arbeiten muss, um den vollen Urlaubsanspruch zu erwirken

Es geht bei der Urlaubsbescheinigung nicht um den vollen Jahresurlaub. Wie soll bitte die Wartezeit noch im laufenden Kalenderjahr erfüllt werden, wenn der ArbN frühestens am 01.08. beim neuen ArbG anfängt?

Macht der ArbN seinen vollen Jahresurlaub noch beim alten ArbG geltend, hat er beim neuen ArbG für das laufende Kalenderjahr aufgrund der Urlaubsbescheinigung idR keinen Anspruch mehr auf Teilurlaub, welcher ansonsten für 5 Monate noch zu gewähren wäre.

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@ralosaviv

Ja, da hast du völlig recht! Ich war nicht ausführlich genug, sorry. Durch die Urlaubsbescheinigung ist der 2014er Urlaub weg. Jedenfalls, wenn der Arbeitgeber sie sich vorlegen lässt, Ansonsten- siehe oben.......

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Ein Blick in das Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. § 4 BUrlG Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Arbeitet Dein AN also mind. 6 Monate bei Dir, hat sie Anspruch auf den vollen Urlaub der laut AV vorgesehen ist.

Ist die Zeit kürzer dann gilt § 5 BUrlG (1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

a) für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt; b) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet; c) wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

(2) Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden. (3) Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden.

Wenn sie den URLAUB geplant oder schon genommen hat dann hättest du Pech ! Gewähren musst du ihn aber jetzt nicht. Ich denke , da bist du zweite geworden. LG Alex

Das ist völliger Unsinn. Genehmiger Urlaub kann nicht widerrufen werden! Selbst wenn der bereits genehmigte Urlaub einen anteiligen Urlaubsanspruch übersteigen würde, ist das so ohne Weiteres nicht mehr möglich. Hier besteht aber wohl ohnehin Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, der vorzugsweise in Freizeit zu gewähren ist, wenn nicht sehr wichtige betriebliche Belange entgegen stehen. Nur alleine die Tatsache der Kündigung rechtfertigt ganz sicher nicht die Ablehnung von Urlaubsansprüchen.

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vielen dank für eure Antworten....klar finde ich alles im Gesetzbuch, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...

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