Hallo! Mein Sohn (11) möchte jetzt zu seinem Vater ziehen. Er genießt dort mehr Freiheiten. Wie kann ich reagieren?

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12 Antworten

Setz dich mit deinem Expartner (dem Vater deines Sohnes) zusammen und besprecht dieses Thema ganz ruhig, sachlich, ausführlich. Wirklich alles, sowohl die damit verknüpften Pflichten als Elternteil, als auch die Einschränkungen die man als Elternteil hat. Und so weiter.

Ich denke mal das beide es so locker sehen weil sie eben diesen Dauerkonflikt nicht miteinander haben (bisher). Das wird sich mit der Zeit sicherlich noch ändern, falls der Vater seinen Sohn wirklich dauerhaft aufnimmt.

Euer Sohn wird früher oder später auf die Nase fliegen, sowohl privat daheim (wenn er und sein Vater an ihre jeweiligen Grenzen im dauernden Zusammenleben stoßen) als auch in der Schule (wenn ihm - und dem Vater - bewusst wird das man eben doch lernen muss um nicht sitzen zu bleiben).

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Pubertierende können schrecklich sein... ehrlich. Ich kann dir nur zusprechen, zieh das durch. Schule ist wichtig und auch, wenn dein Junge das erst später kapiert, du tust ihm was sehr Gutes.

Mir ist aber klar, dass dir diese Aussage jetzt grad im Moment nicht so sehr viel hilft. Was sagt denn der Vater des Jungen? Weiß er von dem Ansinnen eures Kindes? Wenn er eh "Nein" sagen würde, hätte sich das Thema ja erledigt, oder?

Ich arbeite u.a. mit Kindern und Jugendlichen, die nicht lernen wollen. Bei uns im Haus gibt es ein Token-System: Für gelernte Sachen, für Hausarbeit, für gute Noten und für angemessenes Benehmen gibt es Tokens (bei uns sind das so kleine Smileys aus buntem Plastik, du kannst auch Sterne auf ein Plakat kleben, das machen bei uns die Kleineren), die kann der Jugendliche dann gegen Telefonzeit, Internetzeit, Kaffee trinken,... eintauschen. Wir haben auch gute Erfahrungen damit gemacht, dass Jugendliche die Tokens gegen was tolles Großes eintauschen können, also zB mit in einen Freizeitpark fahren, besondere Schuhe bekommen usw. Das ist aber wirklich "teuer", also der Jugendliche muss da schon ein halbes Jahr eisern sparen. So hat er die Möglichkeit, sich zu entscheiden: Will ich heute ne Extra-halbe-Stunde zocken (kostet 2 Tokens) oder spar ichs, dass ich in den Sommerferien in den Europapark fahre (kostet 450 Tokens)?

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Das Kind geht doch nicht vor die Hunde, weil es beim Vater mehr am Computer sitzen darf.

Dein Mann hat Recht. Sie müssen selbstständig werden und Druck nützt nicht nur nichts, er schadet.

Du redest gerade von Deinem Kind "das es vor die Hunde geht".

DAS ist es was dem Kind tatsächlich schadet. Es wird nicht vor die Hunde gehen.

Zumindest dann nicht, wenn die Mutter davon absieht, solche Sachen über ihr Kind zu denken.

Ich habe 4 Kinder, 1 hat mittlerweile studiert und fest im Beruf, das zweite im Studium, das Dritte ist auf dem Gymnasium (und hat jetzt nach der Pubertät auch wieder gute Noten) und das Vierte geht jetzt in Richtung Gymnasium.

Die hatten alle ihre Computer und kein Bock Phasen. Wenn Du da anfängst gegen anzuarbeiten, dann wird sich der Bub darauf versteifen, dass er "vor die Hunde geht".

Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das.

Vertraue Deinem Kind.

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Ausgeübter Druck lähmt das Gehirn. Kommt noch Pubertät hinzu wird es gerne mal sehr kritisch. 

Schon die Alten Griechen vermittelten den Alten Römern ihre Erkenntnis:

Knaben sind Knaben, Knaben betreiben Knabenhaftes. 

Wenn Dein Junge nun gerne digital unterwegs ist dann nutze doch diese große Chance!!!!

Warum Sofatutor? Der kostet einen Haufen Geld während es online massenweise KOSTENLOSE Lernhilfen gibt. Manche davon machen sogar riesigen Spaß. Du wirst sowohl über die Suchmaske des Browsers als auch bei youtube fündig. 

Dann bieten die zuständigen Landesministerien, das zuständige Bundesministerium und die EU jeweils eine Liste Software nach Alter aufgeteilt als Fördervorschlag für die Dötze. Auch diese kannst Du recherchieren und nutzen. Ob die Kinder nun einen Egoshooter spielen oder ein Geschichtsding bei dem sie auch noch Schulwissen so nebenbei mitnehmen ist den Kindern unter dem Strich egal. Interessant soll es sein, Spaß machen. Wettbewerbe ermöglichen. 

Zudem blendest Du aus dass der Junge gerade im größten gesamten Umbau seines Lebens steckt. Alleine 60% seines Gehirns werden umgebaut. Und Du kommst ihm noch mit Druck!!!! Mach Das mal bei einem Haus welches so sehr umgebaut wird und Du bekommst sehr massiven Ärger mit der Baubehörde!!!! Aber mit Kindern können wir es ja machen. 

Nein. Noten sind längst nicht so wichtig wie es sich manche Erwachsene einbilden. Es flog auch schon mal ein Einser-Abiturient nach vier Wochen vom Campus mangels sozialer Kompetenz. Aus dem gleichen Grund stehen seit fast einem Jahr zehntausende Lehrstellen unbesetzt da. 

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann. 

Meine Mutter hat mir auch mal eine Weile Druck gemacht wegen Schule. Den Zahn habe ich ihr dann aber relativ schnell wieder gezogen. 

Ich bin nie mit Bestnoten nachhause gekommen. Dafür habe ich heute mehrere Berufe und manches Angebot abgelehnt weitere Berufe zu erlernen, manches angebotene bezahlte Studium ausgeschlagen im In- und Ausland. .....

Lass Den Jungen ziehen. Er braucht jetzt eh viele Vater-Sohn-Freizeiten. Egal wie die beiden Männer - in dem Fall - sie gestalten. 

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Ja es stimmt: Pubertierende können wirklich schrecklich sein. Sie denken oft nur und ausschließlich an sich und bemerken nicht, was das mit den Menschen um sie herum macht. In diesem Alter ist leider oft die Soziale Kompetenz und Soziale Intelligenz noch nicht ausgebildet. Ich habe das auch durch - nur anders herum. Als Vater hatte ich mit meiner Tochter um ähnliche Probleme + Erster Freund "zu kämpfen" und die Mutter ließ ihr alle Freiheiten, ich meine wirklich alle Freiheiten. Und meine Tochter wollte deshalb auch wieder zu ihr.

Dass sich einem da die Haare sträuben, das Herz blutet, ist schlicht verständlich. Man/frau will sein Kind doch beschützen, vor Schaden bewahren!

Aber realistisch betrachtet hast Du wenig Chancen. Lass ihn ziehen. Dein Verantwortungsgefühl ist richtig und wichtig - keine zwei Meinungen, aber wenn Dein Sohn den "einfachen Weg" gehen will, kannst Du es nur dann verhindern, wenn Du das alleinige Sorgerecht oder mindestens das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht hast. Da ihr jedoch eine sehr flexible Sorgerechts- und Umgangslösung habt, die grundsätzlich auch zu befürworten ist, werden Deine Bemühungen nicht mit Erfolgt belohnt werden - und schon gar nicht mit der Gegenliebe Deines Kindes. Dass der Vater anscheinend nicht das nötige Verantwortungsbewusstsein aufbringt, ist zwar bitter, aber letztlich auch den "laschen Regelungen" geschuldet, die ihr vereinbart habt. Habt ihr überhaupt eine Umgangsvereinbarung (gegenseitigen Rechte und Pflichten-Katalog)?

Dein Kind ist in der Selbstfindungsphase und wird für sich aus der Situation versuchen, jeden Vorteil zu ziehen. Es ist an Dir, wie weit Du bereit bist, das mit zu machen. Wie bereits von anderen vorgeschlagen, ist ein pfiffiges Belohnungssystem sicherlich hilfreich. Es nützt jedoch nichts, wenn das Kind vom Vater die "Belohnungen" auch ohne eigenes Zutun erhält. Das konterkariert Deine Bemühungen und Du bleibst auf verlorenem Posten.

Ist das Kind erstmal ganz beim Vater,  wird ggf. die Schule den Verantwortlichen einladen und intensive Gespräche führen, wenn die Leistungen weiterhin abfallen. Spätestens dann müssen auch dort die Zügel angezogen werden. Auch wenn Dein Kind ggf. eine Klasse wiederholen muss, ist das nicht schlimm, es hilft beim Selbstfindungsprozess. Es ist auch die Frage, ob sich Dein Sohn irgendwann besinnt und es ihm peinlich ist, mit jüngeren in eine Klasse gehen zu müssen.

Aber wenn er es so will, dann lasse ihn ziehen. Entweder er kommt von selbst zurück, oder aber die Schule schaltet das Jugendamt ein. Es kann aber auch sein, dass die "neue Freiheit" genau das Gegenteil bewirkt und er beim Vater auf einmal besser lernt. Weißt Du es? Du weißt auch nicht, wie der Vater reagiert, wenn er auf einmal die Verantwortung alleine trägt (das müsst ihr dann aber auch schriftlich vereinbaren). Im Moment verlässt er sich auf Dich - und sein Kalkül geht auf. Du bist die "böse" Mutter. Er ist der "liebe" Vater.

Die Entscheidung kann Dir hier niemand abnehmen.

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Das ist jetzt kein Tipp aber wollte nur mal sagen das es voll gut ist wie du das zurzeit machst. Ich (15) hab nicht so "strenge" maßnahmen in sachen lernen bekommen und bin auch echt faul und schlecht.. also meine eltern fangen erst jetzt an (10.Klasse,Realschulabschluss) strenger zu werden weshalb ich so unter Druck stand und erst viele Arbeiten verkackte. Aber jetzt habe ich einen ganz ok Abschluss.:) also gut das du früh anfängst, und ich hoffe das der Vater einsieht das Schule wichtig ist. Viel Glück!

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Du stimmst dem sicher nicht zu und das aus gutem Grund!

Eltern müssen nun mal auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Eltern müssen den Weitblick behalten und schulische Leistungen einfordern.

Ich würde sogar so weit gehen dem Vater die Betreuungszeit gerichtlich zu kürzen, wenn er nicht mitzieht.

Es ist ein alt bekanntes Phänomen, dass Kinder sich den Partner mit dem geringsten Widerstand aussuchen um ihren Pflichten nicht nachkommen zu müssen. Das kann man dem Kind nicht verübeln, weil ihm die Vernunft und der Weitblick fehlt.

Ein Mensch ist nun mal wesentlich länger ein Erwachsener, der für seinen Lebensunterhalt selber aufkommen muss, als ein unbefangenes Kind.

Deshalb haben Kinder Eltern, wenn sie Glück haben, Eltern mit Verantwortungsbewusstsein.

Dein Ex macht ja eigentlich nichts anderes als dein Sohn auch, er drückt sich...

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Also Ich bin jetzt keine Mutter oder ähnliches aber ich kann sagen, dass es wirklich nichts bringt, ein Kind zum lernen zu zwingen. Man lernt dann nicht richtig und möchte nur so schnell wie möglich fertig sein. Meine Schulzeit ist noch nicht lange her, und ich weiss, dass ich irgendwann (später als 11!) an dem Punkt war, wo mir bewusst wurde wie wichtig schule eig ist. Vorher war ich wirklich kein Musterschüler, aber dann gings steil bergauf! Dein Sohn muss das einfach selbst merken, manche merkens früher andere später.  

Zu dem eigentlichen Problem würde ich sagen, dass du nochmal versuchen solltest vernümftig mit dem Kerl zu reden über seine Erziehungsmethoden, wenn er wirklich viel zu locker ist. Wenn das der einzigste Grund ist, wesshalb dein Sohn zu seinem Vater ziehen will, finde ich das echt heftig.

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Kommentar von Menuett
27.04.2016, 21:47

Eine Mutter, die von ihrem Kind glaubt, dass es "vor die Hunde geht" ist ein verdammt guter Grund zum Vater zu ziehen.

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Dein Sohn kommt jetzt in diese pupertäre Phase wie weit kann ich gehen...es wird jetzt sehr schwer werden für dich nur mit viel Disziplin und eihaltenden regeln kommst du weiter...wenn du ihn wegen sowas weg ziehen lässt zeigt es deinem Sohn Schwäche von dir und du wirst ihn verlieren. ..mach ihm immer wieder klar das lernen und Schule einfach wichtiger sind als alles andere...ich habe diese Phase hinter mir ...mein Sohn ist nun 18 und hat es gepackt. ..er wollte auch zu Papa damals ziehen...aber auch da hätte er nicht Run können was er gewollt hätte. ..ich hoffe du schaffst es lg

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Vielleicht mit dem Jugendamt sprechen.....ich halte Deine Befürchtungen für durchaus gerechtfertigt, während ich die Ansichten Deines Ex-Mannes nicht verstehen kann....denn die Vernunft ("Selbstständigkeit") von der er glaubt, dass ausgerechnet Euer Sohn sie mit 11 besitzt, erlebt man häufig bei 18-19 Jahre alten "Kindern" nicht...

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Hi ich bin 12 und will auch zu meinem vater...sprechen sie mal mit ihrem sohn...bei mir ist das mit dem vater anders aber wenden sie sich doch bitte an freunde oder familie und nicht das internet ;)

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Dein Ex hat Recht, verminder mal seinen Druck.

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