Hallo liebe Leute :-) Ich hab eine Frage zum erweiterten polizeilichen Führungszeugnis...?

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2 Antworten

Das wichtigste fehlt hier: wann war das Urteil?

In einem erweiterten Führungszeugnis werden Straftaten nach Sexualstrafrecht hervorgehoben.

aus: https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ_node.html#faq5504812

 

Was ist ein "erweitertes Führungszeugnis"?

Ein „erweitertes Führungszeugnis“ wird nach § 30 a Abs. 1 BZRG erteilt, wenn dies in gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen ist, oder wenn das Führungszeugnis für die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72 a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch, eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen.

Bei der Antragstellung ist eine schriftliche Aufforderung der Stelle vorzulegen, die das "erweiterte Führungszeugnis" verlangt und in der diese bestätigt, dass die Voraussetzungen des § 30a Abs. 1 BZRG für die Erteilung eines solchen Führungszeugnisses vorliegen.Bei Selbständigen reicht die Bescheinigung der Antrag stellenden Person aus.

Von einem regulären Führungszeugnis unterscheidet sich das "erweiterte Führungszeugnis" hinsichtlich seines Inhalts. Im Interesse der Resozialisierung des Verurteilten bestimmt § 32 Abs. 2 BZRG, dass in den dort aufgeführten Fällen im Register eingetragene Entscheidungen nicht in ein Führungszeugnis aufgenommen werden. Ausgenommen von dieser Privilegierung sind generell Verurteilungen wegen einer Sexualstraftat nach den §§ 174 bis 180 oder § 182 des Strafgesetzbuchs (StGB). Verurteilungen wegen weiterer Sexualdelikte (§§ 180 a, 181 a, 183 bis 184g StGB) oder nach den für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ebenfalls besonders relevanten Straftatbeständen der §§ 171, 225, 232 bis 233 a, 234, 235 oder 236 StGB sind bei Vorliegen einer der Ausnahmen des § 32 Abs. 2 Nr. 3 bis 9 BZRG dagegen nicht in ein Führungszeugnis aufzunehmen, es sei denn, es wird ein „erweitertes Führungszeugnis“ beantragt. In diesem Fall sind Verurteilungen wegen der genannten Straftatbestände ungeachtet der Ausnahmeregelungen des § 32 Abs. 2 BZRG aufzuführen.

 

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Kommentar von ThomasThomasD
06.03.2017, 15:23

Das Urteil ist etwa ein halbes Jahr her.

Ich brauch das Führungszeugnis wegen einem Berufspraktikum der Ausbildung Jugend- und Heimerzieher.

Im Schreiben heißt es: "Bitte beantragen Sie daher gemäß § 30a Abs. 1 Nr. 2a Bundeszentralregistergesetz ein erweitertes Führungszeugnis der Belegart OE, Antrag einer Privatperson zur Vorlage bei einer Behörde"

Das heißt mein "Vergehen" steht drin, oder?

Vielen Dank....

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Das ist allerdings wahrscheinlich, dass die Straftat, wie sie geschehen ist (wird von deutschen Behörden ziemlich genau nachgeprüft) auch in die deutschen Führungszeugnisse gelangt.

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Kommentar von ThomasThomasD
06.03.2017, 14:41

Danke für die Antwort. Ach herje...

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