Hallo liebe Helfer! Eine Frage bezüglich meiner Kündigung in der Probezeit. Bekomme ich trotz Krankenschein noch Gehalt?

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5 Antworten

Steht mir für diese Zeit Gehalt zu, auch wenn ich faktisch nicht gearbeitet habe?

Ja, aber nicht vom Arbeitgeber.

Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht erst nach einer 4-wöchigen ununterbrochenen Beschäftigungsdauer (Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 3 "Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" Abs. 3) - und das war in Deinem Fall nicht gegeben.

Du hattest statt dessen - auf Antrag - Anspruch auf (niedrigeres) Krankengeld durch Deine Krankenkasse auf Berechnungsgrundlage des vereinbarten Entgelts.

Aber:

Der Antrag auf Krankengeld hätte kurzfristig (innerhalb einer Woche) nach Beginn der Erkrankung und jedenfalls noch während des Bestehens des Arbeitsverhältnisses gestellt werden müssen.

Da das nicht geschehen ist, erhältst Du auch kein Krankengeld mehr, und Du musst tatsächlich auch weiterhin leider "noch etwas an den halben Monat ohne Gehalt [knabbern]".

Es kann aber nicht schaden, wenn Du Dich diesbezüglich einmal bei Deiner Krankenkasse informierst, ob es Kulanz- oder Ausnahmeregelungen von dieser Vorschrift gibt.

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Krankengeld von der Krankenkasse bis zum Ende Deiner Krankschreibung.

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Kommentar von Familiengerd
17.08.2016, 13:48

Dafür ist es jetzt aber zu spät.

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Wenn Du operiert worden bist, dann ist ja eigentlich schon ziemlich eindeutig, dass Du wirklich (!) krank warst.

Da finde ich eine Kündigung durch den AG schon ziemlich "assi", denn dafür kann ja nun kein Mensch etwas. (Klar für den AG ist das natürlich sch... aber echt..)

Du hast natürlich Anspruch auf Lohnfortzahlung, denn Kündigung vor Arbeitsantritt ist nicht möglich (auch wenn Du faktisch nicht angetreten bist).

Es kann allerdings sein, das ein Arbeitsgericht die Sachlage anders sieht, aber vielleicht antwortet hier auch noch jemand der juristisch etwas firmer ist.

Alles Gute!

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Kommentar von wilees
17.08.2016, 11:14

@Dunkerjinn - es kann nur ein Lohnfortzahlungsanspruch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist bestehen. Danach erhält ein AN Krankengeld von der KK.

Während der Probezeit muß der Arbeitgeber seine Kündigung nicht begründen, also wofür sollte hier auch nur ansatzweise ein Arbeitsgericht gut oder zuständig sein?

Am Rande erwähnt , man kann auch vor Aufnahme der Arbeitstätigkeit kündigen und gekündigt werden.

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Kommentar von Dunkerjinn
17.08.2016, 11:18

Ich muss mich berichtigen. Du bist leider ein echter Grenzfall!

Der Arbeitgeber muss keine Lohnfortzahlung zahlen, weil Du noch kein Entgelt erhalten hast (Du müsstest also bereits vier Wochen gearbeitet haben und Entgelt erhalten haben).

Sozialversicherungsrechtlich ist das ein anderer Fall. Da hängt es davon ab ob Du vor der neuen Arbeit soialversicherungspflichtig gewesen bist und Beiträge abgeführt wurden.

Da dies ein echter Grenzfall ist, auch mit dieser "Assi-Kündigung" wenn jemand im Krankenhaus ist, solltest Du mit deiner, falls vorhanden, Krankenkasse sprechen bzw. wenn Du keine hast eine davon ansprechen.

Die sind in der Regel sehr freundlich und hilfsbereit!

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Der Arbeitgeber muss dir keinen Lohn zahlen.  Du musst dich an deine Krankenkasse wenden, die sind in diesem Fall zuständig.  Ruf bitte dort an, die erklären dir alles.. 

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Kommentar von Familiengerd
17.08.2016, 13:42

Dafür ist es jetzt zu spät.

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Ja, da du ja Krank geschrieben warst.

Ob du nun gearbeitet hast oder nicht, spielt keine Rolle.

 

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Kommentar von chiefdoom
17.08.2016, 10:51

Oh, das ging ja flott! Vielen Dank!!!

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Kommentar von X3030
17.08.2016, 11:04

In diesem Fall ist die Krankenkasse zuständig. 

Deine Antwort ist also falsch, @234er

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Kommentar von Familiengerd
17.08.2016, 13:48

Das ist falsch!

Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber bestand nicht, weil das Beschäftigungsverhältnis noch keine 4 Wochen ohne Unterbrechung bestanden hat (Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 3 "Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" Abs. 3).

Anspruch auf Krankengeld durch den Krankenkasse auf Basis des vereinbarten Entgelts hätte (!) bestanden, wenn das Krankengeld vom Fragesteller spätestens 1 Woche nach Beginn der Erkrankung (und jedenfalls noch während des Bestehens des Arbeitsverhältnisses) angefordert worden wäre - jetzt ist es dafür zu spät (wenn es bei seiner Krankenkasse keine Kulanz- oder Ausnahmeregelungen von dieser Bestimmung gibt).

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