Kann ein Vermieter nach einer fristlosen Kündigung wegen nicht eingehaltener Ratenzahlungsvereinbarung der Nebenkosten den Mieter eine Räumungsklage aufbrummen?

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4 Antworten

Angenommen, das Mietverhältnis wurde vom Vermieter aufgrund der nicht pünktlichen Zahlung gekündigt und Du bist zum Zeitpunkt des Auslaufens des Mietvertrags nicht ausgezogen, ist es ganz normal, dass er auf Räumung klagen wird.

Ob die fristlose Kündigung berechtigt ist, kann hier nicht beurteilt werden.

Ob Du eine andere Wohnung schon hast oder nicht, braucht ihn nicht zu interessieren.

Räumungsklage bedeutet im übrigen, dass dabei erst endgültig festgestellt wird, ob die fristlose Kündigung berechtigt ist. Verliert man als Mieter aber, kann es nochmal richtig teuer werden. Für chronisch klamme Mieter ist das dann genau das richtige.

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Der Vermieter kann dem Mieter eine Räumungsklage "aufbrummen" wenn dieser die Wohnung nach Ende des Mietverhältnisses nicht zurück gibt.

Das der Mieter bis dahin keine andere Wohnung gefunden hat ist völlig wurscht.

Wobei der Vermieter wegen nicht gezahlter Nebenkostennachzahlung nicht fristlos kündigen kann.

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Kommentar von bwhoch2
16.03.2016, 17:11

Allenfalls wegen fortwährender nicht unerheblicher Vertragsverletzung mit dreimonatiger Frist. (§573 BGB). Wobei es nicht auf die Einhaltung einer Ratenzahlungsvereinbarung ankommt, sondern einfach auf die vollständige Zahlung einer berechtigten Forderung innerhalb der gesetzlichen Pflicht.

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Um was geht es denn nun? Die Zahlung der Miete oder Nachzahlung aus der BK-Abrechnung? Mal schreibst du so, dann wieder so. Was stimmt?

Sollte die fristlose Kündigung tatsächlich wegen verspäteter Mietzahlung erfolgt sein, wäre sie unwirksam wegen fehlender Rechtsgrundlage. Miete muss am 3. Werktag des Monats beim Vermieter auf seinem Konto angekommen sein, Samstage zählen da nicht mit, da kein Bankarbeitstag. So war beispielsweise im Januar 16  der 6. dieses Monats die Zahlungsfrist.

Eine einmalige Verspätung ist kein zulässiger Grunf für eine fristlose Kündigung.

Lege also schriftlich per Einwurfeinschreiben sofort Widerspruch wegen fehlender Rechtsgrundlage ein.

Eine Räumungsklage geht nur mit einer Klage am Amtsgericht. Dort wird über die Rechtmäßigkeit entschieden. Eine Räumungsklage wäre erst zulässig, wenn zuvor eine rechtmäßige Kündigung erfolgt wäre und der Mieter nicht auszieht.

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die Fristlose Kündigung wurde erstellt, weil die Miete nicht am ersten des Monats eingegangen ist beim Vermieter sondern 7 Tage später.

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