Hallo, kann ich als Mitglied einer Erbengemeinschaft meinen Anteil an einem Grundstück mit Notarvertrag meiner Tochter schenken?

3 Antworten

Nein: "Über seinen Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen kann ein Miterbe nicht verfügen", § 2033 II BGB.

Deine geplante Verfügung über deinen Miteigentumsanteil an einem gemeinsam ererbten Grundstück setzt einvernehmlichen Beschluss der Erbengemeinschaft voraus, § 2040 I BGB.

Der Notar würde diese Schenkung nicht beurkunden, da sie das Vorkaufsrecht der Miterben daran, § 2034 I BGB, aushebeln würde.

G imager761

Sie können durch notariellen Vertrag (§ 2033 Abs. 1  BGB) ihren - gesamten - Miterbenanteil an Ihre Tochter (oder jeden anderen Dritten) übertragen. Dagegen steht § 2033 Abs. 2 BGB der Verfügung über den Anteil an einem "einzelnen Nachlassgegenstand" entgegen (die Immobilie wäre das). Dazu bestimmt § 2040 BGB, dass über einen Nachlassgegenstand nur die Erben gemeinschaftlich verfügen können. 

Nein, aber deinen Erbteil kannst du an sie übertragen.

Wie löst man am besten eine Erbengemeinschaft von drei Parteien auf?

Hallo,

ich habe eine Frage zum Thema Erbengemeinschaft. Wir sind drei Kinder und haben vor ca. 10 Jahren 3 Grundstücke von unseren Eltern gemeinsam überschrieben bekommen. Ein Grundstück hat ein Wert von ca. 107.000€, ein Grundstück hat einen Wert von ca. 340.000€ und ein Grundstück hat einen Wert von ca. 134.000€.

Ich fände es besser wenn es keine Erbengemeinschaft gäbe sondern wenn jeder seinen individuellen Teil hat und damit machen kann was er will ohne die anderen zu fragen.

Wir werden nun voraussichtlich noch etwas zusätzlich erben / geschenkt bekommen und dann könnte man auch schauen, dass jeder letztendlich gleich viel bekommen hat. Was die Erbengemeinschaft anbetrifft, könnte man diese einfach auflösen und jeder bekommt dann jeweils ein Grundstück unabhängig jetzt mal von dem Wert zugeschrieben? Derjenige welcher das wertvollste Grundstück (a. 340.000€) bekommt, bekommt dann weniger zusätzlich noch geschenkt / vererbt.

Würde das als Schenkung unter Geschwistern betrachtet werden (Steuerfreibetrag 20.000€) oder wie wäre das steuertechnisch zu betrachten?

Könnte man ein Grundstück danach verkaufen oder müsste man es mind. 10 Jahre halten um die Spekulationssteuer zu umgehen?

Vielen Dank für eine Rückmeldung.

Gruß Nimikon

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