Hallo ihr lieben Menschen da draußen, ich leide seit 7 Jahren an Depressionen. Möchte wissen warum ich in schlechten Phasen zum Konsum von Canabis neige?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Carinarini,

ich würde Dir dazu raten, Dich an eine Drogenberatung zu wenden. Sie könnten Dir die erforderlichen Hilfen aufzeigen, die Dir helfen, von dem Canabis-Konsum loszukommen und die erforderliche Therapie gegen Deine Depressionen anzugehen.

Es gibt auch einiges, was Du (außer dem Canabis) selbst gegen Deine Depressionen unternehmen kannst. Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele für solche verzerrten Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: Bei mir läuft immer alles schief.

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du unbedingt eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt. Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere. Lass Dir durch die Bewertungen von anderen nie Dein Selbstwertgefühl rauben.

Ich möchte Dich bei dem Thema Depressionen noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermunternde Aussagen und eine kostbare Hoffnung. Immer wieder zeigt die Bibel, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen. In den Psalmen heißt es:" Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen" (Psalm 72:13,14). Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Er verspricht uns, zu helfen, sofern wir an ihn glauben und bereit sind, seinen Willen zu tun. Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Darüber hinaus ist es, wie bereits erwähnt, auch sehr wichtig, das Gespräch zu jemandem zu suchen, der Dir einfühlsam zuhören kann und der auch reif genug ist, Dir zu helfen. Vielleicht gibt es ja in Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden, zu dem Du Vertrauen hast und an den Du Dich wenden könntest. Ja, schöpfe alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir gelingen, Deine Depressionen zu überwinden. Alles Gute und viel Kraft dabei!

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern!

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Cannabis ist inzwischen als Heilmittel anerkannt, es bekommen Leute auf Rezept, die unheilbar und schmerzgeplagt sind.

Es kann also nicht so schlecht sein, und nicht so gefährlich, wie dem Bürger lange eingeredet wurde. Es ist anscheinend nicht wirklich ungesund.

Süchtig kann man von allem werden, wenn man depressiv ist.

Besser als Alkohol ist es jedenfalls, gesundheitlich und fürs Hirn. Das ist erwiesen.

Es gibt inzwischen gute Pharmaka gegen Depressionen, aber ob die gesundheitlich unbedenklich, weiß ich nicht. Du hättest dann ein weniger schlechtes Gewissen, schätze ich.

Ich würde mich vom THC im Blut nicht aufhalten lassen. 

Du hast eine Depression und das seit 7 Jahren.(!!!)
Du hast Probleme und brauchst Cannabis in schlechten Zeiten.
Und, vor allem, du brauchst eine Therapie.

Wenn du dich deswegen fertig machst, weil du Cannabis konsumierst, dann ist das nur dazu da, deiner Depression weiterhin Macht über dein Leben zu geben. Geh dahin! Lass dir Blut abnehmen, sag denen, dass du ab und zu kiffst und steh ehrlich zu deiner Sucht. 

Denn ohne die Akzeptanz deines Problems wirst du keine Veränderung im Leben starten können. 

Lass dir nicht von irgendwelchen gedanklichen Blockaden deine Heilung oder Linderung nehmen, sondern steht auf und versuch dein Bestes!

Du kannst mit dem Kiffen aufhören und noch mal warten, dass die Therapie anfängt oder du setzt darauf, dass mit der Behandlung dein Verlangen nach Cannabis schwindet und du am Ende deine Sucht besiegst. 

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Vielen Dank für eure Gedanken zum Thema!

Thomas

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