Hallo ihr alle, ich denke darüber nach, ins Kloster zu gehen und sammle pro und kontra Argumente. Was haltet ihr davon?

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16 Antworten

Um ehrlich zu sein: Davon halte ich nichts.

Man geht nicht ins Kloster, nachdem man sich pro und kontra-Argumente ausgerechnet bei GF erfragt hat und danach entscheidet. Man trifft eine Entscheidung auf Grund einer Berufung, deren Echtheit man im Gebet und einem Klosteraufenthalt auf Zeit erproben kann.

 Sicherlich kennst du die ewigen Gelübde "Gehorsam, Armut, Keuschheit" und musst überlegen, ob deine Berufung dem stand hält.

Das Klosterleben ist keine Gemeinschaft auf Zeit, sondern u.a. auch ein tägliches Ertragenmüssen der Oberen und der Mitbrüder. Die Welt bietet hier Ausweichmöglichkeiten, das Kloster nicht.

seguiendo 17.09.2016, 18:51

Du hast recht, und ich bemühe mich natürlich auch, das zu tun. Ich würde auch nicht nachdem ich hier die Pro und Kontra Argumente erfragt habe ins Kloster gehen. Ich denke da schon ziemlich lange drüber nach und werde wohl auch noch eine Weile drüber nachdenken.

Und mir ist eigentlich auch klar, dass das, worum es eigentlich geht, die Frage ist, ob Gott mich dahin berufen hat oder woanders hin.

Dass ich mit dem Abwägen von Argumenten nicht weit komme, ist mir auch schon aufgefallen.

Ich wollte bloß möglichst viele Möglichkeiten, mich damit auseinanderzusetzen, ausschöpfen, weil das ja eine ziemlich endgültige Entscheidung wäre.

Ich weiß eigentlich auch, dass das alles entscheidende sich dabei im Gebet abspielt. Vielen Dank für deine Antwort, ich glaube es war gut, dass du mich da nochmal dran erinnert hast.

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In jedem Kloster kannst du auf Besuch kommen, sei es eine richtige Probezeit für 1 Jahr oder so oder eine Woche als normaler Besucher, wo du Zeit für dich findest, mitbeten kannst etc. Dazu kommt, dass es zig verschiedene Orden gibt. Vom geschlossenen Kloster, in denen die Nonnen nicht einmal Spiegel haben dürfen zu offenen Orden, bei denen die Mönche ganz normal Jeans und Hemd tragen und auf die Straße gehen um sich mit Familie zu treffen. 

Du weißt selbst am Besten was du willst. Probier es aus.

Hallo seguiendo,

selbst hatte ich viele Jahre auch den Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Aber ich hab es nicht getan und sehe jetzt, dass es gut war. Gott hat mir Aufgaben gegeben, die ich in einem Kloster nicht erfüllen könnte. Es ist für mich gut, so, wie es ist - obwohl ich oft sicher bin, den steinigeren Weg gewählt zu haben und mich gelegentlich nach einem ruhigen, abgeschiedenen Klosterleben (auch mit all den Einschränkungen sehne). Im Nachhinein betrachtet, wäre für mich ein Klosterleben eine sehr egoistische Entscheidung gewesen.

Hier "draußen" muss ich Entscheidungen selbst treffen und die Konsequenzen auch. Ich stehe eigenverantwortlich vor Gott und seinen Herausforderungen und kann mich nicht  hinter einem Abt oder einer Äbtissin verstecken. Keiner filtert Information für mich und schreibt mir vor, wie ich mich in einer bestimmten Situation verhalten soll. Keiner hält mir den ganz normalen Alltag fern, damit ich mich auf den Glauben konzentrieren kann. Und nicht nur vor Gott, sondern auch vor den Mitmenschen habe ich mich zu verantworten - ohne auf einen Orden verweisen zu können, in dem man etwas nun mal so oder so macht.

All die Gelübde, die in einem Kloster abzulegen und die Regeln, die einzuhalten sind, kann ich auch "draußen" erfüllen - wenn ich will - oder aber halt auch nicht. Es gibt nicht eine Entscheidung, an die ich mich dann ein ganzes Leben halte, sondern ich muss jeden Tag frei und neu entscheiden, neu kämpfen (mit mir und anderen). Sicher wäre im Kloster auch täglich der "innerliche Kampf" zu bestreiten, aber den hab ich hier "draußen" auch.

Ich wünsche Dir, dass Du den - für Dich - richtigen Weg findest.

Du bist überzeugt katholisch, kennst dich wahrscheinlich aus, was Kloster bedeutet, Geheimnisse gibt es da nicht.

Ich hab ja bloß wissen wollen, ob ihr irgendwas dazu
 wisst, was ich nicht weiß

Und dann glaubst du hier etwas zu erfahren was du nicht weißt ?
Was für oder dagegen spricht gestaltet sich nur in dir. Da kann keiner mehr wissen als du selbst.
Wie könnten da Beträge "aus dem Bauch heraus" hilfreich sein.

Die Interpretation des Wortes Gehorsam zum Beispiel. Das Wort hat durchaus eine Berechtigung und eine vernünftige Bedeutung im christlichen Kontext. Wenn es aber in einer altbackenen oder mittelalterlichen Form verstanden wird, also z.B. als Kadavergehorsam gegenüber den Leitern des Ordens, dann halte ich das für problematisch.

Ist es eine kurzweilige Laune von dir? Oder anders gefragt: Wo siehst du dich in ca. 10 Jahren? Ist deine Lebensplanung in der Zukunft auf das Kloster ausgerichtet?

Meine Vorstellung z.B. entspricht grob diesem Schema: Karriere zu machen, auf Reisen zu gehen und eine Familie zu haben - da passt der Klosteralltag absolut nicht dazu.

seguiendo 17.09.2016, 12:33

Eine kurzweilige Laune ist es sicher nicht, ich denke da seit fünf Jahren immer wieder drüber nach. Und was die Lebensplanung angeht - das meiste verträgt sich ganz gut mit Kloster. Aber natürlich würde ich schon auch gerne Kinder haben ...

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Gott gibt es .. aber ich würde nicht nach jmd betteln der genauso wie ich ein Mensch ist... Gott müsste so einzigartig sein, dass er niemanden ähnelt, was seine einzigartigkeit betrifft. ... wie auch immer.. also kannst auch Gott, genauso zuhause anbeten.. die Hauptsache ist halt.. dass es dir bewusst sein soll.. dass dass Gott der ist, der erschafft aber selber nicht von jmd erschaffen worden ist

Raubkatze45 17.09.2016, 17:18

Falls du noch immer nicht begriffen hast: Für Christen ist Jesus Christus kein Geschöpf.

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65matrix58 17.09.2016, 23:37

Wenn Gott sich auf ein Wesen eingrenzt.. ist es unmöglich dass das Universum noch existiert.. klar ist Jesus ein Geschöpf. Wer erschäfe dann noch weitere Welten, wenn Gott als Jesus mal gelebt haben soll? Wenn Gott sich auf einen Kopf eingrenzt.. ist es ihm nicht mehr möglich in seinem normalem Stadium zu existieren. Er kann nicht 2x gleichzeitig existieren. Er existiert einmalig einzigartig für ewig und seit Ewigkeiten. Jesus hat so wie ich und du gefurzt geschissen und gepisst.. und der soll kein geschöpf sein.. und nein ich mache mich nicht über jesus lustig.. ich sag nur die wahrheit. ich glaube auch an jesus.. aber nur als prophet. Ist für mich am Logischesten.

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Diese Entscheidung musst du selbst treffen.

Ich könnte dir 100 Argumente pro und contra Kloster oder Astronaut oder Verwaltungsfachangestellter oder Pilot geben.

Schon die Wertung eines Pros oder Contras ist subjektiv.

seguiendo 17.09.2016, 12:09

Natürlich werde ich die Entscheidung selber treffen. Aber manchmal ist es trotzdem ganz gut, andere Meinungen dazu zu hören. Vielleicht fällt euch ja was auf, was mir so nicht aufgefallen wäre. Eine Außenansicht ist manchmal gar nicht so schlecht ;)

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denke weiter und trage mutig die folgen

Man kann es ja erst mal ausprobieren. Man muss ja nicht für immer da bleiben. 

Vergiss das, was du da machst. Lebe einmal für einige Zeit in einem Kloster mit und dann merkst du schnell, ob das was für dich ist.

Das ist besser und vor allem zielführender als alles Herumphilosophieren.

In Deutschland sind die meisten Klöster am Aussterben und das aus vielen triftigen Gründen. Auf ein sinkendes Schiff sollte man in der Lebensplanung nicht setzen.

Weiterhin ist es gar nicht leicht, ins Kloster zu gehen, denn die Klöster sind heute sehr finanzknapp. Wenn Du da kein überzeugendes Einkommen vorweisen kannst, wirst Du abgewiesen. Und wenn Du ein Einkommen erzielst, mußt Du mit allen teilen.

Wie Du siehst, beim Geld hört auch im Kloster die Freundschaft auch.

Mittlerweile haben die meisten Menschen erkannt, welch großer Unfug die antiken Religionen sind. So eine Lebenslüge sollte man nicht Jahrzehnte mitschleppen. Du bekommst keinerlei Dank durch irgendeine jenseitige Welt für die permanente Beterei, Singerei und Büßerei.

Du kannst doch mal Urlaub machen in einem Kloster. So bekommst du mal einen Einblick.

Zumindest hättest du direkteren Kontakt zum "Gott dieser Welt" (Offb.12,9).

seguiendo 17.09.2016, 17:07

Was genau willst du damit sagen? Meinst du, Menschen in Klöstern wären schlechter als die außerhalb? und warum?

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Raubkatze45 17.09.2016, 17:14
@seguiendo

Klöster haben mit Kirche zu tun und die ist für ihn nun mal das Schlimmste, was es gibt, vor allem, wenn man gewohnt ist, die Bibel selbst auszulegen.

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War auch schön oft in der Lage

Aber ich bin Familien Mensch und im Kloster ist schlecht

Und ich möchte heiraten!!!

- Die Chance ist sehr hoch, dass es gar keinen "Gott" gibt:

http://www.spektrum.de/magazin/das-holografische-universum/830304

- Man kann keine Familie gründen

- Solche Musik wäre dann Blasphemie:

65matrix58 17.09.2016, 12:32

wenn Wissen nur aus Erfahrungen geeignet wird, wie dann ist das erste Lebewesen entstanden? Nur durxh Gott ist es Möglich... aber nicht durch einem Menschen.. wie bsp Jesus

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Fretto 17.09.2016, 12:39
@65matrix58

Ich bin mir nicht sicher ob das ein Trollkommentar ist wegen dem Usernamen. Wie wäre es mit einer hochentwickelten Zivilisation, die testen will ob sie in einem Hologramm ist? An einem Hochleistungs-Pc wird unser Universum "gemacht".

(Der Artikel sollte gelesen werden)

Schwarze Löcher sind ein Beweis für ein Hologramm.

Es gibt keine 3 dimensionale Welt.

Alles was es gibt kann mit Mathematik erklärt werden.

Es gibt noch weitere Beweise u. Artikel darüber.

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KaeteK 17.09.2016, 20:22

Und da es Ihn doch gibt, wird es für dich ein schreckliches Erwachen geben. lg

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Fretto 17.09.2016, 21:03
@KaeteK

Ich hab nur das geäußert , was von der Wissenschaft heraus gefunden wurde u. das die Möglichkeit das die Möglichkeit, dass es einen Schöpfer gibt nicht sehr hoch ist.

Ob es einen gibt/nicht gibt kann keiner von uns beweisen. Und da nützen auch Schriften wie die Bibel, die Tora, der Koran usw. nicht.

Man weiß nicht ob es einen gibt. Es ist nur ein Glauben. Ich hab niemals behaupted, dass es keinen Gott gibt.

Ich habe auch nicht erzählt ob ich Christ,Moslem,Jude,Satanist o. Atheist bin. Also können Sie nicht wissen ob es für mich ein schreckliches Erwachen für mich gibt. Warum unbedingt ein schreckliches Erwachen? Es könnte doch ein schönes Erwachen sein.

Brauch ich denn ein Erwachen?

Wenn es wegen der Musik ist, muss man doch bezweifeln ob es wirklich so eine "Sünde" ist.

Ich kann ja nichts dafür, dass ich Pop Musik nicht mag. Ich mag eben Rock & Metal.

Ich würde mich auf eine Antwort freuen, da es warscheinlich ein Missverständnis gab o. etwas anderes.

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