Hallo, ich wurde während einer Verhandlung von einem Zeugen beleidigt und verleumdet. Wie sieht es da aus mit einer Anzeige?

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9 Antworten

Anmerkung

Vor einer Woche hat hier jemand seine Nachbarin erschossen. Zuvor hatte sie ihn angezeigt, weil er angeblich Giftköder für ihren Hund ausgelegt hat. Die hätte sie jedoch gefunden und weggeschmissen.

Dieser Mann wurde dann vom selben Amtsgericht, das mich verurteilt hat, zu einer Geldstrafe verurteilt, obwohl es ja keine Beweise gab, wenn die das alles weggeschmissen hat.

Es gibt an diesem Gericht offenbar Richter, die, wenn es auf die Mittagspause zugeht und der Angeklagte keinen Anwalt hat, jeden Zeugen, auch wenn er noch so hanebüchen Schwachsinn erzählt, für glaubwürdig erklären.

Wer noch nie vor Gericht gestanden hat, kann sich nicht vorstellen, was da abgeht und was für unfähige Richter es gibt. Ich habe auch schon erlebt, daß Richter offenkundig nicht mal die Akten gelesen haben.

Ich habe auch mal zu einem Anwalt gesagt: Ein Polizist lügt doch nicht vor Gericht. Er ist vor Lachen fast unter den Tisch gefallen!

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Das solltest du mit deinem Anwalt besprechen. Die Vorwürfe hast du wohl zurückgewiesen, aber was sagt das Opfer dazu? Wessen Reifen sollst du zerstochen haben, die des Opfers oder die des Zeugen? Ist das wirklich passiert und die falsche Aussage bezieht sich auf deine Schuld oder ist das alles frei erfunden? Wie ist die Glaubwürdigkeit in dieser Hinsicht zu beurteilen? Auch ist unklar, wie sie das auf das Verfahren ausgewirkt hat, ob die angebliche Sachbeschädigung verfolgt wird usw...

Du siehst, es ist hier schwer, hier überhaupt den gesamten Sachverhalt nachvollziehen zu können, weshalb ich hier auch von jeglicher rechtlicher Beratung absehen würde. Wende dich an deinen Anwalt und dann kannst du weitere Schritte besprechen, wie du dich gegen diese falschen Anschuldigungen wehren kannst.

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Kommentar von Ploemme
30.08.2016, 17:23

Mit Opferzeugen habe ich das Opfer selber gemeint. Es gab noch eine Zeugin, die im selben Betrieb wie seine Frau arbeitet, und für ihn falsch ausgesagt hat. Sie hätte alles gesehen, und ich hätte ihn zuerst und grundlos mit Pfefferspray attackiert.

Meine Anzeige gegen ihn wegen Körperverletzung wurde sang- und klanglos eingestellt. Ich wurde zu über einem halben Jahr auf  Bewährung verurteilt. Plus Bewährungshelfer, obwohl ich schon über vierzig bin. Es ging in der Verhandlung nur darum, mich auf jeden Fall zu verurteilen.

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Ohne Beweise keine Schuld. Lügen vor Gericht sind eine Straftat. Was sagt der Rechtsanwalt(Verteidiger)?

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Kommentar von Ploemme
30.08.2016, 17:49

Das dachte ich auch. Aber die Zeugen haben derart dilettantisch gelogen, dass es schon peinlich war. Und trotzdem wurde ich von einer hämisch grinsenden Richterin verurteilt.

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Das musst Du mit Deinem Anwalt besprechen. Wir kennen die Details des Verfahrens nicht und können Dich entsprechend auch nicht in Rechtsangelegenheiten seriös beraten. 

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In einer Gerichtsverhandlung kochen manchmal die Gemüter hoch. Alle haben Angst oder sind wütend.

Was da an "Bewertungen" gesagt wird, sollte man nicht so eng sehen.

Der Staatsanwalt war ja dabei. Wenn der Zeuge sagte, du hättest Reifen zerstochen und der Staatsanwalt ermittelt nicht gegen dich wegen der Reifen, dann heißt das, der Staatsanwalt nimmt das auch nicht so ernst.

Bei solchen Geschichten fährt man am Besten, wenn man sie auf sich beruhen lässt. Sonst hat man weiter unnötigen Ärger und Stress.

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Hast du einen Anwalt dabei gehabt ? Dann frag den ob es Sinn macht.

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Wenn es nachweislich eine Falschaussage war, hat der Staatsanwalt das auch mitgekriegt und wird es verfolgen.

Was die Beleidigung angeht: Schmerzensgeld wirst Du nicht erhalten und dem Zeugen droht höchstens eine Strafe, wenn er die Beleidigungen wiederholt. Das Geld geht meistens an caritative oder soziale Einrichtungen.

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Wenn du freigesprochen wurdest würde ich das auf sich beruhen lassen...

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Ist den das Gericht der Argumentation gefolgt? Dein Anwalt war dabei, frag ihn.

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