Hallo, ich werde eine Kneipe eröffnen und möchte davon leben.

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11 Antworten

Privatentnahmen bei Einzelunternehmen sind steuerlich irrelevant.

Du gibst ganz normal deine Einkommensteuererklärung inkl. Anlage G und der EÜR ab (Evtl. wärst du sogar Bilanzierungspflichtig). Kleinunternehmereigenschaft ist hier ausgeschlossen, also kümmer dich auch um die korrekte UStVA.

Ebenso dürfte Gewerbesteuer anfallen.

Du wirst gigantische Umsätze bewegen müssen, für Einkäufe, Pacht, evtl. Personalkosten etc. etc., wenn du einen Gewinn von mind. 1.800,- € im Monat generieren willst.

Damit Du bei Entnahmen von 1.800 Euro kein Minus machst brauchst Du einen jährlichen Gewinn von knapp 22.000 Euro.

Wenn ich nach den Richtsätzen gehe, brauchst Du für einen Gewinn von 22.000 Euro ungefähr einen Umsatz von 100.000 Euro.

Und das im ersten Jahr ohne Erfahrung zu erzielen ist gelinde gesagt nicht möglich.

Es wird bei der Einkommensteuer ganz normal versteuert, doch erst musst du das Geld verdienen, das und die Unkosten, die entstehen! Wenn du eine Kneipe eröffnen willst brauchst du auf jeden Fall einen Steuerberater, vielleicht solltest du schon vorher zu ihm gehen und dich beraten lassen! Er wird dir auch alles genau erklären können, damit du weißt wie du handeln musst! Ich wünsche dir viel Glück dabei, dir deinen Wunsch zu erfüllen!

Jetzt noch einmal konkret zu Deiner Frage:

Gewinn ist der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 3 EStG) oder bei bilanzierenden Betrieben: Gewinn ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Ende des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsvermögen am Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen (§ 4 Abs. 1 EStG)

Das heißt: egal wie hoch Deine Entnahmen oder Einlagen sind: Versteuert wird der Gewinn nach den von mir genannten Definitionen.

Und wenn Du Ahnung von der Materie hast: Warum fragst Du dann nach so simplen Dingen wie dem Unterschied zwischen dem Gewinn und Entnahmen?

Einen richtigen Plan von Deinem Vorhaben scheinst Du nicht zu haben. Du mußt mindestens mit Umsatz-und Einkommensteuern und möglicherweise auch mit Gewerbesteuern rechnen. Wenn Du Deine Kneipe in gemieteten Räumen betreiben willst, kommt noch Miete dazu, nicht zu vergessen anfallende Betriebskosten. Erkundige Dich erst einmal, wer in Deiner Nähe eine Existenzgründerberatung anbietet und geh dort hin. Da bekommst Du alle Antworten von Fachleuten.

Potnine 06.10.2013, 11:24

Glaub mir, ich habe eine Ahnung von der Materie, was du mir hier sagst weiß ich schon alles, es ging mir darum wie das entnommene Geld zu versteuern ist und das habe ich inzwischen herausbekommen. Nicht gleich beleidigend werden und mich als ahnungslos bezeichnen. Wenn du so viel Ahnung hättest, dann hättest du einfach meine Frage beantworten können ohne das Thema komplett zu verfehlen. DANKE

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NicolasChamfort 06.10.2013, 12:22
@Potnine

Wenn das Deine Frage war, was schreibst Du sie nicht einfach hin? Dann wärst Du nicht so mißverstanden worden. Und wie man an den Antworten siehst, bin ich da nicht allein. Übrigens kann ich eine Beleidigung nicht erkennen.

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Welche Rechtsform wird denn Deine Firma haben? Bilanzierst Du?

Ich unterstell einfach mal: Einnahmen - Ausgaben = Gewinn.

Wenn Du 50.000 Euro ausgibst und 3.000 Euro einnimmst, dann 1.800 Euro aus der Kasse nimmst, dann hast Du 47.000 Euro Gewinn. Wenn Du die 1.800 Euro in der Kasse liegen lässt dann auch.

Helmuthk 06.10.2013, 10:49

50.00,00 € Ausgaben und 3.000,00 Einnahmen ergeben für mich einen Verlust von 47.000,00 €.

Oder hast Du nur die Zahlen vertauscht?

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Helefant 06.10.2013, 11:37
@Helmuthk

Oh ja, natürlich ist das ein Verlust. Oder ein Gewinn vom -47.000. Eigentlich ging's mir auch drum, darauf hinzuweisen, dass es unerheblich ist, ob das Geld in der Kasse oder im Geldbeutel liegt.

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Potnine 06.10.2013, 11:29

???????????? Sag doch gleich, dass du auch keine Ahnung hast. Warum schreibst du einen Kommentar? Wenn du´s nicht weist, dann sei lieber still und nerv nicht.

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Helefant 06.10.2013, 11:40
@Potnine

Was hast Du zu NicolasChamfort gesagt?

Nicht gleich beleidigend werden und mich als ahnungslos bezeichnen

Naja, überleg Dir erstmal was Du überhaupt vorhast. Solang Du das nicht weißt kann Dir sicher keiner helfen.

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**so kann man mit kleinen Fragen vielen Leuten ...Freude... machen !

Es gibt nur eine kompetente Antwort. Begib dich direkt zur Steuerberater, gehe nicht übers Finanzamt, schließe vorher keinerlei Verfträge ab.**

Deine Frage kann auch anders formuliert werden:

"Wie kann ich ganz schnell und ohne große Mühe zu Insolvenz kommen?"

Entschuldigung, aber Du bist ganz sicher von keiner Sachkenntnis getrübt.

Mit einer Kneipe aus dem Stand 22.000,00 € Gewinn im Jahr zu erzielen ist einigermaßen illusorisch.

Und noch ein Tipp: Wenn der jetzige Kneipenbetreiber vorschwärmt, wie gut die Kneipe läuft- warum gibt er sie jetzt ab?

mindestens 1800,- im Monat netto

wenn du ein geschäft eröffnest, wird es die ersten 2 Jahre schonmal Hungerstrecken geben. Mach dir ein paar Gedanken auf folgende Fragen.

  • Wie kann ich leben, wenn ich weniger einnehme.
  • Habe ich die Ahnung von der Gastronomie?
  • Kann ich buchführung, dann mach einen Buchführungskurs, dann weißt du wie man was verbucht.
  • Was ist wenn ich krank werde?
  • Vergess nicht in die rente einzuzahlen, sonst sind die eingezahlten Gelder mit der Zeit weg.
kevin1905 06.10.2013, 11:36
Vergess nicht in die rente einzuzahlen, sonst sind die eingezahlten Gelder mit der Zeit weg.

Hö?

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apfelkiste 06.10.2013, 12:01
@kevin1905

Ja ich kenne eine Frau die hat sich selbstständig gemacht, und nicht mehr in die Rente eingezahlt, dann wurde sie nach 10 Jahren krank und bekommt nix von der Rentenversicherung.

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kevin1905 06.10.2013, 14:38
@apfelkiste

Es entsteht ein prinzipieller Anspruch auf Regelaltersrente wenn 60 Beitragsmonate erfüllt sind.

Nach deiner Schilderung handelt es sich um Erwerbsminderungsrente. Hier besteht Anspruch wenn neben o.g. Voraussetzung

  • in den letzten 5 Jahren mind. 36 Pflichtbeiträge gezahlt wird.

Hier liegt der Hund begraben. Als Selbständiger freiwillig einzuzahlen ist demnach rausgeworfenes Geld. Da aus freiwilligen Beiträgen niemals ein Anspruch auf EM-Rente entsteht.

Das Berufsunfähigkeitsrisiko muss jeder Arbeitnehmer als auch jeder Selbständige privat absichern. Der Selbständige noch mehr. Mind. 30% vom Einkommen müssen in Vorsorge und Absicherung fließen.

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Habe gestern mit meinen Freund und Wirt gesprochen. Er meint,dass 1800€ netto nicht möglich sind.

Sei vorsichtig. 1800€ müssen erst verdient sein. Denk auch an die Pacht Strom usw.

Potnine 06.10.2013, 11:28

Mannomann. Das weiß ich doch selber. Meine Frage war wie das zu versteuern wäre und nicht wie ich es anstellen soll das zu erreichen. Keiner von Euch scheint den Hauch einer Ahnung zu haben. Schon gesehen, hier kann mir keiner helfen.

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