Hallo, ich suche einen LNB für DVB-T, wenn möglich Twin Ausführung. Vielleicht kennt ihr einen Hersteller

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5 Antworten

Wie @solarlight schon sagte, ist die Sende- und Empfangstechnik bei satellitengestützem und terrestischem System völlig anders.

Beim Satellitensystem wird vom Sender mit einer (riesigen) Parabolantenne ein Signal schräg nach oben zum Satelliten (Uplink) geschickt. Dort wird es umgemodelt und im Downlink vom Satelliten wieder nach unten geschickt. Der Footprint, also der geografische Empfangsbereich, ist auch festgelegt. Hier kommt dann das Signal schräg von oben (hier meist aus östlicher Richtung, abhängig vom Standort auf der quasistatonären Umlaufbahn). Das wäre der erste fundamentale Unterschied. (Leute in Großstädten können auf der Westseite ihrer Wohnungen meistens auch nichts empfangen.)

Der zweite Unterschied ist, daß die Frequenzbereiche der Satellitensender im 10 Gigahertz-Bereich liegen. Nur damit können sie effektiv arbeiten und die Empfangsantennen bleiben klein. Das könnte man niemals verlustfrei über ein handelsübliches Koaxialkabel über die geforderte Länge von der Empfangsantenne zum Empfänger führen. Deswegen setzt man das Signal auf einen Frequenzbereich im 1 GHz-Bereich um. Und zwar mit dem Low-Noise-Converter. Und nur das macht der LNC hauptsächlich. Direkt an der Satellitenschüssel im LNC wird also umgesetzt und zwischen horizontal und vertikal polarisiert umgeschaltet. Man kann nämlich auf derselben oder fast derselben Frequenz zwei völlig unterschiedliche Programmsignale ausstrahlen, gewinnt dadurch mehr Sendekanäle. Die Ebene, in der die elektromagnetische Schwingung sich im Raum ausbreitet, kann einmal senkrecht- einmal horizontal zur Erdoberfläche erfolgen. Man spricht von Polarisation. (Ja es gibt sogar Zirkumpolarpolarisation, die schraubenförmig angeordnete Empfangsantennenelemente benötigt. Zum Beispiel bei den Raumfahrtmissionen zum Mond wurde das angewendet.)
Je nach angelegter Spannung oder Polung der Speisespannung kann ein Polarisationsfilter im LNC (oder sagen wir jetzt besser LNB) die entsprechenden polarisierten Signale empfangen. Ja, ein LNC braucht für den transistorisierten Konverter eine eigene Betriebsspannung, die aber durch Tricks auch über das Empfänger Koaxkabel eingeschleift werden kann, ohne Extra-Leitungen.

Diese Signale werden dann dem Sattelitenreceiver zugeführt und dort entweder direkt in ein Videosignal umgewandelt, das über die SCART-Buchse dem Empfänger, der dann keine Empfangsteile mehr braucht, sondern nur noch Videosignal- und Toneingänge, zugeleitet.

Das terrestrische Fernsehen strahlt parallel zur Erdoberfläche von den üblichen Sendemasten in vertikaler Polarisation aus. Es wird auf denselben Frequenzen gearbeitet, wie auch im herkömmlichen analogen Fernsehen. Nur würde man mit einem normalen Empfänger nur Gegrissel und Rauschen sehen. Deswegen braucht man hier einen Konverter, der einzig und allein dazu dient, die digitalisierten Signale wieder in analoge umzusetzen (auf einen festen Kanal) oder genau wie beim Satelittenreceiver direkt über SCART-Buchsen in ein Video- bzw Audiosignal. Die Programmkanalauswahl erfolgt dann bereits in dieser sog. Set-Top-Box. Die HF-Vorstufen des Empfängers sind auch hier dann ohne Funktion.

Der Fernseher ist sozusagen nur noch ein Monitor.

Um auf das Problem zurückzukommen, schon allein wegen der Wellenlängen wäre es mit einer Satelittenschüssel garnicht möglich DVB-T zu empfangen. So eine Schüssel müßte grob gerechnet einen Durchmesser von 2 Metern haben und ein Empfangsdipolelement, das die Dimensionen eines Satellitenempfangs-LNCs bei weitem überschreitet. Überdies ist eine derartige Antennenkonstruktion völlig unsinnig, da ich ja nicht erst das parabolspiegelartige in einem Brennpunkt zurückreflektierte Signal aufnehmen muß, sondern dies direkt mit dem Empgangsdipolelement empfangen kann. Die Rückwärtsdämfung braucht wegen der digitalisierten Signale nicht so besonders groß zu sein, da das zuerst eintreffende Signalpaket vom Receiver dekodiert wird, das mit Laufzeitdifferenz auftreffende Reflexionssignal softwaremäßig sowieso rausgeixt wird.

Fazit: Sehe keine Lösung des Problems an Deinem Standort bezüglich DVB-T-Empfangs. Satellitenempfang müßte aber möglich sein. Diese Alternative sollte voll ausgeschöpft werden.

DVB-T funktioniert mit den herkömmlichen Yagi-Antennen. Die Trägerfrequenz ist identisch. Da DVB-T tlw. auch vertikal ausgestrahlt wird ist es hier von Vorteil wenn man die Antenne auch um 90 Grad drehen kann. Sie sollten Ihre Antenne auf andere Umsetzer bzw Sender aus richten, die schon mit DVB-T senden. Das Ausrichten ist ähnlich wie bei der Schüssel - etwas daneben, schon bricht der Empfang weg. Bei DVB-T ist es so, daß der Reciever erst ab einer bestimmten Signal-Güte ein Bild auf baut. Die Umsetzer bzw Sender sollten (zumindest theoretisch) in Sichweite sein. Ich hatte auf einem Berg Übereichweiten von bis zu 70 km (mit einer aktiven Zimmerantenne im Garten) Mit Satelitentechnik geht da nichts, weil das in einem völlig anderen Frequenzbereich ab läuft. Ich teste mit einem Notebook und einem DVB-T-USB-Stift, bis wo hin der Empfang in meiner Umgebung geht. Ich habe zB auf der meiner Seite des Hause keinen Empfang, auf der anderen Seite des Hauses sieht es völlig anders aus. Wenn ein Empfang in der Nähe möglich ist sollten sie die Qualität der Kabel testen, oft vermasseln veraltete Koaxial Kabel den Empfang, auch hilft eine bessere Antenne und ein höherer Mast.

Erkannt, da liegt ein Teil meines PROBLEMS. Ich wohne in einem Tal, und hab um mich herum, bildlich gesprochen :-), kl. Berge. Bis dato empfängt hier keiner DBV-T. Die DachAntenne ist schon riesig, und das Haus zweistöckig steht wiederum auf einer Anhöhe. Mit der Frequenz hast du recht und die Technik die dort zum Einsatz kommen muss ist eine Art FrequenzHopping, wird bei BlueTooth zum vermeiden von Störungen und erhöhen der Sicherheit genutzt. Dabei wird immer mit eienm Paar, also zwei Kanälen mit ver. Frequenzen gearbeitet und während der Übertragung ist ein ständiger Wechsel im Gang.

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@jotonic

Dann gilt es ab zu warten, bis auch bei Ihnen um gestellt wird oder eine Schüssel und einen Sat-Reciever zu installieren. Hier Links, wo Sie sehen können, wann es bei Ihnen das Überall fernsehen gibt: http://www.ueberallfernsehen.de/ http://dvb-t.de http://www.dvb-t-portal.de/ http://www.ueberall-tv.de http://www.swr.de/dvbt/ (-für die Links und deren Inhalt übernehme ich keine Gewähr-)

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@solarlight

siehe meine letzte Antwort an acncplc. Leider sind die Empfangsprognosen nur ein grober Anhaltspunkt und keine verlässliche Aussage.

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wenn du momentan noch in einem DVB-T freien gebiet wohnst kannst du machen was du willst, du wirst keinen Empfang bekommen und schon gar nicht mit einer Parabolantenne und LNB!!! Wie kommst du darauf das sowas funktionieren könnte? Du kannst natürlich digitales Satelitenfernesehen empfangen. Aber das hat nichts mit DVB-T zu tun

Da liegst du falsch, technisch ist dies durchaus zu bewerkstelligen. Du musst nur zusätzlich zu dem LNB mit einer Weiche arbeiten. Ich werde auch heute noch bei HR3 und SES Astra nachfragen. Sobald ich die Lösung habe lass ich es dich wissen.

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@jotonic

Warum willst du eigentlich unbedingt DVB-T empfangen wenn du sowieso eine Satelittenantenne aufstellen willst? Das geht doch unproblematischer und die Senderauswahl ist größer

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hallo Jo Hofmann,

da liegt wohl ein Verständsirrtum vor. DVB-T sendet ebenfalls nur digitale Signale. Du brauchst um DVB-T auf deinem Fernseher ansehen zu können für jedes TV-Gerät einen speziellen SAT-Receiver, genau wie bei DVB-S. Da gibt es keinen Unterschied, nur weniger Sender.

Kannst Du und dein Problem näher beschreiben ? Wir helfen ja gerne.

Find ich toll, mit soviel Anteilnahme um diese Zeit hatte ich nicht erwartet. Lies bitte die kommplette Kommunikation zw. mir und den Anderen.

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sicher , das du nicht DVB-S meinst ?

Dafür bräuchte man einen Digital-sat-Receiver , wo man einen Twin-LNB optional verwenden kann.

Für DVB-T brauchtst du nur eine normale Antenne und ein DVB-T-Receiver (und einen Standort in einem Empfangsgebiet ) , keine Schüssel und damit auch kein LNB !

DVB-T = Terrestrisch

DVB-S = Satellit

Ganz sicher, wie du schon selbst geschrieben hast ist bei DVB-S der LNB lediglich in der Lage digitale Signale zu empfangen. Das schaft für mein Problem noch keine Abhilfe.

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@jotonic

Mir ist keine Lösung für dein Problem bekannt , zumal DVB-T und -S auf verschiedenen Frequenzen arbeiten , und mir ist auch noch kein LNB o.Ä. untergekommen , mit dem man DVB-T empfangen könnte. Die Sendeleistung teresstrischer Sender dürfte auch nicht ausreichend sein für dein Vorhaben , wenn du eben ausserhalb eines Empfanggebiets bist.

nicht böse sein , aber ich glaube nicht , das du dein Plan verwirklichen kannst .

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@cncplc

Ganz im Gegenteil, es freut mich das du so ein kommpetenter Gespächspartner bist. Aber das kann durchaus passieren, denn ohne den LNB ist`s Essig. Ich hatte bei Telestar nachgefragt und die denken, was sicher nicht von der Hand zu weisen ist, das es dafür keinen Markt gibt und deshalb bieten Sie hierfür auch keine Lösung an.

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@jotonic

Nun , da DVB-T ja irgentwann flächendeckend sein soll , also echtes "Überallfernsehen" (was für ein Wort) , erübrigt sich das Thema mit etwas Geduld von ganz alleine..

Leider muss ich auch noch geduldig sein :-(

Obwohl für flächendeckend müssen noch viel mehr Sendemasten aufgestellt werden , um auch in jedes Funkloch zu kommen...

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@cncplc

Das hatte ich ja als erstes versucht. Bei, wie du schon sagst, "was für ein Name", eine Empfangsprognose und siehe da mit DachAntenne sollte möglich sein. Auf Nachfrage, ja das kann dauern, so cs. 2010. Soviel Geduld hab ich nicht.

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