Hallo ich muss mit einer Freundin zusammen eine Unterrichtsstunde in Religion halten.

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7 Antworten

Zum Einstieg wäre die Definition gut. Es gibt nämlich verschiedene Definitionen und wenn ihr das am Anfang erwähnt, könnt ihr darauf gleich einen Themenüberblick aufbauen.

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Abundumzu hat dir hervorragende Anregungen gegeben, wenn du die anwendest, bekommst du sicherlich eine eins, da bin ich mir sicher. Seine Ausführungen sind nicht zu toppen. Als Einstieg könnte ich mir persönlich vorstellen, daß ich so beginnen würde: ES gibt es etwas, wonach sich Menschen und Tiere in gleicherweise sehnen, und was beide leider nur selten bekommen, Liebe. Ein Mangel an Liebe kann krank machen, das ist erwiesen. Säuglinge, die man nicht beachtet und die keine Zärtlichkeit bekommen, verkümmern und einige sterben sogar. Das ist schon vorgekommen, wie Ärzte aus Waisenhäusern in der Dritten Welt berichten. Da man das weiß, bemüht man sich heute, Säuglinge mit einem Mindestmaß an Streicheleinheiten zu versorgen. Aber ist es das alles, was man unter "Liebe " versteht?

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Hallo vivienne83

Zum Einstieg solltest Du vielleicht klären, was die Bibel meint, wenn sie von Liebe spricht - weil in der Heiligen Schrift - insbesondere in den christlichen griechischen Schriften (NT) unterschiedliche Arten der Liebe erwähnt werden, denn die alten Griechen kannten interessanterweise vier Wörter für „Liebe“.

Und wenn Du nicht auf alle Arten der Liebe eingehen möchtest, dann wähle eine aus - und dazu nenne ich Dir hier zu jeder Art einige Einzelheiten:

Da ist zunächst érōs, die Bezeichnung für die romantische Liebe, bei der die geschlechtliche Anziehung eine Rolle spielt.

Dieses Wort wird im NT NICHT erwähnt, allerdings erscheint Wort érōs in der Septuaginta in Sprüche 7:18 und 30:16, und in den Hebräischen Schriften (AT) wird auch noch an anderen Stellen auf die romantische Liebe Bezug genommen.


Dann ist da die starke familiäre Liebe oder natürliche Zuneigung, die auf Blutsverwandtschaft beruht und für die die Griechen das Wort storgḗ gebrauchten. Auf diese Liebe bezieht sich das Sprichwort: „Blut ist dicker als Wasser.“

Ein gutes Beispiel dafür haben wir in der Liebe der Schwestern Maria und Martha zu ihrem Bruder Lazarus. Dass er ihnen viel bedeutete, ist daran zu sehen, wie sehr sie seinen plötzlichen Tod beklagten. Und wie sie sich doch freuten, als Jesus ihren geliebten Lazarus auferweckte! (Johannes 11:1-44).

Unser heutiger Mangel an der storgḗ - Liebe ist - wie die Bibel voraussagt - ein Anzeichen dafür, dass wir in den „letzten Tagen“ leben, in denen „kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird“, weil es an „natürlicher Zuneigung“ mangelt (2. Timotheus 3:1, 3).

Dieses Manko an Liebe in der Familie ist ein Grund, weshalb Jugendliche von zu Hause weglaufen und manche Erwachsene ihre betagten Eltern vernachlässigen. (Vergleiche Sprüche 23:22.)


Außerdem gibt es das griechische Wort philía, das Zuneigung unter Freunden anzeigt (ohne dass dabei sexuelle Begierden mitschwingen), beispielsweise zwischen zwei erwachsenen Männern oder Frauen. Die Liebe zwischen David und Jonathan ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür.

Als Jonathan in der Schlacht gefallen war, beklagte David seinen Tod mit den Worten: „Ich bin bekümmert deinetwegen, mein Bruder Jonathan, sehr angenehm warst du mir. Wunderbarer war mir deine Liebe als die Liebe von Frauen“ (2. Samuel 1:26).

Und über Jesus Christus wird berichtet, daß er den Apostel Johannes besonders gern hatte. Dieser war als der Jünger bekannt, „zu dem Jesus Zuneigung hatte“ (Johannes 20:2).


Ein ganz anderes griechische Wort gebrauchte Paulus in 1. Korinther 13:13, wo er Glauben, Hoffnung und Liebe erwähnte und erklärte: „Die größte aber von diesen ist die Liebe.“

In diesem Fall benutzt er das Wort agápē, das auch der Apostel Johannes benutzte, als er sagte: „Gott ist Liebe“ (1. Johannes 4:8, 16).

agápē ist eine von Grundsätzen geleitete oder beherrschte Liebe. Sie kann, muss aber nicht, Zuneigung und Anhänglichkeit einschließen; in jedem Fall handelt es sich jedoch um selbstlose Gefühle oder Empfindungen, die jemanden dazu veranlassen, anderen Gutes zu tun, ungeachtet dessen, ob die Empfänger es verdienen oder ob dem Geber irgendwelche Vorteile daraus erwachsen.

Eine solche Liebe veranlasste Gott, seinen kostbarsten Schatz, seinen einziggezeugten Sohn, Jesus Christus, zu geben, „damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16).

Als Erinnerung daran schrieb Paulus: „Kaum wird jemand für einen gerechten Menschen sterben; ja, für den guten Menschen zu sterben, wagt es vielleicht jemand noch. Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren“ (Römer 5:7, 8).

Die agápē - Liebe ist also etwas ganz besonderes, denn - um es noch einmal zu betonen - sie tut anderen Gutes, wobei es keine Rolle spielt, wie geachtet diese sind oder was es denjenigen kostet, der jene Art Liebe bekundet. Diese selbstlose Liebe (agápē) ist - wie oben schon erwähnt - größer als Glaube und Hoffnung.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter


PS: Im engen Zusammenhang mit diesen Überlegungen steht diese Frage:

http://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-im-christentum-um-liebe-geht-warum-hat-gott-sein-sohn-dann-so-qualvoll-sterben-lassen#answer17586144

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Liebe ist laut der Bibel die "goldene Regel". Tu keinem anderen etwas an, was du selber nicht angetan bekommen möchtest. Behandle den anderen genau so, wie du behandelt werden willst. LG Silvie

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Ein kurzer Youtube Video. witzig zur auflockerung und trotzdem zum Thema hinführend

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vllt könntet ihr fragen, was für eure mitschüler liebe bedeutet. so ähnlich sind wir mal mit einem referat, bzw einer unterrichtstunde angefangen.

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mein tipp: jeder schülerIn schreibt auf einen zettel "Liebe ist ..." diese zettel einsammeln, vorlesen, (ein-)ordnen... so bekommt ihr den ausgangspunkt eurer stunde

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