Hallo Ich möchte mir einen Sattel für mein Pferd kaufen aber wie weiß ich wie groß er sein soll ich möchte einen VS Sattel haben für ungefähr 200€?

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8 Antworten

Manchmal landet bei Sattlern schon was sehr, sehr altes, dem man Verschleiß ansieht und das dann sehr billig zu haben ist.

ABER: Irgendwann ist dann bei dem verschlissenen Teil Ende und man muss erneut kaufen, daher würde ich auch das Budget für einen gebrauchten Sattel definitiv höher ansetzen.

Was macht einen guten Sattel aus?

Erst mal, dass er dem Pferd passt, im Schwerpunkt liegt und seine Anpassung regelmäßig geprüft wird. Bei Pferdebesitzern, die noch nicht so viel Erfahrung haben, rate ich dringend dazu, jedes Quartal einmal sich mit auf die Tour seines Sattlermeisters nehmen zu lassen, dass er prüft. Irgendwann sieht man sehr genau vorher, wie die Prüfung durch den Sattler ausfallen wird, da reicht dann möglicherweise jedes halbe Jahr. Aber auch ich, die seit vielen Jahren genau vorhersagen kann, was der Sattler machen wird, hole zweimal jährlich meinen Sattler. Die Schäden durch unpassende Sättel sind mir einfach zu enorm, um hier etwas zu übersehen.

Dann sollte der Sattel aber auch dem Reiter passen. Wer in seinem Sattel nicht gut sitzen kann, immer hinter oder vor dem Schwerpunkt einsitzt, weil der Sattel zwar gut liegt, aber nicht zur Anatomie des Reiters passt, erzeugt genau dieselben gesundheitlichen Probleme, wie sie ein Sattel erzeugt, der nicht im Schwerpunkt liegt.

Außerdem sollte der Baum noch einige Änderungen mitmachen ohne zu brechen. Je älter der Sattel und je billiger er von vornherein war, desto weniger lang geht das im Schnitt (noch). Es kommt aber öfter vor als man denkt, dass der Baum angepasst werden muss. Hersteller, die vorgeben, mit einer Änderung des Kopfeisens oder gar mit einem flexiblen Kopfeisen ließe sich alles lösen, verbreiten schlicht und ergreifend Marketinglügen, um ihre schwer oder gar nicht anpassbaren Bäume zu vertuschen. Ein Kopfeisen alleine anpassen kostet beim Sattler wenig, deshalb muss man sich nicht eines dieser ich-kann-angeblich-alles-selber-machen-Modelle kaufen.

All die Änderungen am Baum und Kopfeisen sind aber nur dann sinnvoll, wenn auch jeweils die Polsterung dran angepasst wird ... und leider sind billige Sättel heutzutage (so unter 2.000 Euro Neupreis kann man in etwa sagen) mit festen Schaumstoffkissen gefüllt, wo man an der Polsterung gar nichts machen kann. Nun sagt man eben, Kissen auftrennen und Schaumstoff raus nehmen, dann das Kissen wieder schließen und mit loser Füllung polstern. Geht. Kostet halt, das Kissen groß genug öffnen und wieder schließen zu lassen. UND: verändert in den meisten Fällen die komplette "Statik" des Sattels. Er fühlt sich nachher fremd an und meistens sind die Leute enttäuscht, "Ihren" Sattel, den sie ja nach dem vorherigen Gefühl ausgewählt haben, nicht mehr zu haben.

Was könnte verschlissen sein, wo dennoch der Sattel funktionstüchtig ist?

Wir haben ja schon gesagt, der Unterbau, also insbesondere der Baum sollte noch wirklich in Ordnung sein. Viele Bäume halten eine bestimmte Maximalzahl an Veränderungen pi mal Daumen aus. Ist diese schon oder schon fast erreicht, kann es halt bei jedem Mal anpassen passieren, dass der Sattel sein Lebensende erreicht. Es kann auch beim Reiten passieren.

Dann das Sattelleder: Löcher und Risse auf Pferdeseite scheuern zwar erst mal an der Sattelunterlage, aber sind oft durchaus durch die Unterlage vom Pferd zu spüren und somit nicht zu akzeptieren. Auf der Reiterseite kann man sie hinnehmen, wenn sich der Reiter nicht irgendwie dran wund scheuert. Das muss der Reiter selbst beurteilen. Wenn der Reiter auch nur ein bisschen schief sitzt, weil er einem Loch unbewusst ausweicht, ist dieses auch nicht zu akzeptieren, weil auch das wieder gesundheitliche Folgen für das Pferd hätte.

Die Gurtstrippen werden im Laufe eines Sattellebens meist mindestens einmal ausgestauscht, weil die durchaus auch mal verschleißen. Wenn man das aber machen lassen muss, ist man gleich wieder 100 Euro mehr los als den reinen Kaufpreis.

Die Steigbügelaufhängung am Baum wenn einen auch nur geringen Schaden hat, ist der Sattel ein Totalschaden. Zu gefährlich ist es, damit noch weiter zu reiten.

Daher bestell einen Sattlermeister ans Pferd, sag ihm, dass das Budget begrenzt ist und Du daher an einem gebrauchten Sattel interessiert wärst und beschreibe Dein Pferd möglichst genau schon am Telefon, denn alle seine Sättel wird er nicht in sein Auto bringen, aber je genauer er weiß, welche dem Pferd theoretisch passen könnten, desto besser kann er packen. Er wird anhand von gebrauchten und neuen Sätteln feststellen, was passen könnte und wenn er selbst keinen gebrauchten hat, der passt, wissen, wonach Du in Kleinanzeigen, Reiterläden etc. suchen könntest. Wenn Du das dann gefunden hast, könnt Ihr einen Termin für die Anpassung machen. Solltest Du Zugriff auf Gebrauchtsättel haben, dann leih Dir die mal für den ersten Termin. Vielleicht ist ja was dabei, von dem er sagt, das kann er anpassen.

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für 200 euro bekommst du keinen brauchbaren sattel, sondern nur müll.

ab etwa 400 euro könntest du einen brauchbaren gebrauchten militärsattel bekommen. aber auch das muss sich der sattler vorher anschauen, damit du nicht die falsche grösse kaufst. und angepasst werden muss der sattel auch noch.

realistisch wären - und das ist schon sehr günstig - ab 600 euro.

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Es gibt auf jeden Fall gebrauchte Sättel gerade wenn du irgendwo auf Ebay mitbieten für 200 € natürlich ist es bei einem Sattel vielleicht besser etwas tiefer in die Tasche zu greifen aber auch an 200 € muss nicht schlecht sein den Radler würde ich trotzdem mal fragen aber selbst wenn der Sattel nicht hundertprozentig passt ist das Pferd nicht gleich lang lang oder todgeweiht bei 99% der Schulpferde auf dieser Welt passt der Sattel schlecht bis gar nicht. Wenn du nicht so viel Ahnung von Wetter in hast kannst du mir auch mal deine Bereiter oder Reitlehrer fragen😄

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Kommentar von Baroque
04.10.2016, 12:14

Ja, deshalb haben so viele Schulpferde auch chronische Leiden, die selbst spätere Besitzer nicht mehr zu lösen vermögen, egal, wieviel Geld sie für den Sattler und den manuellen Therapeuten übrig haben. Entsprechend würde ich das nicht verharmlosen.

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Guten morgen, 


Ohne einen Sattler würde ich keinen Sattel "anprobieren"  und das würde ich dir auch raten..  

Und wie schon erwähnt für 200 bekommt man keinen vernünftign Sattel...  Rechne mal eher mit 500 Euro aufwärts.. aber eher mehr...  Plus der Sattler..  

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Ein Sattel muss dem Pferd passen, dafür holt man einen Sattler zur Anprobe. Und für 200 € gibt es fast ausschließlich Schrott...

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Geh in ein kleines reitsportfachgeschäft und laß. Dich beraten, die haben auch gute gebrachte und kommen zur anprobe .

Auch beim örtlichen Sattler kann das prima gehen.

Aber vielleicht sparst du noch etwas weiter, zum Beispiel pack das Weihnachtsgeld mit dazu.

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Auweia...

Ein Sattel muss vom Fachmann angepasst werden, er muss ganz genau passen. Sonst wird Dein pferd krank und lahm.

Ein guter Sattel kostet so um die 2000 Euro.

Gebrauchte Sättel gibt es günstiger. Allerdings - einen Sattel für 200 Euro, den würde ich höchstens als Deko fürs Reiterstüble benutzen.

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Ganz einfach. Du rufst den Sattler deines Vertrauens an, vereinbarst mit ihm ein Treffen, lässt dich dann von ihm beraten und er wird dir einen passenden Sattel in deinem Budget holen. Bitte nicht selber rumexperimentieren, da kann so viel schief gehen und dem Pferd wirklichen Schaden zufügen!

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