Hallo, ich hätte gerne das Christentum ausführlich erklärt haben?

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12 Antworten

Hallo meganivek12,

ich bin erstaunt, mit welcher Aufmerksamkeit Du die Bibel gelesen hast. Großes Lob! Du hast zum einen gewisse Widersprüche zwischen der Glaubenslehre Deiner Kirche und der Bibel erkannt und zum anderen hast Du völlig richtig verstanden, was die Bibel über die Stellung Jesu Christi sagt.

Zunächst einmal: Die Formel, die viele nach einem Gebet sprechen, wenn sie sagen "im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes" ist nicht biblisch. Jesus sagte im Hinblick auf das Gebet: "...damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe" (Johannes 15:16). Es ist also richtig, am Ende eines Gebetes "in Jesu Namen" zu sagen. Damit erkennt der Betende an, dass niemand ohne Jesus Christus Zugang zum "Vater" haben kann. Erst durch das Verdienst des Loskaufsopfers des Sohnes und der damit verbundenen Sündenvergebung ist es uns unvollkommenen Menschen möglich, uns Gott im Gebet zu nahen. Damit wir uns dessen immer bewusst bleiben, sollte man richtigerweise "in Jesu Namen" sagen.

Du fragst Dich auch, warum Jesus als Gott verehrt wird. Es stimmt, Jesus ist Gottes Sohn und nicht selbst "Gott". Als Jesus den Apostel Petrus einmal fragte, wer er (Jesus) sei, antwortete Petrus ohne zu Zögern: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes" (Matthäus 16:16). Nirgendwo in der Bibel wird gesagt, Jesus sei Gott, der Allmächtige oder ihm gleichgestellt. Im Gegenteil, denn Jesus erklärte seinen Jüngern: "Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich" (Johannes 14:28). Da also Jesus selbst nicht Gott ist, ist es auch völlig richtig, Gebete nur an den Vater zu richten. Das geht auch aus dem sog. "Vater unser" hervor. Als Jesus seine Jünger lehrte zu beten, sagte er nämlich: "Ihr sollt daher auf folgende Weise beten: ,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt..." (Matthäus 6:9).

Um Deine Frage, warum Jesus als "Erlöser" bezeichnet werden kann, zu beantworten, muss ich ein wenig ausholen. Bei dieser Frage geht es im Grunde um die Zentrallehre des christlichen Glaubens: Die Lehre vom Lösegeld. Um diese jedoch richtig verstehen zu können, ist es notwendig, zuerst einmal an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückzukehren.

Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit war die Sünde in die Welt gekommen. Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre Aussicht auf ein endloses Leben. Die Bibel sagt darüber folgendes: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12). Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt.

Da Gott jedoch barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer verloren sind. Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die entstandene "Kluft" zu schließen. Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt. Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.

Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet: "Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.

Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in der Lage, diese Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen. Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit war, sein vollkommenes Leben zu opfern. Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld" (Römer 3:23,24).

Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden. Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine reuevolle Einstellung des Sünders.

Die Bibel sagt über diesen wunderbaren Akt der Befreiung seitens Gottes folgendes: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Dieser Text zeigt zum einen das Ausmaß der Liebe, die Gott gegenüber den Menschen empfindet und zum anderen auch, was eine weitere Auswirkung des Lösegeldes ist: ewiges Leben. Es liegt nun an jedem einzelnen, ob er diese liebevolle Rettungsvorkehrung annehmen möchte oder nicht. Dabei genügt es jedoch nicht, Gott einfach nur zu sagen "Ja, ich will", sondern wie obiger Text zeigt, müssen diejenigen, die aus dem Lösegeld Nutzen ziehen möchten, "Glauben an ihn ausüben". Das schließt, wie die Bibel deutlich zeigt, weitaus mehr ein, als einen passiven Glauben zu besitzen.

Wie Du also siehst, schafft die Bibel Klarheit, denn wie der Apostel Paulus einmal richtig bemerkte, ist sie u.a. nützlich "zum Richtigstellen der Dinge" (2. Timotheus 3:16,17). Daher lohnt sich vor allem bei Glaubensfragen ein genauerer Blick in die Bibel.

LG Philipp

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Kommentar von gamine
08.01.2016, 16:11

Der Anfang deiner Antwort ist recht gut nachvollziehbar, aber bei der Lösegeldgeschichte möchte ich mir doch ein paar Kommentare erlauben:

Adam und Eva hatten nicht die Sünde in die Welt gebracht, sondern der Mensch hat begonnen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Das ist sein Dilemma, das ihn aus der Harmonie bringt.

Aussicht auf endlos langes Leben hatten sie nie, denn dazu hätten sie erst von dem zweiten verbotenen Baum essen müssen (Gen3, 22-23)

Vom Sündenfall ist im ganzen AT nirgends die Rede. Einzig im Buch Jesus Sirach, das 180 - 170 v. Chr, entstanden ist, wird so etwas erwähnt. Jesus Sirach ist übrigens weder im jüdischen Kanon, noch in der reformierten Bibel enthalten.

Wenn also diese grosse Erbsünde, der Sündenfall, dieser böse, böse Mensch nicht existent sind, ist die grosse Befreiung überflüssig.

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1. Wenn Jesus Christus den Auftrag gegeben hat, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes zu taufen, ist das Erwähnung genug, um auch Gebete in diesem Namen zu beginnen und beenden. Ein Muss ist das nicht, man tut es, weil man erkannt hat, dass ein einziger Gott in drei Personen existiert. Dieses Geheimnis des dreifaltigen Gottes wissen wir von Jesus Christus und ist mehrfach im NT belegt. Es gehört zur Grundlage des christlichen Glaubens und wird nur von Mormonen und Zeugen Jehovas abgelehnt.

2. Jesus Christus ist von den Juden gekreuzigt worden mit dem Grund der Gotteslästerung, weil er sich zum Gott gemacht hat. Des weiteren ist seine Gottheit an mehreren Stellen biblisch erwähnt. Auch die Apostel haben das durch die Lehre Jesu erkannt oder ist es etwa keine Anbetung, wenn sie vor ihm niederfallen und Thomas bekennt  "Mein Herr und mein Gott". Kann ein Mensch denn Sünden vergeben oder von den Toten auferstehen? Kann ein Mensch die Menschheit erlösen? Jesus Christus war wahrer Gott und Mensch.

Die Gottheit Christi ist ebenso wie die Dreifaltigkeit eine Gemeinsamkeit im Glauben aller christlichen Kirchen -( bis auf Mormonen und ZJ).

3. Der Tod Jesu am Kreuz ist nicht das tragische Ende eines guten Menschen, sondern er hat den Tod auf sich genommen, weil die Menschen durch die Sünde den Tod gewählt hatten, indem sie sich von Gott abgewendet hatten und aus eigener Kraft sich nicht aus dieser Gottesferne befreien konnten. So sagt die Schrift "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn für sie dahin gab". Jesus ist der Retter, der Erlöser, der die gerechte Strafe für die Sünden der Menschheit auf sich nimmt. Er ist für alle gestorben. Er hat uns geliebt bis in den Tod.

4. Man kann "das Christentum" nicht in einigen Sätzen ausführlich erklären. Dazu braucht es Religionsunterricht, den eigentlich jede Schule anbietet - wenn man nicht  in der Familie das nötige Glaubenswissen vermittelt bekommt.

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Kommentar von Viktor1
08.01.2016, 12:44

Hallo,

Glaubensbekenntnisse (auch der Jünger Jesu oder deins) Statements  oder Huldigungen sind keine Belege.
"Überzeugungsfaktor" =0.  Christen können nur sagen - wir glauben daß Jesus Gott ist, mehr nicht. Vielleicht mit Petrus, welcher etwa zu Jesus bekannte: " ..du hast Worte des ewigen Leben..  wir haben (deswegen) geglaubt und erkannt .. daß du von Gott bist"
Dies sage ich dir, obwohl (oder weil) wir im "gleichen Lager" stehen.
Ich sehe immer wieder das Engagement für die Sache, aber auch daß es sehr oft für die Katz ist. Wen willst du (oder andere) damit erreichen, überzeugen ?

Jesus ist der Retter, der Erlöser, der die
gerechte Strafe für die Sünden der Menschheit
auf sich nimmt.

Davon hat Jesus nie was gesagt, von Strafe schon garnicht. Das ist schwelgen in Frömmelei, sind "Predigten" dessentwegen viele Christen ihren angelernten Glauben in die Tonne schmeißen.
Menschenopfer wurden heidnischen Göttern gebracht - bis in die Neuzeit - um diese zu besänftigen und Strafe abzuwenden.
Meinst du wirklich, daß der Gott der Christen solcher "Opfer" bedurfte
damit sein Zorn "gekühlt" wurde ?

Gruß Viktor

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Kommentar von SchakKlusoh
08.01.2016, 22:24

Es tut mir leid, das zu sagen, aber an Deiner Antwort stimmt einiges nicht. Wenn Du anderer Meinung sein solltest, bitte die Bibelverse aufzählen, wo das steht, was Du behauptest.

Jesus hat nicht "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes" gebetet oder getauft oder gesegnet. Dann hätte er ja an sich selbst gebetet,

"Man" hat nicht "erkannt, daß ein einziger Gott in drei Personen existiert", sondern das war die Entscheidung eines Konzils.

Dieses Geheimnis des dreifaltigen Gottes wissen wir von Jesus Christus und ist mehrfach im NT belegt.

Bitte minstensd eine Bibelstellen nennen, wo das belegt sein soll.

Jesus Christus ist von den Juden gekreuzigt worden mit dem Grund der Gotteslästerung, weil er sich zum Gott gemacht hat.

Er wurde von den Römern wegen Aufrührei gekreuzigt und weil er König der Juden werden wollte. Deshalb stand am Kreuz auch INRI.
Die Juden hatten damit nichts zu tun. Es ist strittig, ob "das Volk", das herbeigerufen wurde. Juden oder Römer waren. Weshalb hätte Pontius Pilatus irgendwelche Nicht-Römer um Rat fragen sollen?

Des weiteren ist seine Gottheit an mehreren Stellen biblisch erwähnt.

Bitte die Verse nennen.

Kann ein Mensch denn Sünden vergeben

Bitte den Vers nennen, wo Jesus irgendwem seine Sünden vergibt.

Der Tod Jesu am Kreuz ist nicht das tragische Ende eines guten Menschen, sondern er hat den Tod auf sich genommen, weil die Menschen durch die Sünde den Tod gewählt hatten

Das bedeutet, wenn wir aufhörten zu sündigen, wäre er umsonst gestorben.

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Markus beginnt sein Evangelium mit den Worten: "Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes" (Mk 1,1).

Jesus erhob also den Anspruch, Gottes Sohn zu sein (vgl. Lukas 22,66-70). Ebenso sagte er, dass der Sohn und der Vater eins (und damit Gott) sind: "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30).

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Joh 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

*"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1. Johannes 1,1; Offenbarung 19,13).

In Titus 2,13 steht: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

Wenn man die Bibel aufmerksam liest, wird man in vielen Versen feststellen, dass Jesus Gott ist. Drei Beispiele dafür:

- Im Buch Jesaja wird Gott mit Alpha und Omega bezeichnet. Diese Bezeichnung verwendet auch Jesus für sich.

- Der Jünger Thomas sagt zu Jesus: "Mein Herr und mein Gott!" Und Jesus widerspricht ihm nicht.

- In der Bibel darf nur Gott selbst angebetet werden. In mehreren Stellen verweigern die Engel und Apostel, dass sie Menschen sie anbeten und verweisen darauf, dass nur Gott allein angebetet werden darf. In der Apostelgeschichte, der Offenbarung und anderen biblischen Büchern empfängt Jesus an vielen Stellen Anbetung. 

An diesen und vielen anderen Beispielen sieht man, dass die Bibel lehrt, dass Jesus Christus Gott ist. Das ist auch der Kern der christlichen Botschaft, dass Gott selbst Mensch wurde, ein völlig sündloses Leben führte und deshalb als ein reines makelloses Opferlamm (wie Paulus formulierte) stellvertretend für unsere Sünden sterben konnte. Wir brauchen nur daran glauben und Jesu Opfer am Kreuz für uns in Anspruch nehmen, indem wir um Vergebung unserer Sünden bitten. Da Jesus Gott ist, ist der Weg zu ihm (und damit zum ewigen Leben bei Gott) so einfach und offen geworden.

Jesus starb zwar für die Sünden aller Menschen, die die Vergebung ihrer Sünden haben möchten, besiegte aber den Tod durch seine Auferstehung und gibt allen, die das möchten, die Möglichkeit, ewiges Leben bei Gott zu erhalten. Jesus war der einzige Mensch, der jemals ohne Sünde gelebt hat. Deshalb konnte nur er für die Sünden aller Menschen als Opferlamm dienen, wie es der Apostel Paulus formuliert.

Jesus Christus ist Gott aber auch Mensch zugleich. Gott ist in der Person Jesus Christus Mensch geworden. Wichtig ist dabei das eben das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott). Jesus Christus kam zwar als Mensch in die Welt, er ist zugleich aber auch Gottes Sohn und damit Gott selbst (ein Teil von Gott, Gott in einer seiner 3 Personen). Man kann das vielleicht mit drei Kreisen vergleichen, die sich in der Mitte überschneiden. Es sind drei Kreise, sie gehören aber zu einem Gesamtbild. Oder mit Wasser in seinen Aggregatszuständen: Wasser flüssig, als Eis oder als Dampf und trotzdem eben Wasser. Diese Beispiele erklären durchaus nur unzureichend und mit unserem begrenzten menschlichen Verstand, was Dreieinigkeit (Trinität) bedeutet. Aber wie könnten wir Menschen uns den allmächtigen Gott auch nur annähernd vorstellen?

Die Trinität wird beispielsweise in 1. Johannes 5,7 beschrieben: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins." Mit dem Wort (logos) ist wieder Jesus gemeint (siehe oben).

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Kommentar von chrisbyrd
07.01.2016, 23:30

Einige Bibelverse, die belegen, dass Jesus als Erlöser für unsere Sünden gestorben ist:

"Diesen hat Gott zum

Für

sten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der

Sünden

zu gewähren."

Apostelgeschichte 5,31

"Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus

für

unsere

Sünden

gestorben ist, nach den Schriften."

1. Korinther 15,3

"

Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird

für

Menschen eingesetzt in dem, was Gott betrifft, um sowohl Gaben darzubringen als auch Opfer

für

die

Sünden

."

Hebräer 5,1 

"

Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer

für

die

Sünden

dargebracht hat, das

für

immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt."

Hebräer 10,12

 "

Denn auch Christus hat einmal

für

Sünden

gelitten, der Gerechte

für

die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist."

1. Petrus 3,18 

"Und er ist das Sühnopfer

für

unsere

Sünden

, aber nicht nur

für

die unseren, sondern auch

für

die der ganzen Welt."

1. Johannes 2,2 

"

Darin besteht die Liebe — nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer

für

unsere

Sünden."

1. Johannes 4,10
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Kommentar von Viktor1
08.01.2016, 12:05

So lange Referate liest keiner wirklich. Außerdem ist doch zuerst relevant, wo und wie Jesus selbst seine "Gottheit" dargestellt hat. Da bringst du (und die anderen Referatschreiber) wenig - garnichts ?
Es gibt da auch nichts eindeutiges. Außerdem muß man berücksichtigen, daß die Autoren der Schriften die "Worte Jesu" oft "verstärkt" haben entsprechend ihrem Glauben.

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Nun Jesus hatt zu Gott gebetet als er auf der Erde war, Jesus meinte auch mehrmals, das sein "Vater" oder "Der der ihn gesandt hatte" größer ist als er selbst. Er ist gestorben.

Wenn er Gott wäre, wie kann er dann zu sich selbst beten? Wie kann er selbst größer sein als, naja, er selbst? Wenn er Tod war (als er getötet wurde), war Gott dann auch Tod?

Jesus wird in der Bibel oft als Gott bezeichnet, aber der Begriff "Gott" ist laut Bibel ein Titel (sowas wie Elohim). Eigentlich bedeutet das nur "mächtiger". So wurden teilweise sogar Menschen als "Gott" bezeichnet, wenn auch als falsche Götter. Wenn der Schöpfergott gemeint wurde, wurde meistens die Bezeichnung JHWH genutzt (Die aber aus den meisten Bibelübersetzungen nachträglich entfernt wurden).

Aber du wirst von unterschiedlichen Leuten zu dem Thema auch unterschiedliche Antworten bekommen. Hier ein link zu dem was ich glaube, dann siehst du auch gleich, welcher Organisation ich mich zugehörig fühle: https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/fragen/dreieinigkeit/

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Magavinik12, du stellst eine ausgezeichnete Frage, die beweist, daß du ein Mensch mit tiefem Denkvermögen bist.

Du hast völlig Recht, Jesus ist getrennt von Gott -  ist sogar die erste Schöpfung (sozusagen ein "Sohn") des allmächtigen, genialen Schöpfergottes JHWH. Das geht aus vielen Stellen der Bibel hervor, ich nenne dir hier nur Offenbarung Kapitel 3:14, wo Jesus, der gem. Offenbarung 1:1ff  diesen Text an seinen Lieblingsjünger Johannes übermittelte, wo es heißt: "Dem Engel der Gemeinde in Laodicea schreibe: ' dies sagt der AMEN, der treue und wahrhaftige Zeuge, der ANFANG DER SCHÖPFUNG GOTTES.....'  Eine der vielen Stellen, die beweisen, daß die Trinität (Dreieinigkeitslehre) völlig unblisch ist. Du liegst also völlig richtig.

Übrigens ist Jesus nicht für alle Menschen gestorben, sondern nur für diejenigen, die Wertschätzung für sein Loskaufsopfer haben. Nur wer bereit ist, Jesu neues Gebot "Liebe untereinander zu haben" zu befolgen, wird das Recht haben, im bevorstehenden Reich Gottes für immer auf einer gereinigten Erde leben zu dürfen. Dazu gehören auch Milliarden Auferstandener, die Jesus vor ihrem Tod gar nicht kennen konnten. Auch diese werden sich entscheiden müssen, ob sie bereit sind, Jesu Gesetz zu befolgen. Denn nur so läßt sich eine gerechte, geeinte Menschheitsfamilie aufbauen. Für Egoisten und Egozentriker wird kein Platz sein. Diese Fragen werden im sogenannten "Neuen Testament" beantwortet.

Ich empfehle dir, zu googeln "Was lehrt die Bibel wirklich", denn da werden diese Fragen gut beantwortet und Zusammenhänge erklärt. Die Beantwortung würde hier in GF den Rahmen bei weitem sprengen.

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Dir fehlen offenbar Kenntnisse über die wesentlichen Grundlagen des Christentum. Eine ausführliche Antwort auf deine Fragen würde etwas umfangreicher ausfallen und auch wieder neue Fragen deinerseits aufwerfen. 

Ich empfehle dir daher das persönliche Gespräch mit einem Theologen oder einem Geistlichen.

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Das Christentum ist, wie so viele, eine Religion und damit eine überdimensionierte Sekte.

Ja, das Wort IST negativ behaftet und dieses ist es zurecht. Eine Sekte ist nämlich nichts anderes, als eine Religion mit wenigen Mitgliedern. Somit ist eine Religion faktisch eine Sekte mit vielen Mitgliedern.

Der Inhalt dieser Religion beschäftigt sich mit Nächstenliebe, Auferstehung und Ewiges Leben durch Läuterung und Ablegen der Sündhaftigkeit.

Klingt soweit ganz nett, oder?

Es geht noch weiter: Der Kern des Glaubens, also der frohen Botschaft, das ist der Tod am Kreuze, da sich Jesus für die Menschen opfert, damit diese erlöst werden können. Auch das klingt doch sehr liebevoll.

Nebenbei dreht sich der Glaube an Jesus und Gott auch um den Kampf gegen den Teufel, der hier Satan, Luzifer, etc. genannt wird.

ABER dieses System hat Fehler, die ich nun einen nach dem anderen aufzählen werde:

Gott ist allwissend, wodurch freier Wille nicht existiert, denn es ist bereits bekannt, mit welcher Überzeugung man stirbt. Ist man allerdings der falschen Überzeugung, wird man von IHM bestraft.

Der Kreuzigungstod von Jesus hätte durch Allwissenheit verhindert werden können. Er ist unnötig, da bereits freier Wille von Allmacht und Allwissenheit ausgeschlossen wird, hätte ER die Schöpfung gleich perfekt machen können. Somit ist der MORD an Jesus, seinem eigenen Sohn, einfach nur barbarisch aber sinnfrei..

Manche Gemeinden sagen, dass Jesus = Gott ist. Dies ist noch unlogischer, als der wütende Vater, der seinen eigenen Sohn umbringt, statt einfach die Menschen in Ruhe zu lassen. Wäre Jesus Gott, würde das bedeuten, dass dieser Übervater schizophren ist, also eine gespaltene Persönlichkeit hat, da er mehrfach zu sich selbst und von sich selbst spricht und zwar in der dritten Person.

Der Teufel ist durch das Allwissenheitsparadoxon ebenfalls nur ein Opfer, da freier Wille ausgeschlossen wird, folgt dieser nur seiner Aufgabe, um am Ende bestraft zu werden.

Ein weiterer Fehler ist die Auslegung der Bibel, denn oft wird davon ausgegangen, dass Gott nicht mehr grausam ist. Dies kann man biblisch sehr schnell widerlegen und zwar mit jeder möglichen Ansicht, egal, ob man an Trinität glaubt, oder eben nicht.

Geht man davon aus, dass Jesus Gott ist, hat man seine Bestätigung, dass Jesus die Gesetze bekräftigt. Geht man davon aus, dass es zwei verschiedene Personen sind, so sagt Gott "Aber ich der Herr verändere mich nicht", was definitiv bedeutet, dass er noch genauso ist, wie im Alten Testament.

Ein weiterer Widerspruch ist, dass die Bibel viele sehr böse Stellen hat, bösartiger, als der Koran, und aber immer betont, dass Satan der Böse ist. Ironischerweise ist dieser Gott, der sich als das Gute postuliert, die Instanz, die in der biblischen Geschichte am grausigsten und am häufigsten tötet, mordet, straft und droht.

Der Teufel hat gerade viermal eine große Rolle. Und zwar einmal in der Prüfung des Hiob, einmal bei Jesus in der Wüste, einmal beim Sündenfall und einmal in der Endzeitoffenbarung des Johannes, wo er als siebenköpfiger, feuerroter Drache die Streitkräfte des Himmels herausfordert.

Ansonsten war Gott die treibende Instanz von Mord und Tod.

Ein weiterer Widerspruch zur Güte ist auch bei der Befreiung des Volkes Israel zu sehen. In der Bibel steht "ich aber will sein Herz verhärten, dass er euch nicht ziehen lasse". Gott selbst verhärtet also, WISSEN um die Konsequenz, das Herz des Pharao, sodass Israel gefangen bleibt und Gott einen Grund hat, seine grausame Macht zu zeigen.

Diese endet ab der 10. Plage mit dem Tod unschuldiger Kinder und mit dem Tod von Soldaten, die in den Fluten ertränkt werden.

Auch die Sintflut spricht für sich, denn die Menschen werden wegen Götzendienstes getötet.

Ironischerweise wird in der Offenbarung auch eine Strafe für alle Nichtgläubigen angekündigt, denn das Gericht bestraft jeden, der sich diesem Gott widersetzt.

Ich frage mich hierbei: WIE passt ein Diktator, wie dieser Jahwe, bitte mit Frieden, Menschlichkeit und dergleichen zusammen?

Nebenbei suggeriert das auch das Bild, dass sämtliche Menschen, die in Miseren stecken, alle daran Schuld seien, weil sie ungläubig sind. Es wird oft von vielen Religiösen nicht berücksichtigt, dass manche Menschen im Unglück erst ungläubig wurden, weil sie merkten, dass da niemand ist, der ihr Betteln und Flehen um Gnade erhört.

Mein Rat ist also: Beschäftige dich mit der Religion, von mir aus auch mit allen, aber trete auf keinen Fall diesen Weltreligionen bei, denn ihre Lehre ist, wenn man sie sich ganz genau betrachtet und den Ursprung im Kontext liest, noch gruseliger, als manche Satanssekte und die sind schon richtig krank drauf.

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Kommentar von stine2412
20.02.2016, 11:18

Antidevil, du hast dir viel Mühe gemacht, um Gott und sein Wort, die Bibel, ins falsche Licht zu rücken. Das haben schon viele versucht. Aber wie diese ist deine Mühe umsonst, denn du kennst Jahwes Wort, sein Wesen und sein Handeln in der Vergangenheit und das in der Zukunft nicht. Du meinst, die Bibel gelesen zu haben, verstehst aber so gar nichts, denn du meinst, Fehler entdeckt zu haben. Du hast diese "Fehler" nicht hinterfragt, warum das so ist.

Solltest du aufrichtig an der Beantwortung dieser Fragen interessiert sein, dann mach dich schlau! Google z.B. nach dem Buch "Was lehrt die Bibel wirklich". Oder gib einfach eine deiner Fragen ein und schau, was Bibelkommentatoren dazu zu sagen haben. Suche aber nicht die Negativ-Sites auf, die dich nur bestätigen, schaue auch mal über den Tellerrand.

Dann wäre für dich noch interessant zu erfahren, was eigentlich eine Sekte ist. Eine Sekte ist eine Abspaltung vom Ursprünglichen. Um beurteilen zu können, was eine Sekte ist, mußt du aber das Ursprüngliche kennen! Bin gespannt, zu welchem Resultat du kommst, solltest du da mal nachforschen!

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Jesus hat die Trinität nicht gelehrt,sondern die frühen Christen haben ziemlich gerungen  mit der Frage, wer denn jetzt eigentlich Jesus, so etwas wie ein Prophet, der Gegengott zum Gott des Alten Testaments oder was auch immer.

Wenn dich die ehre der Katholischen Kirche ernsthaft interessiert, empfehle ich dir den Katechismus zu lesen: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM

Für Einzelfragen ist manchmal (nicht immer) auch Kathpedia hilfreich: http://www.kathpedia.de/index.php?title=Hauptseite

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Das sind gute Fragen und sie sind auch sehr verständlich. Mir fehlt jetzt die Zeit um ausführlich drauf einzugehen. Warum versuchst du nicht mal, dich bei Gotquestion schlau zu machen?

http://www.gotquestions.org/Deutsch/

Ich denke, du findest dort auf alle deine Fragen  gut formulierte Antworten.

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Es heisst, Jesus (Sohn Gottes) dient als Vermittler für die Gebete an Gott. Deswegen sagen viele standartmäßig nach einem Gebet '..durch Jesus Christus - Amen'.
Ihn zum Gott zu machen ist nicht richtig.
Dass er für die Menschen gestorben ist, gibt es viele Texte, zB Johannes 3:16 oder Matthäus 20:28 undundund..

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Für ausführliche Erklärungen ist Gutefrage nicht der richtige Ort.

Nimm dir die Zeit und lies selbst nach. In der Bibel, im Johannesevangelium und im Römerbrief findest du die Grundlagen des Christentums.

Die Bibelübersetzung "Gute Nachricht Bibel (GNB)" ist in heutigem Deutsch  formuliert und bietet viele Erläuterungen. Schau mal rein, z.B. hier:

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Johannes1

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Kommentar von Viktor1
08.01.2016, 11:56

Hallo Aicas,
der wunderbare Prolog zum Johannesevangelium  ist das Glaubensbekenntnis des Johannes, nicht die Aussage von Jesus, selbst. Er faßt aber trotzdem zusammen was den Glauben der meisten christlichen "Kirchen" ausmacht.
Die GNB formuliert nicht in "heutigem Deutsch" sondern schmückt aus mit literarischen Aspekten nach der Befindlichkeit der Autoren. Sie kann deshalb nicht  empfohlen werden da sich da sehr schnell Verfälschungen ergeben auch wenn diese nur in wenigen Fällen relevant sind.
Gruß Viktor

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Deine bedenken bestehen zu Recht, den nirgendwo spricht Jesu von der "Kraft Gottes (Heiliger Geist), die anzubeten sei" (Mt.22,29).

Du bist sehr klug, weil du die Dinge richtig siehst: Jesu betete immer zu seinem Vater und leitete uns auch dazu an (Lk.11,2; Joh.14,28).

Da "alle Menschen gesündigt haben" (Röm.3,23) und den Tod verdienten, ließ Jesu sich als unser Schöpfer am Kreuz opfern, um uns trotzdem ewiges Leben geben zu können (Röm.6,23).

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