Hallo ich habe von meinem Arzt 50 diazepam 10mg tabletten bekommen . Kann ich die nehmen ohne einen entzug zu bekommen?

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Diazepam ist ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine. Wie alle Benzodiazepine macht es bei längerem und regelmässigem Konsum stark körperlich und psychisch abhängig. Ein Benzodiazepin-Entzug lässt sich durchaus mit einer durchschnittlichen Entgiftung vergleichen.

Die Abhängigkeit tritt nach ca. 4-8 Wochen ein, doch bereits früher kann es zu Absetzsymptomen wie z.B. Angstzuständen oder Schlaflosigkeit kommen. Desshalb ist Diazepam auch nur als Notfallmedikament geeignet. Depressionen und Angststörungen werden längerfristig vor allem mit Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse behandelt. Schlafstörungen und innere Unruhe mit sedierenden Antidepressiva oder Neuroleptika. Antidepressiva und Neuroleptika machen im Unterschied zu den Benzodiazepinen nicht abhängig.

Ein weiteres Problem von Diazepam (sowie allen Benzodiazepinen ist, dass sich relativ schnell eine Toleranzentwicklung ergibt. Das Medikament wirkt nach einer gewissen Zeit nicht mehr und man braucht eine immer höhere Dosis um einen Effekt zu erzielen.

Die Entzugssymptome von Benzodiazepinen sind gemäss wissenschaftlich Studien vor allem:

  • innere Unruhezustände/Agitiertheit
  • Schlafstörungen
  • Angstzustände (inkl. Panikattacken, Agoraphobie, Soziophobie etc.)
  • Depersonalisation und/oder Derealisation
  • Halluzinationen (seltener)
  • Depressionen
  • Zwänge
  • Paranoide Gedanken
  • Wut/Agression
  • Gedächnis- und/oder Konzentrationsstörungen
  • Aktives verlangen nach dem Suchtmittel
  • Schmerzen (inkl. Kopf-, Rücken- und Halsschmerzen etc.)
  • Kribbeln und Taubheitsgefühle (nicht nur an den Extremitäten)
  • Schwächeanfälle
  • Grippensymptome
  • Muskelzuckungen
  • Tics
  • Elektrische Schocks (Brain-Zaps)
  • Tremor
  • Schwindel und/oder Gleichgewichtsstörungen
  • Verschwommenes Sehen
  • Doppelbilder
  • Entzündete und/oder trockene Augen
  • Tinnitus
  • Hypersensitivität (z.B. Licht, Geräusche etc.)
  • Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Durchfall
  • Juckreiz
  • Schwitzen
  • Flush
  • Mundtrockenheit
  • Hyperventilation
  • Gewichtsveränderungen und/oder Appetitstörungen
  • Hautausschläge

Eine kurzzeitige Einnahme von Diazepam kann ein Segen sein, doch man muss aufpassen, dass der Segen nicht zum Fluch wird. Es gilt also die Regel: So selten und so niederig dosiert wie möglich. Du brauchst keine Angst zu haben wenn du es ab und zu oder durchgehend für ein paar Tage nimmst. Gefährlich wirs vorallem ab der 3-4. Woche.

Du solltest sie erst einmal probieren um zu sehen, ob sie gegen deine Beschwerden überhaupt helfen! 

Nach einer mehrtägigen Einnahme bekommt man noch keine albtraumhaften Entzugserscheinungen. Wenn man das Medikament über Monate oder gar Jahre nimmt, hat der Patient sich so sehr an das Medikament gewöhnt, dass ein Entzug wirklich unangenehm wird.

Das Diazepam wird dein Arzt dir auch nur zur vorübergehenden Einnahme verordnet haben. Wichtig ist, dass du deinem Arzt gute Rückmeldungen über die Wirksamkeit des Medikaments gibst und ihr euch gemeinsam überlegt, das Medikament weiter einzunehmen.

Diazepam macht nicht automatisch abhängig, du musst nur darauf achgten, dass du sie immer nach Anweisung des Arztes nimmst und keine Dosiskorrekturen nach oben vornimmst. Für ein paar Wochen oder Monate ist das in Ordnung, nur als Dauermedikation sind Benzodiazepine keine gute Wahl.

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